Dr. В r e u n i n g: Novae species Cerambycidanim 239 314. Ogmoderopsis gen. nov. Ausserordentlich langgestreckt, sehr schmal, Fühler ziemlich fein, unterseits ziemlich lang gefranst, das erste Glied kurz, ziem­ lich dick,­ das dritte kürzer als das vierte, die Fühlerhöcker sehr niedrig, weit auseinanderstehend, die Augen grob facettiert, stark ausgeschnitten, die unteren Loben quer, Stirn viel breiter als hoch. Halsschild merklich länger als breit, cylindrisch, gewölbt, Flügel­ decken ausserordentlich lang, sehr schmal, kaum breiter als der Halsschild, Pres te rnum vorgezogen, Kopf nicht rückziehbar, P r o ­ sternalfortsatz schmal, gleichmässig gerundet, Mesosternalfortsatz vorn allmählich geneigt, Mittelhüfthöhlen offen, Beine kurz, kräftig, die Schenkel gekeult, Mitteltibien mit Dorsalfurche, die Klauen di­ vergent. Type albiventris mihi. Gehört systematisch zu Ogmo­ dera Aur. O. albiventris. Fühler lang gefranst, etwas kürzer als der Körper, das dritte Fühlerglied etwas kürzer als das vierte, sehr wenig länger als das erste, die unteren Augenloben e twas kürzer als die Wangen, Kopf und Halsschild sehr dicht, sehr fein punktiert, einige gröbere Punkte auf den Halsschildseiten, Schildchen sehr breit, halbrund, Flügel­ decken sehr dicht, sehr fein punktiert, apikal schief abgestutzt, die Seitenrandecke sehr vortretend, aber verrundet. — Rotbraun, weiss tomentiert, die Wangen, der Teil zwischen den Fühlerhöckern, der Scheitel, eine Querbinde am Vorderrand des Halsschildes und die seitliche Hälfte der Decken (apikalwärts sich noch e twas verbrei­ ternd und so den apikalen Teil ganz bedeckend) braungelb tomen­ tiert, der weisse Teil des Halsschildes und der Decken dicht mit sehr kleinen rotbraunen Flecken übersät, die Seiten der Abdominal­ segmente und d a s letzte Segment in ganzer Ausdehnung gelbbraun marmoriert , das erste Fühlerglied gelbbraun, die weiteren tomen­ tiert. Länge 7 ½ mm, Breite 1¼ mm. Typ von Kapland: Prince Albert Road im Britischen Museum. 315. Ogmoderopsis gracillima. Der a l b i v e n t r i s mihi nahestehend, aber : Die Fühlerglie­ der weniger lang gefranst, das dritte merklich kürzer als das vierte, e twas kürzer als das erste , die unteren Augenloben etwas länger als die Wangen, die Decken apikal stärker abgestutzt, die Schenkel kräftiger. — Durchweg gelbbraun tomentiert, auf der Halsschild­ scheibe und der Scheibe der Flügeldecken in der Nahthälfte mit weisslich untermischt. Länge 9 ½ mm, Breite 1¾ mm. Typ von Kapland: Dunbrody im Britischen Museum. Auch über Transvaa verbreitet . 316. Ogmoderopsis uniformis. Der g r a c i l l i m a mihi nahestehend, aber : das dritte Füh­ lerglied so lang als das erste, die unteren Augenloben merklich län­ ger als die Wangen, die Hinterschenkel unterseits mit einer Bürste kurzer Haare besetzt, die nur deren basalen und apikalen Teil frei­ 240 Festschrift für Prof. Dr. E m b r i k S t r a n d . Vol. V (1938) lässt. — Rotbraun, durchweg weisslichgrau tomentiert . Länge 9 mm, Breite 1Уз mm. Typ von Transvaal : Maguda im Museum von Pretoria. 317. Oginoderidius gen. nov. Sehr langgestreckt, Fühler fein, unterseits gefranst, ausser am ersten Glied, e twas länger als der Körper, das erste Glied ziemlich lang, dünn, das dritte kaum kürzer als das vierte oder erste , Füh­ lerhöcker sehr niedrig, weit auseinanderstehend, Augen grob fa­ cettiert, stark ausgeschnitten, die Stirn zweimal so breit als lang, Halsschild so lang als breit, die Seiten leicht gerundet, ohne deut­ liche Querfurchen, Flügeldecken sehr lang, massig gewölbt , im api­ kalen Vierte! eingezogen, Prosternum vorgezogen, Kopf nicht rückziehbar, Prosternalfortsatz schmal, gleichmässig gerundet, Mesosternalfortsatz vorn allmählich geneigt, Mittelhüfthöhlen offen, Beine massig lang, die Schenkel gekeult, die Mitteltibien aussen kräftig ausgeschnitten, Klauen divergent. Type nebulosus mihi. Gehört systematisch neben Ogmodera Auriv. O. nebulosus. Die unteren Augenloben zweimal so lang als die Wangen, Kopf und Halsschild äusserst dicht, sehr fein punktiert, Schildchen breit, halbrund, Flügeldecken apikal schief abgestutzt , die Seiten­ randecke vortretend. Rotbraun, strohgelb tomentiert, diese Tomen­ tierung stellenweise dichter und auf diese Weise nebeiförmige dichter gelbe Flecken (besonders auf den Flügeldecken) bildend, sehr fein auf den Fühlern ausser am ersten Glied, die Basis des vier­ ten bis siebenten Gliedes hellgelb tomentiert. Länge 4 ½ mm, Breite 1 mm. Typ von der Delagoa Bai im Britischen Museum. 318. Atimura proxima. Der t e r m i n a t a Pasc , sehr nahe stehend, abe r : Das vierte Fühlerglied nur etwas länger als das fünfte, Halsschild e twas grö­ ber punktiert und mit einer feinen mittleren Längskante versehen. Länge 9 mm, Breite 2 ½ mm. Typ von Burma : Pyinchaung Res., s. Toungoo im Museum von Dehra Dun. Auch über Ceylon ver ­ breitet. 319. Atimura aifinis. Der C o m b r e t i Gardn. sehr nahe stehend, abe r : Die unteren Augenloben e twas länger als die Wangen, die apikale Seitenrand­ ecke der Flügeldecken ist spitzig. Unterseite strohgelb tomentiert, eine dunkelbraune, praemediane Dorsalmakel auf den Hinterschie­ nen, die Fühlergiieder vom dritten ab basal weisslich geringelt. Länge 5 mm, Breite 1½ mm. Typ von Britisch­Indien: Madras, Salem, Daverbet ta im Museum von Dehra Dun. 320. Atimura minima. Der C o m b r e t i Gardn. nahe stehend, aber : Kleiner, Flü­ geldecken ohne erhabene Rippen oder Kettenglieder in der vorde­ ren Hälfte, die apikale Seitenrandecke verrundet . — Rot, strohgelb tomentiert , in der Mitte des Halsschildes eine breite, aber unscharf Dr. B r e u n i n g: Novae species Cerambycidaruin 24i ausgebildete braune Querbinde, die seitliche Part ie der Decken in der Mitte ebenfalls e twas dunkler tomentiert, Fühler fast ohne Tomentierung, ausser einer sehr feinen weisslichen Tomentierung an der Basis der Glieder vom dritten ab. Länge 4 ½ mm, Breite 1¼ mm. Typ von Britisch Indien: Vellore Distr., Kottur, 1200 m im Museum von Dehra Dun. 321. Mimatimura gen. nov. Langoval, Fühler kräftig, etwas kürzer als der Körper, unter­ seits nicht gefranst, das erste Glied kurz, dick, das dritte e twas kürzer als das vierte, um die Hälfte länger als das erste, Fühler­ höcker niedrig, weit auseinander stehend, Augen grob facettiert, stark ausgeschnitten, Stirn breiter als hoch. Halsschild quer, ge­ wölbt, fast ohne Querfurchen, mit sehr kleinem Seitendorn e twas hinter der M'tte besetzt, Flügeldecken lang, gewölbt, viel breiter als der Halsschild, im apikalen Viertel stark eingezogen, apikal leicht und schmal abgestutzt, auf jeder Decke ein ziemlich hoher postbasaler Längskamm auf der Scheibe und eine Anzahl kleiner Höcker im apikalen Drittel, von denen eine Längsreihe unweit der Naht bis e twas vor die Mitte heraufreicht, Kopf rückziehbar, P r o ­ sternalfortsatz schmal, gleichmässig gerundet, Mesosternalfortsatz vorn verrundet , Mittelhüfthöhlen geschlossen, Beine massig lang, Schenkel gekeult, Mittelschienen dorsal stark ausgeschnitten, Klauen divergent. Typ rufescens mihi. Gehört systematisch neben Atimura Pasc . M. rufescens. Das erste Fühlerglied dicht, sehr fein punktiert, die unteren Augenloben dreieckig, merklich kürzer als die Wangen, Kopf und Halsschild sehr dicht, wenig fein punktiert, Schildchen breit, vier­ eckig, Flügeldecken durchwegs sehr dicht, ziemlich grob punktiert, die apikale Seitenrandecke verrundet, Unterseite durchwegs sehr dicht, fein punktiert. — Rot, sehr fein gelblich tomentiert, das api­ kale Drittel der Decken, die Tarsen und ein Ring auf der Mitte der Schienen dicht gelb, die Basis des dritten bis neunten. Fühlergliedes und das zehnte und elfte durchwegs dicht gelb, tomentiert, die Decken vor der apikalen gelben Tomentierung dunkler, braun to­ mentiert. Länge 4 mm, Breite 1% mm. Typ von Sumat ra : Brastagi im Museum von Stockholm. 322. Falsoplocia gen. nov. Gestreckt , Fühler fein, unterseits kurz gefranst ausser am ersten Glied, letzteres wenig lang, ziemlich dick, das dritte merk­ lich kürzer als das vierte, merklich länger als das erste, Fühler­ höcker weit auseinanderstehend, niedrig, Augen grob facettiert, stark ausgeschnitten, die unteren Loben gross, quer, Stirn höher als breit, leicht trapezförmig, Halsschild kurz, quer, gewölbt, mit feiner Querfurche am Vorder­ und Hinterrand, die Seiten eckig er­ weitert , Flügeldecken lang, gewölbt, merklich breiter als der Hals­ schild, im apikalen Viertel verengt, Kopf rückziehbar, PrOSter­ Festschrift für Prof. Dr. Em Ь Н к S t r a n d . Vol. V (1938) 16 242 Festschrift für Prof. Dr. E m b r i k S t r a n d . Vol. V (1938) nalfortsatz vorn senkrecht abgestutzt, Mittelhüfthöhlen geschlos­ sen, Beine massig lang, Schenkel gekeult, Mittelschienen mit Dor­ salfurche, Klauen divergent. Type pardina mihi. Gehört sys tema­ tisch neben Plocia Newm. Г. pardina. Fühler merklich kürzer als der Körper, die unteren Augen­ loben viermal so lang als die Wangen, Stirn sehr dicht, wenig fein punktiert wie auch der vordere Teil des Scheitels und der Hals­ schild, Schildchen breit, viereckig, Flügeldecken apikal breit ab­ gestutzt, die Randecke deutlich, ziemlich dicht fein punktiert bis e twas über die Mitte, sehr dicht und grob auf der Scheibe hinter der Schulter, die Seiten der Sterna wenig dicht, wenig fein punk­ tiert. — Rotbraun, strohgelb tomentiert, die Oberseite dicht rot­ braun und dunkelbraun marmoriert , so dass sich zahlreiche runde helle und dunkle Flecken bilden, das erste Abdominalsegment grösstenteils dunkelrotbraun tomentiert, eine oder 2 kleine Flecken auf den Seiten des ersten bis vierten Abdominalsegmentes und eine sehr grosse auf denen des fünften, von dunkelbrauner Farbe, Schenkel und Schienen in der Mitte rotbraun geringelt, die Hinter­ schenkel überdies vor dem Ende schmal rotbraun geringelt, das apikale Ende der Fühlerglieder vom dritten ab dunkelrotbraun. T y p von Neu­Guinea: Wareo in der Sammlung Itzinger. 323. Falsepilysta gen. nov. Gestreckt, schmal, Fühler fein, untersei ts kurz gefranst ausser am ersten Glied, letzteres kurz, massig dick, das dri t te e twas kür­ zer als das vierte, viel länger als das erste, Fühlerhöcker weit auseinander stehend, niedrig, Augen grob facettiert, s ta rk ausge­ schnitten, die unteren Loben quer, Stirn breiter als hoch, leicht trapezförmig, Halsschild quer, gewölbt, mit feiner Querfurche am Vorder­ und Hinterrand, die Seiten leicht gerundet, Flügeldecken sehr lang, gewölbt, merklich breiter als der Halsschild, Kopf rück­ ziehbar, Prosternalfortsatz schmal, gleichmässig gerundet , Meso­ sternalfortsatz breit, am Vorderrand abgestutzt , Mittelhüfthöhlen geschlossen, Beine massig lang, Schenkel stark gekeult, Mittel­ schienen mit kräftiger Dorsalfurche, Klauen divergent. Type gut­ tata Auriv. (die als fragliche Epilysta beschrieben wurde und von der Athelais roseolata Hell, ein Synonym ist. Ferner hierher noch Epilysta bifaseiata Auriv. von der Athelais bifasciata Hell, ein Sy­ nonym ist). Gehört systematisch neben Plocia Newm. F. albostictica Der g u t t a t a Auriv. nahe stehend, abe r : Fühler kaum länger als der Körper, die unteren Augenloben so lang als die Wangen, Halsschild schütterer punktiert, Flügeldecken mehr parallel, erst im apikalen Drittel eingezogen. — Dunkelrotbraun, Kopf und Hals­ schild mit grossen gelben Flecken übersät , Schildchen und Flügel­ decken fein rotbraun tomentiert, letztere ziemlich dicht mit kleinen vagen weisslichen Flecken übersät , ausser im basalen Viertel (zu­ Dr. В r e u n i n g: Novae species Cerambycidarum 213 mindest nicht zwischen Schulter und Naht) ; Unterseite, Beine und Fühler olivgelb tomentiert, sehr fein auf den Fühlern bis auf das erste Glied. Länge 12 mm, Breite 3 % mm. Typ von den Philippi­ nen: Insel Luzon, Benguet, Bagnio im Museum von Hamburg. 324. Parepilysta gen. nov. Von F a l s e p i l y s t a mihi in erster Linie dadurch unterschie­ den, dass der Proste rnalfortsatz zwischen den Hüften eckig erwei­ tert ist (wie bei Pseudhammus Kolbe im Verhältnis zu Monocha­ mus Guer). Type ochreosignäta mihi. Gehört systematisch neben Falsepilysta mihi. P. Strandi. 1 4) Gestreckt, Fühler fein, unterseits kurz gefranst ausser am er­ sten Glied, letzteres kurz, massig dick, das dritte e twas kürzer als das vierte, viel länger als das erste. Fühlerhöcker niedrig, Augen grob facettiert, stark ausgeschnitten, Stirn breiter als hoch, recht­ eckig, kaum punktiert, Halsschild quer, gewölbt, mit feiner Quer­ furche am Vorder­ und Hinterrand, die Seiten leicht gerundet, einige sehr feine Punkte über seine Oberseite vers t reut und einige sehr feine Körner auf den Seiten, Schildchen breit, halbrund, Flü­ geldecken sehr lang, gewölbt, merklich breiter als der Halsschild, vom Ende des basalen Drittels an leicht verengt, apikal schmal schief abgestutzt , die Randecke in einen spitzigen Dorn ausgezogen, sehr dicht fein gekörnt, an der Basis dann bis zur Mitte immer feiner werdend punktiert, die Schenkel sehr leicht gekeult. Rot­ braun, Kopf, Halsschild, Unterseite und Beine strohgelb tomentiert, dichter auf den Seiten der Unterseite, sehr fein auf den Schenkeln und Fühlern, auf der Mitte der Halsschildbasis eine kurze ocker­ gelbe Längslinie, eine grosse dreieckige solche Makel auf den Sei­ ten der Scheibe in der hinteren Hälfte, Schildchen ockergelb, die Decken mit kleinen ockergelben Makeln übersät, die in mehreren Längsreihen angeordnet sind, ihre Naht und Seitenrand ebenfalls ockergelb. Länge 12 mm, Breite ЗУ2 mm. Typ von Celebes in der Sammlung Itzinger. 325. Parepilysta granulosa. Der S t r a n d i mihi nahe stehend, aber : Fühler um die Hälfte länger als der Körper, die unteren Augenloben dreimal so lang als die Wangen, Stirn trapezförmig, schütter fein punktiert, Schildchen breiter, die Decken an der Basis gröber gekörnt. — Schwarz, hell­ braun tomentiert und mit dunkelbraunen Zeichnungen besetz t : be­ sonders 3 solche Längsbiniden auf dem Scheitel, eine solche ziem­ lich breite jederseits knapp neben der Mittellinie, die zum Teil un­ terbrochen ist, der basale gekörnte Teil der Decken, eine quere mittlere Seitenrandmakel auf ihnen und mehrere langgestreckte solche Flecken auf dem apikalen Drittel. Länge 9 mm, Breite 2 % mm. Typ von Neu­Guinea: Geelvink Bai im Museum von Par is . 244 Festschrift für Prof. Dr. E m b r i k S t r a n d . Vol. V (1938) 326. Epiiystoides gen. nov. Langgestreckt, Fühler fein, unterseits kurz gefranst, das erste Glied kurz, das dritte e twas länger als das vierte, Fühlerhöcker weit auseinanderstehend, sehr niedrig, Augen grob facettiert, s tark ausgeschnitten, die unteren Loben quer, Stirn viel breiter als hoch, Halsschild so lang als breit, gewölbt, mit feiner Querfurche vor der Basis, die Seiten leicht gerundet, Flügeldecken lang, gewölbt , e twas brei ter als der Halsschild, apikal ausgeschnitten, dicht wenig fein punktiert, die Punkte mehr weniger regelmässig gereiht, Kopf rückziehbar, Prosternalfortsatz schmal, gleichmässig gerundet , Mesosternalfortsatz vorn allmählich geneigt, Mittelhüfthöhlen ge- schlossen, Beine ziemlich kurz, kräftig, Schenkel gekeult, Mittel- schienen dorsal stark ausgeschnitten, Klauen divergent. T y p bispi- nosa mihi. Gehört systematisch neben Epilysta Pasc . E. bispinosus. Sehr langgestreckt, Fühler so lang als der Körper, das erste Glied dick, dorsal sehr konvex, das dritte mehr als zweimal so lang als das erste, die unteren Augenloben e twas kürzer als die Wangen, Kopf und Halsschild sehr dicht, sehr fein punktiert, Schildchen breit, halbrund, Flügeldecken sehr lang, gewölbt, parallelseitig, im apika- len Viertel eingezogen, die apikale Nahtecke angedeutet , die Rand- ecke in einen langen schmalen Lappen ausgezogen, der Seitenrand davor e twas konkav, dicht, wenig fein punktiert, die Punkte gereiht ausser hinter dem Schildchen, apikalwärts immer feiner werdend, die Seiten der Sterna dicht, sehr fein punktiert . — Rotbraun, braun tomentiert, heller, eher strohgelb auf dem Halsschild und der api- kalen Deckenhälfte ausser neben der Naht bis zum Beginn des api- kalen Viertels (welch letzterer Teil braun bleibt bis auf eine kleine weissliche postmediane' Makel jederseits unweit der Naht), der ba- sale Teil der Fühlerglieder vom sechsten ab ebenfalls gelblich. Länge 8 mm, Breite 2 mm. Typ von den Philippinen: N. Luzon im Britischen Museum. 327. Epiiystoides compactus. Langgestreckt, Fühler so lang als der Körper, das ers te Glied massig dick, sehr dicht, fein punktiert, das dritte um die Hälfte län- ger als das erste, die unteren Augenloben merklich kürzer als die Wangen, die oberen kurz, von einander weit geschieden, Kopf und Halsschild sehr dicht, fein punktiert, Halsschild an der Basis drei- gelappt, Schildchen zweimal so breit als lang, viereckig, Flügel- decken lang, sehr gewölbt, oval, der Seitenrand vor der Mitte steil abfallend, durchwegs dicht, ziemlich grob punktiert , die Punkte in der vorderen Hälfte und am Seitenrand bis fast zum Ende gereiht, die apikale Randecke in einen ziemlich langen, schmalen und spitzi- gen Dorn ausgezogen, die Schenkel normal gekeult. — Rotbraun, strohgelb tomentiert, ausser auf einer breiten mittleren Längsbinde auf dem Halsschilde (welche daher dunkler bleibt), auf jeder Decke eine schmale rotbraune Zikzakquerbinde in der Mitte, die nicht den Dr. В r e u n i n g: Novae species Cerambycidarum 245 Seitenrand erreicht, aber nahe dem Seitenrand bis zur Basis unter­ halb der Schulter ansteigt. Länge 7 mm, Breite 2 ½ mm. Typ von Ceylon: Dikoga, 900—1400 m im Britischen Museum. — Infolge einer Anzahl abweichender Merkmale könnte diese Art wieder in eine eigene Gattung gestellt werden. 328. Praonethomimus gen. nov. Gestreckt, Fühler fein, unterseits gefranst, das ers te Glied kurz, dick, dorsal konvex, das dritte e twas länger als das vierte, mehr als zweimal so lang als das erste, Fühlerhöcker niedrig, Augen grob facettiert, stark ausgeschnitten, Stirn höher als breit, Halsschild quer, die Seiten leicht gerundet, Querfurchen kaum angedeutet, je­ derseits der Scheibenmitte eine grosse runde stumpfe Beule, Flü­ geldecken lang, nach der Mitte e twas erweitert , im apikalen Viertel eingezogen, apikal sehr schmal schief abgestutzt, auf jeder Decke eine längliche postbasale Beule auf der Scheibe, die von einem grossen schwarzen Haarfascikel überlagert wird, ein weiteres sol­ ches Haarfascikel knapp nach der Mitte unweit der Naht, eine kleine längliche Beule hinter diesem am Beginne des apikalen Viertels, ebenfalls von schwarzen Haaren überlagert , eine feine, wenig erha­ bene Längscrista, die vom Innenrand der Schulterbeule zu dieser kleinen Beule führt, eine zweite solche an ihrem Aussenrand, die von der Schulterbeule ausgeht und eine dritte solche, die den Sei­ tenrand begleitet und sich mit ihm vor dem apikalen Ende zur Naht umbiegt, Kopf rückziehbar, Prosternalfortsatz schmal, niedriger als die Hüften, gleichmässig verrundet , Mesosternalfortsatz vorn all­ mählich geneigt, Mittelhüfthöhlen geschlossen, Beine massig lang, Schenkel gekeult, Mittelschienen vor dem Ende ausgeschnitten, Klauen divergent. Type tuberosithorax mihi. Gehört systematisch in die Gegend von Epilysta Pasc . P. tuberosithorax. Fühler so lang als der Körper, die unteren Augenloben e twas länger als die Wangen, Kopf und Halsschild durchwegs sehr dicht, sehr fein punktiert, Schildchen breit, halbrund, Flügeldecken dicht fein punktiert, die Punkte in der apikalen Hälfte sehr fein, die api­ kale Randecke deutlich, die Seiten der Sterna dicht, sehr fein punk­ tiert. — Schwarz, gelbbraun tomentiert, die Decken mit kleinen weisslichgelben Flecken übersät, von denen einer knapp vor dem mittleren Haarfascikel deutlicher ist, das apikale Ende der Tibien und die Tarsen dunkler, das apikale Viertel der Fühlerglieder­ vom dritten ab angedunkelt. Länge 6½—9 mm, Breite 2 ½ — 3 mm. Typ von Burma: Pyonchaung Res., N. Toungoo im Imperial Bureau of Entomology. 329. Falsosybra gen. nov. Gestreckt, Fühler fein, unterseits gefranst, ausser am ersten Glied, letzteres kurz, eiförmig, das dritte etwas kürzer als das vierte, viel länger als das erste, Fühlerhöcker auseinander stehend, sehr niedrig, Augen ziemlich grob facettiert, unterteilt, die unteren 246 Festschrift für Prof. Dr. E m b r i k S t r a n d . Vol. V (1933) Loben quer, Stirn viel breiter als hoch, Halsschild: kurz, gewölbt, mit einer Querfurche am Vorder- und Hinterrand (ers terer auf der Scheibe erloschen), die Seiten stark verrundet, Flügeldecken lang, massig gewölbt, im apikalen Drittel stark verengt , apikal schmal verrundet, auf jeder Decke eine kleine, längliche postbasale Beule auf der Scheibe, eine leichte Vertiefung dahinter und eine Längs- bürste brauner Haare an der Naht am Beginne des apikalen Fünftels, Kopf rückziehbar, Prosternalfortsatz schmal, gleichmässig gerundet . Mesosternalfortsatz vorn alimählich geneigt, Mittelhüfthöhlen ge- schlossen, Beine massig lang, Schenkel stark gekeult, Mitteltibien dorsal ausgeschnitten, Klauen divergent, Stirn, Schenkel und Schie- nen mit hellen abstehenden Haaren besetzt. Type cris tata mihi. Gehört systematisch neben Sybra Pasc . F. cristata. Fühler merklich kürzer als der Körper, die unteren Augenloben fast zweimal so lang als die Wangen, Kopf und Halsschild sehr dicht, wenig fein punktiert, Schildchen breit, dreieckig, Flügeldecken im apikalen Fünftel sehr steil, jäh abfallend, dicht, ziemlich fein punktiert, die Punkte gereiht. Rotbraun, gelbgrau tomentiert , die Decken dicht rotbraun marmoriert , Fühler rotbraum tomentiert , hellgrau an der Basis des fünften bis zehnten Gliedes. Länge 6 mm, Breite 1% mm. Typ von den Salomonen: Insel Guadalcanal im Imperial Bureau of Entomology. 330. Sybra misella (Pasc. i. 1.). Der s t i g m a t i c a Pasc , nahe stehend, abe r : Kleiner, die unte- ren Augenloben nur um die Hälfte länger als die Wangen, Kopf und Halsschild ziemlich grob punktiert. Rötlich, fein gelblich tomentiert , auf den Decken eine langovale braune Makel an der Naht hinter dem Schildchen und auf jeder Decke eine braune Längsbinde am Seitenrand, die von der Schulter bis zum apikalen Ende reicht und in der Mitte bis e twas über die Scheibenmitte sich verbrei ter t . Länge 4 mm, Breite 1 mm. Typ von der Insel Aru im Britischen Museum. 331. Sybra keyensis. Der p r i m a r i a Pasc , nahe stehend, aber : Kopf und Hals- schild viel schütterer punktiert. Dunkelbraun, braungrau tomentiert , untermischt mit gelb auf Kopf und Halsschild, auf jeder Decke ei- nige kleine vage weissliche Flecken, die in Form zweier Querbin- den angeordnet sind (eine vor der Mitte, die e twas gegen die Naht ansteigt und eine hinter der Mitte, die schief gegen den Seitenrand ansteigt). Länge 10½—12 mm, Breite 3—3½ mm. Typ i cf von den Key Inseln im Museum von Dresden. 332. Sybra buruensis. Der p a t r u a Pasc , nahe stehend, aber : Stirn weniger dicht, Halsschild schütter punktiert, die unteren Augenloben weniger als zweimal so lang als die Wangen, die apikale Sei tenrandecke der Decken eher verrundet. Rotbraun, gelbbraun tomentiert . auf jeder Dr. В r e u h i n g : Novae species Cerambycidarum 247 Decke 2 kleine runde weisse, scharf ausgebildete Makeln (eine nahe dem Seitenrand am Ende des basalen Viertels, die ändere hinter der Mitte, e twas dem Seitenrande genähert) , die Fühlerglieder vom vier­ ten ab apikal angedunkelt. Länge 8½—10 mm, Breite 2½—3 mm. Typ von der Insel Buru (Molukken) im Museum von Stockholm. 333. Sybra celebensis. Der s t i g m a t i c a Pasc , nahe stehend, aber : Grösser, die un­ teren Augeniloben nicht ganz zweimal so lang als die Wangen, Stirn breiter, Kopf nicht punktiert, ausser einiger feiner Punkte hinter den Augen, die apikale Seitenrandecke der Flügeldecken ziemlich vor­ tretend. — Dunkelbraun, gelbbraun tomentiert, die Decken beson­ ders in ihrer Nahthälfte mit kleinen ovalen weissen wenig scharf ausgebildeten Flecken übersät . Länge 10 mm, Breite 3 mm. T y p von der Insel Celebes in der Sammlung Pic. 334. Sybra intorta (Pasc. i. 1.). Der s t i g m a t i c a Pasc , nahe stehend, aber : Breiter und kür­ zer, die unteren Augenloben um die Hälfte länger als die Wangen, Stirn breiter als hoch, Halsschild sehr dicht, sehr fein punktiert, Flügeldecken weniger lang, die apikale Seitenrandecke nicht spitzig. — Rotbraun, gelbbraun, tomentiert, auf jeder Decke eine dreieckige weisslichgelbe Makel an der Naht am Beginne des apikalen Drittels, die seitlich fast bis zur Scheibenmitte reicht, und eine schiefe schwarze Makel an ihrem Hinterrand. Länge 8 ½ mm. Breite 2% mm. Typ von Neu Guinea: Dorey im Britischen Museum. 335. Sybra papuana. Der s t i g m a t i c a Pasc , nahe stehend, aber : Breiter, Fühler so lang als der Körper, die unteren Augenloben um die Hälfte län­ ger als die Wangen, Stirn breiter, Halsschild ebenfalls breiter, sehr dicht, e twas gröber punktiert, die Decken weniger lang, breiter, sehr fein punktiert. — Rotbraun, gelbbraun tomentiert. e twas dunkler (braun) auf der Halsschildmitte, jederseits der Halsschild­ scheibe eine sehr kleine gelbe Makel in der Mitte, Schild'chen dun­ kelbraun, auf jeder Decke eine schiefe, gestreckte dunkelbraune Makel auf der Mitte der Scheibe hinter der Basis und eine breite seitliche Längsbinde von dieser Farbe, die fast die seitliche Hälfte bedeckt, sich am Beginn des apikalen Viertels noch e twas erweitert , dann sich verengt und schliesslich bis zur Naht reicht, der mittlere Teil der Schenke! angedunkelt, der basale Teil der Fühlergiieder vom fünften bis zehnten hellgelb tomentiert. Länge 7 mm, Breite 2Уз mm. T y p von Neu­Guinea: Moari im Britischen Museum. 336. Sybra pseudogeminata. Der g e m i n a t a Klug nahe stehend, aber : Die unteren Augen­ loben um die Hälfte länger als die Wangen, Stirn sehr dicht, sehr fein punktiert, Halsschild gewölbter, ohne Querdepressionen und ohne Längsbinden, Flügeldecken apikal schmäler abgestutzt , ihre Tomentierung ist heller, die preapikale weisse Makel weicht gegen 248 Pestschrift für Prof. Dr. E m b r i k S t r a n d . Vol. V (193S) das Ende von der Naht ab. Länge 7 mm, Breite 2У2 mm. T y p von Neu­Guinea im Britischen Museum. 337. Sybra aenescens. Der s t i g m a t i c a Pasc, nahe stehend, aber : Grösser , die Füh­ ler e twas kräftiger, etwas kürzer als der Körper, das drit te Glied so lang als das vierte, die unteren Augenloben zweieinhalb mal so lang als die Wangen, die Stirn breiter, gröber punktiert, Halsschild ge­ wölbter , Flügeldecken breiter, apikalwärts weniger verengt , feiner punktiert auch in der vorderen Hälfte. Dunkelbraun, gelbbraun leicht goldig schimmernd tomentiert, die Decken mit länglichen va­ gen weisslichen Flecken übersät, besonders in ihrer Nahthälfte, überdies auf jeder Decke ebensolche dunkelbraune Flecken auf der Nahthälfte, darunter besonders eine mittlere, die schief gegen die Naht absteigt und eine langgestreckte, preapikale an der Naht, der apikale Teil der Fühlerglieder vom vierten ab ist schwärzlich. Länge 7 mm, Breite 2 mm. Typ von Neu­Guinea: Kokoda, 1100 m im Britischen Museum. 338. Sybra albolineata. Der s t i g m a t i c a Pasc, nahe stehend, aber : Die Fühler e twas kürzer als der Körper, das dritte Glied so lang als das vier te , die unteren Augenloben um die Hälfte länger als die Wangen , Stirn breiter, Halsschild etwas gröber punktiert, die apikale Seiten­ randecke der Flügeldecken in einen schmalen, spitz dreieck : gen Lappen ausgezogen. — Dunkelrotbraun, braun tomentiert , unter­ mischt mit kleinen gelblichen Flecken in der hinteren Hälfte der Decken, jederseits der Halsschildbasis eine kurze weisse Längslinie, die sich dann am Innenrand des Schulterhöckers noch fortsetzt, auf jeder Decke eine dreieckige dunkelbraune Makel an der Naht am Beginne des apikalen Viertels. Länge 4½—6 mm, Breite 1¼ — \ % mm. Typ von Neu­Guinea: Kokoda, 400 m im Britischen Museum. 339. Sybra semilunaris. • Der s t i g m a t i c a Pasc, nahe stehend, aber : Grösser , die un­ teren Augenloben etwas mehr als zweimal so lang als die Wangen , Stirn breiter, Halsschild weniger dicht, grob punktiert, Flügeldecken an den Schultern breiter, die apikale Seitenrandecke in einen spitzen Dorn ausgezogen, die Punkte weniger regelmässig gereiht, die Sei­ ten der Brust gröber punktiert. — Dunkelbraun, olivbraun tomen­ tiert, jederseits der Halsschildmitte eine längliche, gebogene (halb­ mondförmig, mit der Öffnung seitwärts), ockergelbe Makel, die Decken mit sehr kleinen weissen Flecken übersät , auf jeder Decke 2 runde ockergelbe etwas grössere Makeln (eine mittlere auf der Scheibenmitte und eine wenig dahinter näher der Naht ) : Unterseite und Beine grau tomentiert und mit kleinen braunen Flecken über­ sät, Fühler braun tomentiert, hellgrau an der Basis der Glieder vom vierten ab. Länge 8 mm, Breite 2 ½ mm. Typ von Neu­Guinea: Oroŗi, 1000 m im Britischen Museum. Dr. В r e u n i n g: Novae species Cerambycidarum 249 340. Sybra grisescens. Der s t i g m a t i c a Pasc, nahe stehend, aber : die Flügeldecken sehr fein punktiert auch in der vorderen Hälfte und ohne preme­ diane Verflachung, die apikale Seitenrandecke spitziger. — Rot­ braun, durchwegs grau tomentiert, feiner auf den Schienen. Tarsen und Fühlergliedern (mit Ausnahme des ersten). Länge 6 mm, Breite 1½ mm. Typ von Deutsch Neu­Guinea: Mts. Cyclops, Sabron, 300 m im Britischen Museum. 341. Sybra fuscoapicalis. Der s t i g m a t i c a Pasc , nahe stehend, aber : Grösser, das dritte Fühlerglied kaum kürzer als das vierte, Stirn e twas breiter, Halsschild weniger dicht, gröber punktiert, Flügeldecken apikal­ wär ts e twas weniger eingezogen, im basalen Drittel e twas gröber punktiert, in ganzer Ausdehnung mit unregelmässigen dunkelbrau­ nen und weisslichgelben Längsbinden bedeckt, überdies auf jeder Decke eine langgestreckte dunkelbraune preapikale Makel an der Naht, die stark hervortri t t , das apikale Ende der Fühlerglieder vom vierten ab, dunkelbraun. Länge 8 mm, Breite 2 mm. Tvp von Neu­Guinea: Kokoda, 400 m im Britischen Museum. 342. Sybra preapicemaculata. Der p r a e u s t a Pasc , sehr nahe stehend, aber : Die unteren Augenloben um die Hälfte länger als die Wangen, die ganze Ober­ seite noch viel feiner punktiert, die Flügeldecken apikalwärts stär­ ker verengt , apikal schmäler abgestutzt, ihr apikales Drittel heller tomentiert (hell strohgelb), die preapikale schwarze Makel sitzt auf der Scheibe und erreicht nicht den Seitenrand. Typ von N e u ­ Guinea: Manus im Imperial Bureau of Entomology. 343. Sybra laevepunctata. Der s t i g m a t i c a Pasc , nahe stehend, aber : Die unteren Au­ genloben um die Hälfte länger als die Wangen, die ganze Oberseite äusserst fein punktiert, der Halsschild mit einer breiten premedia­ nen und postmedianen Querdepression versehen, die Flügeldecken etwas kürzer, ihre apikale Seitenrandecke in einen spitz­dreiecki­ gen Lappen ausgezogen. — Rotbraun, gelbbraun tomentiert, die Decken mit kleinen vagen, weisslichen Flecken übersät, besonders nahe der Naht und in Form einer premedianen Querbinde. die von der Naht auf die Scheibe sehr schief aufsteigt. Länge 7 mm. Breite 2 mm. T y p von Australien im Britischen Museum. 344. Sybra laterialba. Der s t i g m a t i c a Pasc , nahe stehend, aber : Die Fühler kaum so lang als der Körper, die unteren Augenloben e twas länger als die , Wangen, die Punkte der Decken weniger regelmässig gereiht. Flü­ geldecken ohne weissliche Zeichnungen ausser einer ziemlich gros­ sen, gestreckten, allerdings unscharf ausgebildeten solchen Seiten­ randmakel hinter der Mitte. Länge 6% mm, Breite 2¾ mm. Typ von Queensland: Capricorn Island, Heron Isl. im Britischen Museum. ' 250 Festschrift für Prof. Dr. E m b r i k S t r a n d . Vol. V (1938) 345. Sybra unicolor. Der s t i g m a t i c a Pasc , nahe stehend, abe r : Gestalt ge­ streckter , Fühler etwas kräftiger, so lang als der Körper, das erste Glied e twas dicker, schütter, sehr fein punktiert, das dritte viel kürzer als das vierte, die unteren Augenloben um die Hälfte länger als die Wangen, Halsschild mit breiter premedianen und postme­ dianen Querdepression, so dass der mittlere Teil als eine Art Querwulst hervortrit t , die Decken länger, apikal schiefer abgestutzt , feiner punktiert, auf jeder Decke eine sehr feine Längskante unwei t der Naht in ihrem mittleren Teil. Rotbraun, braungelb tomentiert , diese Tomentierung sehr fein auf den Fühlern, eher weisslich an der Basis des neunten bis elften Gliedes. Länge 6У2 mm, Breite lV2mm. Typ von N. S. Wales : Richmond River im Britischen Museum. 346. Sybra parva. Der s t i g m a t i c a Pasc , nahe stehend, abe r : Kleiner, Fühler so lang als der Körper, die unteren Augenloben zweieinhalb mal so lang als die Wangen, Stirn breiter , kaum trapezförmig, Kopf und Halsschild sehr fein punktiert, letzterer mit breiter premedianer und postmedianer Querdepression, Flügeldecken weniger lang, feiner punktiert. — Rötlich, strohgelb tomentiert, der mittlere Teil des Halsschildes dunkler, auf den Decken eine dreieckige, braune, ge­ meinsame Nahtmakel hinter dem Schildchen, überdies auf jeder Decke eine solche Seitenrandmakel hinter der Schulter und einige kleine braune Flecken an der Naht in der rückwärt igen Hälfte. Länge 4 mm, Breite 1 mm. Typ von Queensland: Yarrabah im Mu­ seum von Stockholm. 347. Sybra neopomeriana. Der s t i g m a t i c a Pasc , nahe stehend, aber : Grösser und ge­ streckter , die unteren Augenloben zweieinhalbmal so lang als die Wangen, Stirn breiter als hoch, leicht trapezförmig, Kopf und Halsschild dicht, ziemlich fein punktiert. Dunkelbraun, durchwegs olivbraun tomentiert, auf jeder Decke einige sehr kleine, vage , weissliche Flecken, von denen 3 deutlicher hervor t re ten (eine auf der Scheibenmitte am Ende des basalen Viertels, eine zweite schief davor , etwas der Naht genähert, und eine dritte knapp hinter der Mitte, etwas dem Seitenrand zu genähert). Länge 7—10 mm, Breite 2—2½ mm. Typ von Neu­Pommern: Море im Museum von Dresden. 348. Sybra regalis. Langgestreckt, Fühler so lang als der Körper, das erste Glied . wenig dick, das dritte etwas kürzer als das vierte, die unteren Au­ genloben e twas länger als die Wangen, Stirn brei ter als hoch, t ra­ pezförmig, Kopf schütter, eher grob punktiert, Halsschild dicht, eher grob punktiert, ausser entlang einer schmalen Mittellängsbin­ de, Schildchen breit, trapezförmig, Flügeldecken an der Basis merklich breiter als der Halsschild, im apikalen Drittel stark ver ­ engt, die apikale Seitenrandecke in einen spitz dreieckigen Lappen Dr. B r e u n i n g : Novae species Cerambycidarum 251 ausgezogen, der basale Teil nahe -der Naht e twas niedergedrückt, sehr dicht, fein punktiert und mit einzelnen gröberen Punkten un- termischt, die Punkte gereiht, im apikalen Viertel erloschen, die Seiten der Brust fein punktiert. Schwarz, dunkelbraun tomentiert, jederseits der Halsschildscheibe eine schmale ockergelbe Längsbin- de, die Decken mit unregelmässigen ockergelben Längslinien im ba- salen Viertel bedeckt, entlang der Naht reichen dieselben aber bis zum apikalen Ende, überdies auf jeder Decke eine schmale ocker- gelbe Ouerbinde, die an der Naht etwas vor der Mite beginnt und sehr schief nach rückwär ts zum Seitenrand absteigt, nach dieser Binde eine Anzahl von ockergelben Längslinien bis zum Beginne des apikalen Viertels, Unterseite ockergelb tomentiert, Beine gelb- grau, Fühler braun tomentiert, gelblich an der Basis des sechsten bis zehnten Gliedes. Länge 13½ mm, Breite 4 mm. Typ von den Salomonen: Insel Guadalcanal im Imperial Bureau of Entomology. 349. Sybra pseudincana. Der i n c a n a Pasc , sehr nahe stehend, aber: Die unteren Au- genloben merklich länger als die Wangen, Halsschild kürzer, Flü- geldecken im basalen Viertel gröber punktiert, apikal stark abge- stutzt, die Seitenrandecke stärker vortretend und spitziger, der Seitenrand davor e twas konkav. Das ganze apikale Viertel der Decken braungelb bis ockergelb tomentiert, die preapikale schwar- ze Binde reicht bis zum Seitenrand, apikal dann noch eine vage, schwärzliche Makel. Typ von den Salomonen: Insel Guadalcanal im Imperial Bureau of Entomology. 350. Sybra ochreicoHis. Der s t i g m a t i c a Pasc , nahe stehend, aber: Grösser, Fühler um die Hälfte länger als der Körper, das erste Glied dicker, die un- teren Augenloben um die Hälfte länger als die Wangen , Stirn zer- streut, Halsschild dicht, sehr fein punktiert, Flügeldecken apikal schiefer abgestutzt , die Randecke noch mehr vortretend und spitzig. Schwarz , dunkelbraun, der Halsschild ockergelb tomentiert , Kopf zuweilen auch grösstenteils gelb, auf jeder Decke 2 kleine längliche, ockergelbe Flecken an der Basis, der Nahtteil der Decken im hinte- ren Drittel olivgelb tomentiert , Unterseite und Beine ockergelb to- mentiert, Beine und Fühler dunkelbraun. Länge 10½—13½ mm, Breite 2½—4 mm. Typ von den Salomonen: Bougainville im Mu- seum von Stockholm. 351. Sybra minima. Der s t i g m a t i c a Pasc , nahe stehend, aber: Kleiner, die un- teren Augenloben knapp dreimal so lang als die Wangen, Scheite! gröber punktiert, Halsschild viel weniger dicht und gröber, Flügel- decken im basalen Viertel ebenfalls gröber punktiert, die Decken mehr parallel, vor dem Ende plötzlich verengt, die apikale Seiten- randecke weniger vortretend, unterseits nur die Seiten des Meta- sternum wenig dicht, sehr fein punktiert. Dunkelbraun, Stirn, Sei- tenteile des Halsschildes, Unterseite und Beine braungrau, sonst die 2ō2 festschrift für Prof. Dr. E m b r i k S t r a n d . Vol. V (1938) Oberseite strohgelb tomentiert, untermischt auf den Decken von einigen vagen, sehr undeutlichen braunen Längsbinden: eine breite braune Längsbinde auf der Halsschildrnitte und der Mitte des Schildchens und eine solche grosse, viereckige, undeutlich ausge­ bildete, gemeinsame Nahtmakel auf den Decken hinter dem Schild­ chen. Länge 4½—5 mm, Breite 1—IV2 mm. Typ von den Salomo­ nen: Giro im Imperial Bureau of Entomology. Auch bis Neu-Pom- mern verbreitet . 352. Sybra striatopunctata. Der m i n i m a mihi nahe stehend, aber : Viel grösser, die unte­ ren Augenloben zweimal so lang als die Wangen, die oberen Loben untereinander weiter entfernt, Stirn breiter, Halsschild dichter punktiert, Flügeldecken apikal schiefer abgestutzt , im basalen Vier­ tel e twas weniger grob, auf den übrigen Teilen umgekehr t e twas gröber punktiert, die Punkte sehr regelmässig gereiht, alle Inter­ valle deutlich erhaben in Form feiner Längskanten, die Seiten des Mesosternum ebenfalls fein punktiert. — Dunkelbraun, gelbgrau to­ mentiert, von den Punkten jedoch unterbrochen, e twas heller im apikalen Drittel der Decken, vor dieser helleren Zone eine undeut­ liche e twas dünklere Ouerbinde, auch auf den Halsschildseiten ist die Tomentierung vielfach e twas heller. Die Sterna, Hüften und Trochanter oft dicht mit abstehenden Haaren besetzt , Fühler braun tomentiert, die Basis der Glieder vom fünften ab weisslichgrau. Länge 7—11 mm, Breite 2%—3V2 mm. Typ von den Salomonen: Insel Fauro im Britischen Museum. 353. Sybra striatipennis. Der s t r i a t o p u n c t a t a mihi sehr nahe stehend, abe r : Hals­ schild und Flügeldecken gröber punktiert, die Flügeldeckeninter­ valle noch höher, die apikale Seitenrandecke de r Flügeldecken in einen kurzen spitzigen Lappen ausgezogen, auf jeder Decke eine ockergelbe postmediane Seitenrandmakel. Typ von den Salomonen: Giro im Imperial Bureau of Entomology. 354. Sybra maculithorax. Der s t r i a t o p u n c t a t a mihi sehr nahe stehend, abe r : Der Halsschild e twas weniger dicht punktiert und mit einem kurzen, glatten Längswulst in der Mitte besetzt, die Flügeldecken weniger schief abgestutzt, die Intervalle noch e twas höher, von wechselnder Breite. Jederseits der Halsschildscheibe in der rückwärt igen Hälfte eine grosse weissliche oder gelbliche, scharf ausgebildete Makel, hinter der Mitte der Flügeldecken eine helle Querbinde, zuweilen auch eine helle gestreckte Makel vor der Mitte nahe dem Seiten­ rand und eine oder 2 solche kleine an der Basis. Länge 8 ½ mm Breite 2 ½ mm. Typ von den Salomonen: Vella Lavella im Imperial Bureau of Fntomology. 355. Sybra varians. Der f u s c o l a t e r a l i s mihi sehr nahe stehend, abe r : Die Fühler e twas kürzer als der Körper, das erste Glied dicker, die Dr. В r e u n i n g: Novae species Cerambycidarum 253 Fühlerhöcker etwas höher, die ganze Oberseite fein, aber viel deut­ licher punktiert, Halsschild ohne mittlere braune Binde, die braune Seitenrandmakel der Decken regelmässiger, Fühler braun tomen­ tiert, das zweite Glied, das basale Drittel des dritten und vierten und das zehnte und elfte durchwegs hellgelb tomentiert. Länge 5 ½ mm, Breite 1¾ mm. Typ von den Salomonen: Insel Guadalcanal im Imperial Bureau of Entomology. 356. Sybra suturemaculata. Der s t i g m a t i c a Pasc , nahe stehend, aber: Grösser, Fühler kaum länger als der Körper, das erste Glied dicker, die unteren Au­ genloben fast dreimal so lang als die Wangen, Stirn breiter, leicht trapezförmig, Halsschild sehr dicht punktiert, Flügeldecken apikal­ wär t s e twas weniger verengt , die Seiten der Sterna gröbef punk­ tiert. — Rotbraun, hellgrau tomentiert, Stirn und Wangen grössten­ teils ockergelb, die Seiten des Halsschildes ockergelb marmoriert, Schildchen ockergelb ausser an den Seiten, die Flügeldecken braun marmoriert , im basalen Fünftel dicht ockergelb gefleckt, im übrigen schütter, mit sehr kleinen weisslichen Flecken übersät , vor dem apikalen Ende eine grosse weisslichgelbe, dreieckige Makel, die an ihrem Hinterrand beiderseits bis zum Seitenrand reicht, die Seiten der Brust und der Abdominalsegmente grösstenteils ockergelb to­ mentiert, die Fühlergiieder vom dritten ab braun tomentiert und an der Basis hellgrau geringelt. Länge 9½—12½ mm, Breite 2¾—4 mm. Typ von den Fidji­Inseln: Gigatoka im Imperial Bureau of En­ tomology. 357. Sybra uniformis. Der s t i g m a t i c a Pasc , nahe stehend, aber : Grösser, die Fühler e twas kürzer (cf) oder viel kürzer (?) als der Körper, die unteren Augenloben mehr als zweimal so lang als die Wangen, Stirn breiter, sehr leicht trapezförmig, Flügeldecken breiter, apikal ausgeschnitten, die Seitenrandecke in einen ziemlich langen, spitzen Dorn ausgezogen. — Rotbraun, durchwegs einfarbig strohgelb to­ mentiert. Länge 10—11 mm, Breite 3—3½ mm. Typ i 9 von den Fidji­Inseln: Ovalau im Britischen Museum. 358: Sybra grisea. Der i n c a n a Pasc , nahe stehend, aber : Fühler kaum so lang als der Körper, die unteren Augenloben kaum um die Hälfte länger als die Wangen, Stirn breiter als hoch, so wie der Halsschild, viel gröber punktiert. — Rötlich, durchwegs hell graugelb tomentiert, diese Färbung allerdings eher Längsbinden auf den Decken bildend, da sie durch die Punktreihen unterbrochen ist. Länge 6—7 mm, Breite 1%—2 mm. Typ von den Fidji­Inseln im Britischen Museum. 359. Sybra similis. Der s u t u r e m a c u l a t a mihi sehr nahe stehend, aber : Kopf und Halsschild gröber punktiert, die Flügeldecken weniger schief abgestutzt, die apikale Seitenrandecke nicht spitzig. Tomentierung eher braungrau, die Flügeldecken mit kleinen gelblichen Flecken 264 Festschrift für Prof. Dr E m b r i k S t r a n d . Vol. V (1938) übersät , die preapikale Makel ebenfalls gelblich, sie erreicht den Seitenrand. Typ i cf von den Fidji­Inseln: Taveuni , Waiyevo im Imperial Bureaiu of Entomology. 360. Sybra fuscolateralis. Der s t i g m a t i c a Pasc , nahe stehend, aber : Die Fühler et­ w a s (cf) oder viel (?) kürzer als der Körper, das dritte Glied so lang als das vierte, die unteren Augenloben e twas länger als die Wangen, die Stirn viel breiter, Flügeldecken feiner punktiert, die apikale Seitenrandecke in einen dreieckigen Lappen ausgezogen, die Seiten der Brust kräftig punktiert. Rötlich, strohgelb tomentiert , eher braun auf dem Kopf, den Seitenteilen des Halsschildes und der Brust, auf jeder Decke eine dunkelbraune Längsbinde am Seiten­ rand, die von der Basis bis zum Beginne des apikalen Drittels reicht und in ihrer hinteren Hälfte bis über die Scheibenmitte sich verbrei ter t , zuweilen noch eine schmale, dunkelbraune, praeapikale Makel an der Naht, der mittlere Teil der Schenkel braun, die api­ kale Hälfte der Fühlerglieder vom vierten ab dunkelbraun. Länge 5 ½ mm, Breite 1½ mm. Typ i cf von den Neu­Hebriden: Erroman­ ga im Britischen Museum. Auch über die Fidji­Inseln verbrei te t . 361. Sybra persimilis. Der f u s c o l a t e r a l i s mihi sehr nahe stehend, abe r : Die Augen sehr stark ausgeschnitten, die unteren Augenloben zweimal so lang als die Wangen, Halsschild viel weniger dicht, gröber punk­ tiert, die Decken' apikal schief abgestutzt. Halsschild oft ohne dünk­ lere Mittelbinde, die dunkle Seitenrandbinde der Decken weniger gegen die Naht zu verbreitert . Länge 3—5 mm, Breite 1—1% mm. T y p von den Fidji­Inseln im Britischen Museum. 362. Sybra hebridarum. Der f u s c o l a t e r a l i s mihi nahe stehend, abe r : Gestalt et­ w a s kürzer und breiter, die unteren Augenloben um die Hälfte län­ ger als die Wangen, die Stirn dichter, der Halsschild viel weniger fein punktiert, die Decken breiter, apikalwärts weniger eingezogen, apikal schief abgestutzt. — Dunkelbraun, gelbbraun tomentiert , kei­ ne braune Binde auf dem Halsschild oder dem Deckensei tenrand, auf den Flügeldecken eine schwarzbraune, runde, ziemlich grosse preapikale, gemeinsame Nahtmakel, die vorn von einer wetsslichen Ouerbinde begrenzt wird, das apikale Ende der Fühlerglieder vom vierten ab dunkelbraun. Länge 5 mm, Breite 1Уз mm. T y p von den Neu­Hebriden: Santo im Britischen Museum. 363. Sybra patruoides. Der p a t r u a Pasc, sehr nahe stehend, aber : Die unteren Au­ genloben weniger als zweimal so lang als die Wangen, Halsschild viel weniger dicht punktiert. Halsschild ohne helle Flecken. Länge 9 ½ mm, Breite 2 ¾ mm. Typ i ? von der Insel Timor im Britischen Museum. Auch über die Insel Toekan Besi verbreitert . Dr. В r e u n i n g: Novae species Cerambycidarum 255 364. Sybra murina. Der p a t r u o i d e s mihi sehr nahe stehend, abe r : Gestalt et­ was schmäler, die unteren Augenloben nur etwas länger als die Wangen, Halsschild schütter punktiert, Flügeldecken nur mit vagen, weisslichen Flecken (aber ohne solche scharf abgegrenzte). T y p von der Wet te r ­ Insel im Museum von Stockholm. 365. Sybra apicevittata. Der M о о r e i Gah. (irrtümlich als Oopsis beschrieben und als solche im Katalog von Junk angeführt) nahe stehend, aber : Ge­ streckter , Stirn breiter, Kopf und Halsschild dichter, sehr fein punktiert, die Decken länger, mehr parallelseitig, erst knapp vor dem apikalen Ende eingezogen, feiner punktiert, ohne kleine, weis ­ se Makeln, aber mit einer schmalen, weissen, preapikalen Ouerbin­ de besetzt, die gegen den Seitenrand etwas absteigt. Länge 7 mm, Breite 1% mm. Typ von Timorlaut: Larat im Britischen Museum. 366. Sybra pulla. Der s t i g m a t i c a Pasc, sehr nahe stehend, aber : Gestalt viel weniger gestreckt, die unteren Augenloben e twas länger als die Wangen, die Flügeldecken kürzer, apikalwärts eher verengt , die Intervalle in der seitlichen Hälfte etwas erhaben, die Decken ohne längliche, weissliche Makeln in ihrer rückwärt igen Hälfte. Länge 4 ½ mm, Breite 1¼ mm. Typ von S. East Borneo im Briti­ schen Museum. Auch über die Philippinen verbreitet. 367. Sybra nigromarmorata. Der s t i g m a t i c a Pasc , nahe stehend, aber : Das erste Füh­ lerglied dicker, die unteren Augenloben nur etwas länger als die Wangen, Halsschild schütter, ziemlich grob punktiert, jederseits der Scheibenmitte eine stumpfe, undeutliche Beule, die Decken w e ­ niger schief abgestutzt, die apikale Seitenrandecke weniger vor t re ­ tend. — Dunkelbraun, hellrotbraun tomentiert , jederseits der Hals­ schildmitte 2 ziemlich grosse, schwärzliche Flecken (einer am Vor­ derrand, einer in der Mitte), die Decken schwarz marmorier t und auf jeder eine grosse schwarze Seitenrandmakel hinter der Schulter (stellenweise durch die Grundfarbe unterbrochen), die Schenkel breit schwarz geringelt vor der Mitte, das apikale Ende der Schie­ nen und der Fühlerglieder vom dritten ab schwärzlich. Länge 5 ½ mm, Breite 1½ mm. T y p von Borneo: Kuching im Britischen Museum. 368. Sybra fuscofasciata. Der s t i g m a t i c a Pasc , nahe stehend, aber : Gestalt weniger gestreckt , die unteren Augenloben so lang als die Wangen, Kopf und Halsschild sehr dicht, sehr fein punktiert, die Decken weniger lang, die apikale Seitenrandecke weniger vortretend, die Punkte weniger gereiht. — Rot, strohgelb tomentiert, jederseits der Hals­ schildmitte eine schmale rotbraune Längsbinde, auf jeder Decke eine breite dunkelrotbraune Binde am Seitenrand, die an der Basis beginnt und allmählich bis zur Mitte der Scheibe (am Beginne des 256 Festschrift für Prof. Dr. E m b r i k S t r a n d . Vol. V (1938) apikalen Drittels) ansteigt. Länge 5 mm, Breite 1½ mm. T y p von Borneo: Matang im Museum von Sarawak. 369. Sybra borneotica. Der s t i g m a t i c a Pasc, nahe stehend, abe r : Fühler viel kür- zer als der Körper, die unteren Augenloben um die Hälfte länger als die Wangen, Kopf und Halsschild schütterer, gröber punktiert , die Intervalle deutlich erhaben auch bis zur Naht, die apikale Sei- tenrandecke weniger vortretend. Rotbraun, braun tomentiert , die Decken mit sehr kleinen, runden, weissen Flecken besetzt . Länge 7 mm, Breite 2 mm. Typ von Borneo: Mt. Kinabalu im Britischen Museum. 370. Sybra pseudalternans. Der f u s c o b i p l a g i a t a mihi sehr nahe stehend, abe r : Die unteren Augenloben zweimal so lang als die Wangen, Stirn nicht punktiert, Halsschild viel schütterer punktiert. Die Tomentierung der Flügeldecken zwischen den ockergelben Längsbinden ist hell- gelb, keine mediane und preapikale dunkelbraune Makel, aber zu- weilen eine solche am Beginne des apikalen Drittels, die e twas dem Seitenrande genähert ist. Typ von Borneo im Britischen Museum. 371. Sybra nigrobivittata. Der f u s c o b i p l a g i a t a mihi nahe stehend, abe r : Das dritte Fühlerglied so lang als das vierte, die unteren Augenloben zweimal so lang als die Wangen, Kopf und Halsschild dichter, sehr fein punktiert, die Decken apikal weniger schief abgestutzt , die Seiten- randecke verrundet und weniger vortretend. — Rötlich, rotbraun tomentiert, eine kleine runde, dunkelbraune Makel jederseits der Halsschildmitte vor der Mittellinie, jederseits des Halsschildes eine schmale, weisse Längsbmde auf der Scheibe und eine solche auf seinen Seitenteilen, die Seiten der Scheibe in der rückwärt igen Hälfte weiss marmoriert, auf jeder Decke eine kleine schwarze Makel am Innenrand des Schulterhöckers, 2 kurze schwarze Längsbinden auf der Scheibe (eine postbasale und eine preapikale, der Teil der Scheibe zwischen diesen beiden Binden und der nach der zweiten Binde weiss marmoriert) und eine kurze weisse Längs- binde auf der Basismitte; Unterseite, Schenkel und Schienen (mit Ausnahme von deren apikalem Drittel) weiss marmorier t , eine sehr kleine weisse Makel jederseits am Hinterrand der Seiten des ersten bis vierten Abdominalsegmentes, die Basis der Fühlerglieder vom vierten ab weisslichgrau. Länge 11 mm, Breite 3 ½ mm. Typ von E. Borneo: Sanga-Sanga im Britischen Museum. 372. Sybra laetula. Der s t i g m a t i c a Pasc, nahe stehend, aber : Gest reckter und schmäler, die unteren Augenloben merklich länger als die Wangen, Kopf und Halsschild sehr dicht, fein punktiert, Halsschild mit breiter premedianer und postmedianer Querdepression versehen, die Punkte auf den Decken weniger regelmässig gereiht. — Dunkelbraun, die Dr. B r e u n i n g : Novae species Cerambycidarum 257 Decken, Beine, Fühler und Palpen hellrot, die Schenkel in der Mitte breit, braun geringelt, die Tomentierung durchwegs gelb, sehr fein auf den Decken mit Ausnahme deren sechsten apikalen Teiles, auf den Decken eine breite dunkelbraune preapikale Querbinde, die in ihrem seitlichen Teil gelb marmorier t ist. Länge 6 mm, Breite IV2 mm. T y p von Borneo im Museum von Stockholm. 373. Sybra sarawakensis. Der u n i p u n c t a t a mihi nahe stehend, aber : Das dritte Fühler­ glied etwas kürzer als das vierte, Kopf und Halsschild viel gröber punktiert, Halsschild breiter, auf jeder Decke einige kleine weiss­ lichgelbe Makeln (von denen 2 im mittleren Teil liegen, eine nahe der Naht, die andere nahe dem Seitenrand). Länge 4 ½ mm, Breite 1У2 mm. Typ von Borneo: Sarawak im Britischen Museum. 374. Sybra pallida. Der s t i g m a t i c a Pasc , nahe stehend, aber : Viel kürzer, das erste Fühlerglied dicker, die unteren Augenloben um die Hälfte länger als die Wangen, Kopf und Halsschild sehr, dicht, sehr fein punktiert, Flügeldecken weniger lang, gewölbter, im apikalen Vier­ tel plötzlich eingezogen, die Seitenrandecke weniger vortretend, die Seiten der Brust sehr dicht, sehr fein punktiert. Rotbraun, stroh­ gelb tomentiert, stellenweise mit braun auf den Decken untermischt, auf jeder Decke eine kleine langovale weissliche Makel in der Mit­ te, die etwas dem Seitenrande genähert ist. Länge 5 mm, Breite 1 ½ mm. Typ von den Philippinen im Britischen Museum. 375. Sybra griseola. Der p a l l i d a mihi nahe stehend, aber: Etwas schmäler, Flü­ geldecken apikal schmal ausgeschnitten, die Seitenrandecke in ei­ nen dreieckigen Lappen ausgezogen. — Rotbraun, fein hellgrau to­ mentiert, der Vorderrand des Halsschildes und der Decken gelblich, die Flügeldecken braun marmorier t und mit einer breiten, braunen Querbinde etwas vor der Mitte besetzt. Länge ЗУ2 mm, Breite 1 mm. Typ von den Philippinen: Insel Mindanao, Pt. Bango im Mu­ seum von Stockholm. 376. Sybra bipartite. Der s t i g m a t i с a Pasc , nahe stehend, aber : Gestalt noch schmäler, das erste Fühlerglied dicker, die unteren Augenloben so lang als die Wangen, der Halsschild fast so lang als breit, äusserst dicht, sehr fein punktiert, die Flügeldecken feiner punktiert. Dun­ kelbraun, fein olivbraun tomentiert, die apikale Hälfte jeder Decke ausser des Teiles entlang der Naht strohgelb tomentiert. Typ von den Philippinen: Insel Luzon: Mt. Banahao im Museum von Stock­ holm. 377. Sybra ochreosignata. Der s t i g m a t i c a P a s c , nahe stehend, aber : Gestalt noch ge­ streckter, Fühler so laug als der Körper, die unteren Augenloben um die Hälfte länger als die Wangen, Halsschild e twas kräftiger punktiert. — Rötlich, dunkelbraun tomentiert, jederseits der Hals­ Festschrift für Prof. Dr. E m b r i k S t r a n d . Vol. V (1938) 17 258 Festschrift für Prof. Dr. E m b r i k S t r a n d . Vol. V (1938) schildscheibe eine schmale ockergelbe Längsbinde, die Decken in der apikalen Nahthäifte ockergelb tomentiert (diese Färbung schief bis gegen die Schultern heransteigend) und jede mit einer sehr klei­ nen, runden, hellgelben Scheibenmakel in der Mitte besetzt (e twas dem Seitenrande genähert). Länge 6V2 mm, Breite 1% mm. Typ von den Philippinen: Insel Luzon, Mt. Banahao im Museum von Stockholm. 378. Sybra ochreosparsa. Der o c h r e o s i g n a t a mihi sehr nahe stehend, abe r : Die Flügeldecken breiter, apikal weniger schief abgestutzt , ohne die kleine helle Mittelmakel, die ockergelbe Tomentierung überschrei tet nach vorn zu nicht die Mittellinie. Länge 6У2 mm, Breite 1% mm. Typ von den Philippinen: Insel Luzon, Innugan im Museum von Stockholm. 379. Sybra guttula. Der p a l l i d a mihi nahe stehend, aber : Halsschild e twas grö­ ber punktiert, das dritte Fühlerglied viel kürzer als das vierte, die Decken apikal schiefer abgestutzt, die ganze Tomentierung e twas dunkler, die Decken mit kleinen unscharfen, weisslichen, langova­ len Flecken in ganzer Ausdehnung übersät. Länge ЗУ2 mm, Breite 1 mm. Typ von den Philippinen: Insel Mindanao, Mammugan im Museum von Stockholm. 380. Sybra medioiasciata. Der u n i p u n c t a t a mihi nahe stehend, abe r : Das dritte Füh­ lerglied merklich kürzer als das vierte, Halsschild s tä rker quer, die Decken sehr fein punktiert. — Rötlich, strohgelb tomentiert , auf den Decken eine breite, braune, gemeinsame Nahtmakel hinter dem Schildchen und eine ebensolche mittlere Querbinde, die gegen den Seitenrand zu verbreitert ist, besonders an ihrem Vorderrand, so dass sie daselbst zweimal so breit ist als an der Naht. Länge ЗУ2 mm, Breite 1 mm. Typ von den Philippinen: Insel Mindanao: Pt . Pango im Museum von Stockholm. 381. Sybra obliquevittata. Der s t i g m a t i c a Pasc , nahe stehend, aber : Grösser und viel breiter, Fühler etwas kürzer als der Körper, die unteren Augen­ loben um die Hälfte länger als die Wangen, Stirn breiter, Hals­ schild sehr fein punktiert, seine Seiten stark gerundet, Flügeldecken breiter, in der Mitte leicht verbreitert , zum Ende weniger eingezo­ gen, apikal breiter, schief abgestutzt, die Seitenrandecke weniger vortretend, die Schenkel kräftiger. — Dunkelbraun, braun tomen­ tiert, auf jeder Decke eine grosse, dunkler braune Seitenrandmakel , deren Vorderrand von der Schulter schief nach rückwär t s reicht und die hinter der Mitte bis zur Naht reicht (wo sie von einer oder 2 vagen, helleren Makeln begrenzt wird), apikalwärts aber sich un­ merklich verliert. Länge 9½—11½ mm, Breite 3½—4У2 mm. T y p von den Philippinen: Insel Mindanao, Davao im Britischen Museum. Dr. B r e u n i n g : Novae species Cerambycidarum 259 382. Sybra mindanaonis. Der o b l i q u e v i t t a t a mihi sehr nahe stehend, aber : Stirn kaum trapezförmig, das dritte Fühlerglied so lang als das vierte, Flügeldecken feiner punktiert, die apikale Seitenrandecke verrun­ det, die Decken ohne dünklere Seitenrandmakel, Halsschild und Decken ockergelb marmorier t und mit einigen kleinen, vagen, weisslichen Flecken im apikalen Drittel übersät, der basale Teil des drit ten bis fünften Fühlergliedes hellgrau. Länge 7 ½ mm, Breite 2 % mm. T y p von den Philippinen: Insel Mindanao, Davao im Britischen Museum. 383. Sybra sexguttata. Der s t i g m a t i c a Pasc , nahe stehend, aber: Grösser, die un­ teren Augenloben kaum um die Hälfte länger als die Wangen, Kopf und Halsschild sehr dicht, sehr fein punktiert, Halsschild länger, die Flügeldecken apikalwärts weniger verengt, die Intervalle der Punktreihen e twas höher. Dunkelbraun, braun tomentiert, der Hals­ schild und die Seiten der Brust und der Abdominalsegmente vag ockergelb gefleckt, besonders eine jederseits der Halsschildscheibe in der rückwärtigen Hälfte, die Decken weisslich gesprenkelt, be­ sonders in Form einer preapikalen Querbinde, die sich gegen den Seitenrand zu stark verbrei ter t , auf jeder Decke eine ockergelbe Basalmakel unweit des Schildchens, eine sehr kleine, aber scharf ausgebildete, runde, weisse Makel auf der Scheibenmitte am Ende des basalen Drittels, eine zweite solche hinter der Mitte und eine dritte solche noch kleinere auswärts , neben der zweiten. Länge 11 mm, Breite 3 mm. Typ von den Philippinen: Insel Mindanao, Davao im Britischen Museum. 384. Sybra albopunctata. Der s t i g m a t i c a Pasc , nahe stehend, aber : Kleiner, Fühler etwas kürzer als der Körper, das erste Glied dicker, die unteren Augenloben zweimal so lang als die Wangen, Stirn breiter, Kopf und Halsschild sehr dicht, weniger fein punktiert, die Decken api­ kalwärts weniger verengt, apikal leicht abgestutzt, die Seitenrand­ ecke verrundet . — Dunkelbraun, strohgelb mit braun untermischt tomentiert, die Decken sehr dicht mit kleinen weissen Flecken übersät, die in Längsreihen angeordnet sind, die Fühlerglieder basal vom vierten ab weisslich geringelt. Länge 4—5 mm. Breite Ws— 1У2 mm. Typ von den Philippinen: Insel Mindanao, D a v a o ' i m Britischen Museum.­ 385. Sybra bimaculata Der s t i g m a t i c a Pasc , nahe stehend, aber : Grösser, das erste Fühlerglied dicker, die unteren Augenloben um die Hälfte län­ ger als die Wangen, Stirn und Halsschild ziemlich dicht, grob punk­ tiert, die Flügeldecken dichter punktiert, die Punkte nicht gereiht, die Seiten der Brust ebenfalls gröber punktiert. — Dunkelbraun, fein grau tomentiert, jederseits der Scheitelmitte eine längliche ockergelbe Makel, jederseits der Halsschildscheibe eine schmale 260 Festschrift für Prof. Dr. E m b r i k S t r a n d . Vol. V (1938) ockergelbe Längsbinde, die den Vorderrand nicht erreicht, auf jeder Decke eine ziemlich grosse weissliche premediane Makel, die dem Seitenrand genähert ist und zwei Längsreihen sehr kleiner weisser Flecken dahinter (eine unweit des Seitenrandes, die andere unweit der Naht), eine längliche ockergelbe Makel auf den Seiten des P r o ­ sternum. Länge 11 mm, Breite 3 mm. Typ von den Philippinen: Insel Mindanao, Davao im Britischen Museum. 386. Sybra apicemaculata. Der s t i g m a t i c a Pasc , nahe stehend, abe r : Grösser , Füh­ ler merklich kürzer als der Körper, das erste Glied dicker, die un­ teren Augenloben so lang als die Wangen, Kopf und Halsschild et­ was kräftiger punktiert, die Decken apikalwärts weniger verengt , die Seitenrandecke verrundet. — Rotbraun, dunkel tomentiert , je­ derseits der Halsschildscheibe eine vage rötliche Längsbinde, auf jeder Decke eine kleine rotgelbe Makel in der Mitte der Basis und einige unregelmässige ockergelbe Flecke im apikalen Drittel der Naht genähert, Fühlerbasis vom vierten Glied ab gelblich tomen­ tiert. Länge 7 mm, Breite 2¼ mm. Typ von den Philippinen, In­ sel Mindanao, Davao im Britischen Museum. 387. Sybra latefasciata. Der s t i g m a t i c a Pasc , nahe stehend, abe r : Breiter, das erste Fühlerglied dicker, die unteren Augenloben e twas kürzer als die Wangen, Stirn breiter, Kopf und Halsschild e twas gröber punk­ tiert, Flügeldecken apikalwärts weniger eingezogen, die Seitenrand­ ecke nicht spitzig. — Rötlich, fein gelb tomentiert , auf jeder Decke eine breite weissliche Querbinde, die schief gegen die Naht ansteigt. Länge 5½ mm, Breite 2 mm. Typ von den Philippinen: Insel Min­ danao, Davao im Britischen Museum. 388. Sybra luzonica. Der s t i g m a t i c a Pasc , nahe stehend, aber : Grösser , die unteren Augenloben etwas länger als die Wangen, Halsschild sehr dicht, sehr fein punktiert, fast alle Intervalle der Flügeldecken et­ was erhaben. — Rot, braungelb tomentiert, Halsschild und Flügel­ decken vag schwarz marmoriert . Länge 11 mm, Breite ЗУз mm. Typ 1 cf von den Philippinen: Insel Luzon in der Sammlung Itzin­ ger. 389. Sybra phüippinensis. Der s t i g m a t i c a Pasc , nahe stehend, abe r : Die unteren Augenloben nur etwas länger als die Wangen, Stirn breiter, so wie der Halsschild etwas gröber punktiert. — Rotbraun, gelbbraun to­ mentiert, die Decken braun und hellgrau marmorier t , letztere auch ockergelb marmorier t an der Naht in der apikalen Hälfte, eine klei­ ne längliche, ockergelbe Makel in der Mitte der Basis jeder Decke. Länge 9 mm, Breite 2½ mm. Typ von den Philippinen: Insel Lu­ zon, Mt. Data im Museum von Stockholm. Dr. В г e u n i n g: Novae species Cerambycidarum 261 390. Sybra basilana. Der s t i g ma t i с a Pasc , nahe stehend, aber : Grösser, die unteren Augenloben dreimal so lang als die Wangen, Kopf kaum punktiert, Halsschildscheibe sehr schütter, sehr fein punktiert, die Seitenteile des Halsschildes dicht, ziemlich grob punktiert, die Punkte der Decken im apikalen Drittel erloschen, ihre apikale Sei­ tenrandecke in einen spitz dreieckigen Lappen ausgezogen, die Seiten des Metasternum schütter, grob punktiert. — Dunkelbraun, braun tomentiert, die Decken und das Abdomen dicht weiss ge­ sprenkelt, jederseits der Halsschildscheibe eine breite gelbe Längs­ binde, die an ihrem Innenrand von einer schmalen solchen schwar­ zen eingefasst wird, in der hinteren Hälfte eine gelbe Längslinie in der Mitte, auf jeder Decke eine kleine gelbe, längliche Basalmakel unweit des Schildchens und eine solche in der Mitte auf der Scheibe, eine längliche schwarze postbasale Makel auf der Scheibe, eine sol­ che am Aussenrand der mittleren gelben Makel, sie e twas nach vorn überragend, eine solche schiefe an ihrem Innenrand und Hin­ terrand (welch letztere sie nach rückwärts weit überragt) und eine solche langgestreckte preapikale auf der Scheibe. Länge 9 mm, Breite 2 ½ mm. Typ von der Insel Basilan in der Sammlung Pic . 391. Sybra flavoapicalis. Der s t i g m a t i c a Pasc , nahe stehend, aber : Die Fühler et­ w a s kürzer als der Körper, die unteren Augenloben um die Hälfte länger als die Wangen, Stirn breiter, Kopf und Halsschild schütterer punktiert. — Dunkelbraun, braungelb tomentiert, auf jeder Decke an der Naht eine hellgelbe, wenig scharf ausgebildete Makel ent­ lang dem apikalen Viertel. Länge 5 — 6 ½ mm, Breite 1У2—1¾ mm. T y p von den Philippinen: Insel Luzon, Tabuco im Museum von Stockholm. 392. Sybra indistineta. Der s t i g m a t i c a Pasc , nahe stehend, aber : Die Fühler et­ w a s kürzer als der Körper, die unteren Augenloben fast zweimal so lang als die Wangen, die Decken feiner punktiert, apikal schmal verrundet . — Rötlich, fein ockergelb tomentiert und vag rotbraun und hellgelb marmoriert . Länge 6 mm, Breite 1% mm. Typ von den Philippinen: Insel Luzon, Mt. Banahao im Museum von Stock­ holm. 393. Sybra pseudirrorata. Der i r r o r a t a Pasc , sehr nahe stehend, aber : Die Flügel­ decken breiter , gewölbter, von den Schultern ab mehr eingezogen, die apikale Seitenrandecke nicht in einen Dorn ausgezogen, ihr basaler Teil heller tomentiert und zwar bis zu einer Linie, die von der Schulter schief nach rückwär ts zur Naht reicht. Länge 9 mm, Breite 2 ¾ mm. Typ von den Philippinen: Insel Masbate , Aroroy im Museum von Stockholm. 394. Sybra ochreoguttata. Der s t i g m a t i c a Pasc , nahe stehend, aber : Gestreckter , das erste Fühlerglied dicker, die oberen Augenloben von einander 262 Festschrift für Prof. Dr. E m b r i к S t r a n d . Vol. V (193S) weiter entfernt, die unteren um die Hälfte länger als die Wangen, Stirn breiter, Kopf und Halsschild schütterer, gröber punktiert, die Decken apikalwärts weniger eingezogen, die Punkte weniger ge­ reiht. — Dunkelbraun, braun tomentiert, die Decken mit winzigen, weissen Flecken übersät, auf jeder eine runde ockergelbe, sehr deut­ liche Makel in der Mitte, dem Seitenrand e twas genähert . Länge 7У2 mm, Breite 2 mm. Typ von den Philippinen: Insel Luzon, La­ gūna im Museum von Hamburg. 395. Sybra altemata. Der s t i g m a t i c a Pasc , nahe stehend, aber : Grösser , das erste Fühlerglied dicker, die unteren Augenloben so lang als die Wangen, Stirn breiter, Flügeldecken feiner punktiert in der vor­ deren Hälfte, die apikale Seitenrandecke in einen dreieckigen Lap­ pen ausgezogen. — Dunkelbraun, hellbraun tomentiert , Kopf und Halsschild ockergelb marmoriert , jede Decke mit 4 hellgelben Längslinien (deutlicher in der hinteren Hälfte ausgebildet) besetzt , welche ihre ganze Ausdehnung in 5 gleiche Abschnitte teilen, die Naht und der Seitenrand ebenfalls heller tomentiert , ferner auf je­ der Decke eine viereckige weissliche premediane Makel unwei t des Seitenrandes und eine kleine solche schwarze an ihrem Hinterrand. Länge 9 mm, Breite 2 ½ mm. Typ von den Philippinen: Insel Min­ danao, Davao im Britischen Museum. 396. Sybra assimilis. Der b i g u 11 a t a Auriv. sehr nahe stehend, aber : Die unteren Augenloben mehr als zweimal so lang als die Wangen, die Flügel­ decken apikal schief abgestutzt, ihre Seitenrandecke deutlich, aber eher verrundet , die Punkte apikalwärts erloschen, die Intervalle e twas erhabener. — Die Decken — ausser der mittleren weissen Makel — mit kleineren aber deutlicheren weissen Flecken auch in der hinteren Hälfte übersät. Länge 10 mm, Breite 2% mm. T y p von den Philippinen: Insel Luzon, Mt. Banahao im Museum von Dresden. 397. Sybra stramentosa. Der b i g u t t a t a Auriv. nahe stehend, aber : Die unteren Au­ genloben merklich länger als die Wangen, Kopf dichter, Halsschild sehr dicht, äusserst fein, die Decken und die Seiten der Brust sehr fein punktiert. — Rötlich, durchweg dicht strohgelb tomentiert , die mittlere weisse Deckenmakel ist noch kleiner. Länge 8 mm, Breite 2 mm. Typ von den Philippinen: Insel Luzon, Koyapa, 2000 m im Museum von Hamburg. 398. Sybra flava. Der R o u y e r i Pic nahe stehend, aber : Kleiner, Kopf und Halsschild sehr dicht, äusserst fein punktiert, die Decken sehr fein punktiert. — Dunkelbraun, durchweg strohgelb tomentiert . Länge 7—8 mm, Breite 2 mm. Typ von den Philippinen: Insel Luzon, Baguio im Museum von Stockholm. Dr. В г e u n i n к: Novae species Cerambycidarum 263 399. Sybra affinis. Der R o u y e r i Pic nahe stehend, aber : Die unteren Augen­ loben nur etwas länger als die Wangen, die ganze Oberseite sehr fein punktiert, durchweg einfarbig strohgelb tomentiert. Länge 11 mm, Breite 3 mm. Typ von den Philippinen: Insel Luzon, Vi­ vac im Museum von Stockholm. 400. Sybra cana. Der i n c a n a Pasc , nahe stehend, aber : Kleiner, die unteren Augenloben zweimal so lang als die Wangen, Halsschild e twas w e ­ niger dicht punktiert, durchweg einfarbig dunkelgrau tomentiert. Länge 7—8 mm, Breite 2—2¼ mm. Typ von den Philippinen: Insel Masbate, Aroroy im Museum von Stockholm. 401. Sybra Iongula. Der s t i g m a t i c a Pasc, nahe stehend, aber : Gestreckter , mehr parallelseitig, Fühler etwas kürzer als der Körper, das erste Glied e twas dicker, die unteren Augenloben nur sehr wenig länger als die Wangen, Kopf und Halsschild sehr dicht, fein punktiert, Decken e twas dichter und gröber punktiert, die apikale Seitenrand­ ecke in einen dreieckigen Lappen ausgezogen. — Rotbraun, die Stirn, die basale Hälfte des ersten Fühlergliedes und die Unterseite gelbbraun tomentiert, die Wangen, Hinterkopf, der äusserste Vor­ der­ und Hinterrand des Halsschildes, je 2 längliche Flecken auf der Seite jedes Abdominalsegmentes, eine preapikale Makel am Aussenrand der Vorderschenkel, die Vorderschienen und das api­ kale Ende der Flügeldecken ziegelrot tomentiert, auf jeder Decke eine praeapikale schwarze Querbinde (vor der ziegelroten Tomen­ tierung) und vor derselben eine ebensolche gelbe, sonst die Ober­ seite sehr fein hellrotbraun tomentiert, Unterseite und Beine grau­ gelb tomentiert. eher rotbraun auf den 3 ersten Abdominalsegmen­ ten, Fühler rotbraun, gelblich an der Basis der Glieder vom sech­ sten ab. ­Länge 7 mm, Breite 1% mm. T y p von der Insel Mindoro im Britischen Museum. 402. Sybra loochooana. Der s t i g m a t i c a Pasc , nahe stehend, aber : Grösser, die unteren Augenloben etwas länger als die Wangen, Stirn breiter als hoch, rechteckig. — Dunkelbraun, durchweg strohgelb tomentiert, auf jeder Decke eine runde, braune postbasale Makel auf der Schei­ be, eine solche längliche in der Mitte, e twas dem Seitenrande ge­ nähert und eine schiefe auf der Scheibe am Beginne des apikalen Viertels, diese Makeln aber nicht mehr scharf ausgebildet. Länge 9—11 mm, Breite 2V2—3¼ mm. Typ vom Riu­Kiu Archipel; Loo­ choo im Britischen Museum. 403. Sybra flavomaculata. Der s t i g m a t i c a Pasc , nahe stehend, aber : Die unteren Augenloben etwas mehr als zweimal so lang als die Wangen, Hals­ schild e twas gröber punktiert, Flügeldecken in der vorderen Hälfte feiner punktiert, die Punkte nicht gereiht, die Decken weniger schief 264 Festschrift für Prof. Dr. E m b r i k S t r a n d . Vol. V (1938) apikal abgestutzt. — Rotbraun, fein gelblich tomentiert , dichter in Form einer premedianen und postmedianen Querbinde, die beide schief gegen den Seitenrand ansteigen, die Decken mit kleinen gel­ ben Flecken übersät, die in Längsreihen angeordnet sind. Länge 6 nun, Breite 1¾ mm. Typ von Japan: Kashiwagi im Britischen Museum. 404. Sybra marmorea. Der s t i g m a t i c a Pasc, nahe stehend, aber : Die Fühler et­ w a s dicker, etwas kürzer als der Körper, die unteren Augenloben zweimal so lang als die Wangen, der Hinterkopf schütterer punk­ tiert, der Haisschild etwas gröber punktiert, die Decken e twas kür­ zer, ihre apikale Seitendecke weniger vortretend. Die Decken va­ ger dunkelbraun und gelbbraun marmorier t und mit sehr kleinen hellgelben Flecken übersät, die Fühler einfarbig braun tomentiert. Länge 6 ½ mm, Breite 2 mm. Typ von China im Britischen Mu­ seum. 405. Sybra albomaculata. Der s t i g m a t i c a Pasc, nahe stehend, aber : Grösser , die Fühler e twas kräftiger, das erste Glied dicker, das dritte so lang als das vierte, die unteren Augenloben um die Hälfte länger als die Wangen, Stirn viel breiter, kaum trapezförmig, Kopf und Halsschild gröber punktiert, die Decken apikal breiter, schief abgestutzt , die Punkte e twas weniger regelmässig gereiht, die Intervalle gegen die Naht zu deutlich erhaben. — Rotbraun, gelbbraun tomentiert , der Kopf in grossem Ausmass und mehrere undeutliche Längsbinden je­ derseits des Halsschildes, ockergelb, auf jeder Decke 2 sehr kleine scharf ausgebildete weisse Makeln (eine premediane auf der Schei­ be, e twas dem Seitenrande genähert und eine zweite solche e twas hinter der Mitte) und eine dritte solche noch kleinere schief hinter der ersten, dem Seitenrande noch mehr genähert , Fühler einförmig braun tomentiert. Länge 8 mm, Breite 2 mm. Typ von N. China im Britischen Museum. 406. Sybra unipunctata. Der s t i g m a t i с a Pasc, nahe stehend, aber : Gestalt kürzer , das dritte Fühlerglied so lang als das vierte, die unteren Augenlo­ ben e twas kürzer als die Wangen, Stirn viel breiter, wenig dicht, fein, die Wangen schütterer, ziemlich grob, Hinterkopf und Hals­ schild dicht und und etwas gröber punktiert, die Decken viel kür­ zer, mehr oval, die Beine etwas kürzer und kräftiger. — Rotbraun, gelbbraun tomentiert, die Decken vag rotbraun und gelblich mar­ moriert, auf jeder Decke eine kleine hellgelbe postmediane Makel auf der Scheibe, etwas dem Seitenrande genähert . Länge 5 mm, Breite 1½ mm. Typ von China: Hongkong im Britischen Museum. 407. Sybra minutior. Der m i n u t a Pic nahe stehend, aber : Kleiner, Fühler e twas länger als der Körper, Halsschild und) Flügeldecken gröber punk­ tiert, die Decken apikal nur leicht abgestutzt, die Seitendecke ver­ Dr. В г е u n i п к: Novae species Cerambycidarum 265 rundet. — Auf der Halsschildmitte eine breite braune Längsbinde, auf den Decken eine breite ebensolche, dreieckige gemeinsame Nahtmakel hinter dem Schildchen, die beiderseits bis über die Scheitelmitte reicht, die mittlere Seitenrandmakel viel kleiner, nicht sich der Naht nähernd, apikalwärts kaum die Mittellinie überragend, die dunkle preapikale Makel liegt auf der Mitte der Scheibe. Län­ ge 3 ½ mm, Breite 1 mm. Typ von Malakka: Perak im Britischen Museum. 408. Sybra propinqua. Der s t i g m a t i c a Pasc, sehr nahe stehend, aber : Grösser, das erste Füh'erglied dicker, die unteren Augenloben zweimal so lang als die Wangen, Stirn viel breiter, Halsschild und Flügeldek­ ken e twas gröber nunktiert, auf ieder Decke eine Reihe grober Punkte im mittleren Teil, dem Seitenrand e twas genähert und von einer schwarzen Längslinie überdeckt, sowie 3 andere solche Rei­ hen vor der Mitte auf der Scheibe, diie ebenfalls schwarz tomen­ tiert sind, die apikale Seitenrandecke spitziger. — Alle Zeichnungen etwas deutlicher, Halsschild mit dunkelbraunen und hellgelben Bin­ den besetzt, die Decken mit kleinen, länglichen weisslichen Flecken auch in der vorderen Hälfte übersät, in der Basalmitte ieder Decke eine längliche, gelbe Makel und eine solche schwarze auf der Mitte der Scheibe am Beginn des apikalen Viertels. Länge 7 mm. Breite 2 mm. T y p von Malakka: Singapore im Britischen Museum. 409. Sybra fuscobiplagiata. Der a l t e r n a n s Wied, (im Kataloge von Junk irrigerweise bei Pterolophia Newm. eingereiht) sehr nahe stehend, aber : Etwas breiter, die apikale Seitenrandecke der Decken e twas mehr vor­ tretend und spitziger. — Auf jeder Decke ausser den Zeichnungen von alternans 2 langgestreckte dunkelbraune Makeln (eine in der Mitte, e twas dem Seitenrande genähert, die andere vor dem apika­ len Ende auf der Mitte der Scheibe), das basale Viertel der Decken und ihr Nahtteil ebenfalls mit undeutlichen braunen Flecken besetzt. Länge 10 mm, Breite 3 mm. Typ von Malakka: Penang im Briti­ schen Museum. Möglicherweise handelt es sich bloss um eine Mor­ pha der alternans Wied. 410. Sybra albovariegata. Der a n d a m a n i c a mihi nahe stehend, aber : Die Fühler merklich kürzer als der Körper, die unteren Augenloben fast zwei­ mal so lang als diie Wangen, jederseits des Halsschildes eine stum­ pfe Beule vor der Mitte, die Decken gröber punktiert, sehr grob im basalen Viertel, aber ohne einzelne gröbere Punkte , die apikale Seitenrandecke ist spitzig. — Rötlich, hellrotbraun tomentiert. eine breite Längsbinde auf der Halsschildmitte und eine solche undeut­ liche auf den Decken hinter dem Schildchen, die sich nach hinten allmählich verliert, die Decken weisslich gesprenkelt, besonders in ihrer rückwärt igen Hälfte, die äusserste Basis der Fühlerglieder 266 Festschrift für Prof. Dr. E m b r i k S t r a n d . Vol. V (1938) vom fünften ab weisslich tomentiert. Länge 12 mm, Breite ЗУ2 mm. T y p von Malakka: Penang im Britischen Museum. 411. Sybra leucostictica. Der s t i g m a t i c a Pasc , nahe stehend, abe r : Die Fühler kräftiger, etwas kürzer als der Körper, die unteren Augenloben zweimal so lang als die Wangen, die Decken feiner punktiert, die Punkte weniger regelmässig gereiht, die Decken weniger verengt gegen das apikale Ende. — Rotbraun, ebenfalls rotbraun tomentiert , die Decken ziemlich dicht mit kleinen, sehr scharf abgegrenzten, runden weissen Makeln übersät, die Basis der Fühlerglieder vom fünften ab weisslichgelb tomentiert. Länge 9 mm, Breite 2 % mm. Typ von Malacca: Kwala Lumpur im Imperial Bureau of Ento­ mology. 412. Sybra elongatissima. Der s t i g m a t i c a Pasc , nahe stehend, abe r : Grösser und viel gestreckter, die unteren Augenloben um die Hälfte länger als die Wangen, Stirn breiter, Kopf und Halsschild schütterer , gröber punktiert, Halsschild so lang als breit, cylindrisch, Flügeldecken länger, mehr parallel, ihre apikale Seitenrandecke in einen spitz­ dreieckigen Lappen ausgezogen, die Punkte sehr regelmässig ge­ reiht. — Dunkelbraun, einfarbig olivbraun tomentiert. Länge 9— 11 mm, Breite 2—2Уз mm. Typ von Malakka: Pahang im Imperial Bureau of Entomology. Auch über Jawa und Sumatra verbrei te t . 413. Sybra filiformis. Der s t i g m a t i c a Pasc , nahe stehend, abe r : Viel gestreck­ ter und schmäler, cylindrisch, die unteren Augenloben so lang als die Wangen, Halsschild so lang als breit, Kopf und Halsschild äus­ serst fein punktiert, Flügeldecken viel länger, sehr fein punktiert, die Punkte ziemlich regelmässig gereiht. — Rötlich, durchweg gelbgrau tomentiert, diese Tomentierung im apikalen Drittel der Decken Längslinien bildend. Länge 6 ½ mm, Breite 1Уз mm. Typ von J a w a : Soekaboemi in der Sammlung Pic. 414. Sybra javanica. Der p о s t i с а 1 i s Pasc . ( = brevelineata Pic — beide irriger­ weise als Ropica beschrieben) nahe stehend, aber : die unteren Au­ genloben merklich länger als die Wangen, die apikale Seitenrand­ ecke der Decken eher verrundet. — Dunkelbraun, gelbbraun tomen­ tiert, Halsschild braun marmoriert , die dunkle Deckenmakel deckt fast die beiden apikalen Drittel, überdies auf jeder Decke eine klei­ ne dunkelbraune, praeapikale Makel auf der Scheibe, die Fühler­ glieder vom vierten ab an der Basis hellgelb tomentiert. Länge 6— 7 mm, Breite 2Уз—2\'ъ mm. Typ von Jawa im Museum von Stock­ holm. 415. Sybra quadripunctata. Der p o s t i c a l i s Pasc , nahe stehend, aber : Schmäler , die unteren Augenloben um die Hälfte länger als die Wangen, die api­ kale Seitenrandecke der Decken eher verrundet , der Seitenrand da­ Dr. В r e u n i n к: Novae species Cerambycidarum 267 vor nicht konkav. — Rotbraun, einfarbig strohgelb tomentiert, auf jeder Decke 2 sehr kleine weisse Makeln (eine in der Mitte, der Naht angenähert und eine schief dahinter auf der Scheibe). Länge 6 mm, Breite 1% mm. Typ von Jawa im Museum von Stock­ holm. 416. Sybra marmorata . Der m i n u t a Pic nahe stehend, aber: Die unteren Augenlo­ ben merklich länger als die Wangen, Kopf und Halsschild weniger fein punktiert, der Seitenrand der Decken vor der apikalen Rand­ ecke nicht konkav, auf jeder Decke eine wenig hohe, kurze, post­ basale Längskante auf der Scheibe, die Punkte zwischen dieser und der Naht nicht gereiht. — Braun, gelbbraun tomentiert, die Decken dunkelbraun, strohgelb und weisslichgrau marmoriert , die Basis der Fühlerglieder vom fünften ab hellgrau tomentiert. Länge 6 ½ mm, Breite 1¾ mm. Typ von J a w a : Soekaboemi, 700 m im Mu­ seum von Stockholm. 417. Sybra Donckieri (Pic i. 1.). Der m i n u t a Pic nahe stehend, aber : Breiter , die unteren Augenloben merklich länger als die Wangen, die Augen s tärker ausgeschnitten, Halsschild breiter, weniger gewölbt, schütterer punktiert, die posthumerale Seitenrandmakel der Decken ist in brei­ terem Umfange mit der postmedianen vereint. Länge 6 mm. Breite 2 mm. T y p von Sumat ra : Palembang in der Sammlung Pic. 418. Sybra Benjamiņi. Der s t i g m a t i c a Pasc , nahe stehend, abe r : Viel kleiner, die Fühler e twas kürzer als der Körper, das erste Glied sehr fein punktiert, die unteren Augenloben e twas länger als die Wangen, die oberen Loben von einander weiter getrennt, Kopf und Hals­ schild dichter punktiert, die Decken kürzer, apikal sehr schmal, leicht ausgeschnitten, die Seitenrandecke in einen sehr kurzen, verrundeten Lappen ausgezogen, die Seiten der Brust sehr dicht punktiert. — Rötlich, strohgelb tomentiert, eine breite braune Längsbinde auf der Halsschildmitte ; die Decken mit einigen undeut­ lichen weisslichen Flecken besetzt, von denen 2 mehr hervortreten (eine in der Mitte, dem Seitenrande genähert und die andere hinter der Mitte der Scheibe) und eine solche längliche an der Basis un­ weit des Schildchens. Länge 4 mm, Breite VA mm. Typ von Ja­ w a im Britischen Museum. 419. Sybra iavana. Der B e n j a m i ņ i mihi sehr nahe stehend, abe r : Grösser, die unteren Augenloben merklich länger als die Wangen, Halsschild weniger dicht, e twas gröber, Flügeldecken in der vorderen Hälfte ebenfalls e twas gröber punktiert, apikal schief abgestutzt. — Die mittlere helle Deckenmakel ist e twas weiter vorn gelagert und wei ­ ter von der Naht entfernt, die postmediane ist dem Seitenrande et­ was mehr genähert. Länge 6 ½ mm, Breite 2¼ mm. Typ von Jawa im Britischen Museum. Festschrift für Prof. Dr. E m b r i k S t r a n d . Vol. V (1938) 420. Sybra fuscotriangularis. Der s t i g m a t i c a Pasc, nahe stehend, aber : Grösser , das erste Fühlerglied kürzer und dicker, die unteren Augenloben merk- lich (fast um die Hälfte) länger als die Wangen, Halsschild e twas gröber punktiert, die apikale Seitenrandecke der Decken verrun- det. — Jederseits der Mitte des Scheitels und des Halsschildes eine ziemlich breite braune Längsbinde, die Decken dichter mit längli- chen braunen Flecken in der hinteren Hälfte besetzt , ohne solche weisse, die braune Tomentierung der vorderen Hälfte reicht nur an der Naht bis zur Mittellinie und steigt dann auf jeder Decke scnief bis zur Schulter an, so dass sie eine dreieckige gemeinsame Naht- makel hinter dem Schildchen bildet. Länge 6 mm, Breite 2 mm. Typ 1 cf von J a w a : Silabintannah im Britischen Museum. 421. Sybra ambigua. Der i n c i v i I i s Pasc , nahe stehend, aber : Die unteren Au- genloben so lang als die Wangen, Halsschild und Decken e twas gröber punktiert, die Decken apikal schief abgestutzt , die Seiten- randecke vortretend, der Seitenrand davor e twas konkav. — Die Decken nur mit einigen sehr kleinen hellgelben Flecken besetzt , ohne weisse Flecken. Typ von J a w a im Britischen Museum. 422. Sybra pulvereoides. Der p u ' v e r e a Pasc , sehr nahe stehend, abe r : Kleiner, die unteren Augenloben zweieinhalbmal so lang als die Wangen , Stirn schütter punktiert, Scheitel nur an seinem Vorderrand, Halsschild weniger dicht punktiert, die kleinen weissen Flecken auf den Dek- ken weniger zahlreich. Länge 7½ mm, Breite 2 mm. T y p von Sumat ra : Medan im Museum von Stockholm. 423. Sybra humerosa. Der s t i g m a t i c a Pasc , nahe stehend, aber : Die unteren Augenloben merklich länger als die Wangen, Kopf und Halsschild viel gröber punktiert, Flügeldecken ebenfalls e twas gröber punk- tiert, besonders hinter den Schultern, auf jeder Decke e :n kurzer Wulst, der von der Schulterbeule schief zurück auf die Scheibe reicht, die Decken apikalwärts mehr verengt, schiefer abgestutzt , die Beine länger. — Rötlich, hellrotbraun tomentiert , die Decken mit dunkelbraun untermischt besonders seitlich hinter der Schulter, auf jeder Decke 3 sehr kleine hellgelbe Flecken (ein premedianer , der Naht genähert, ein solcher postmedianer und einer in der Mitte, dem Seitenrand genähert) . Länge 6 mm, Breite 1½ mm. Typ von Sumat ra : Singalang im Museum von Stockholm. 424. Sybra sumatrana. Der p s e u d o l i n e a t a mihi nahe stehend, aber : Die un- teren Augenloben weniger als um die Hälfte länger als die Wangen, Stirn breiter als hoch, wenig trapezförmig, Halsschild dichter punk- tiert, Flügeldecken apikal leicht abgestutzt, die apikale Seitenrand- ecke verrundet . — Die Decken ohne helle Flecken. Länge 10 mm, Breite 3 mm. Typ von Sumatra im Museum von Stockholm. Dr. В r e u n i n g: Novae species Cerambycidarum 269 425. Sybra nicobarica. Der s t i g m a t i c a Pasc, nahe stehend, aber : Grösser und breiter, die unteren Augenloben kaum dreimal so lang als die W a n ­ gen, Stirn schütter, Halsschild nicht punktiert ausser einiger feiner Punkte auf den Seiten, die Decken breiter, apikalwärts weniger verengt, die Punkte regelmässiger gereiht. — Rötlich, ockergelb bis braungelb tomentiert, Halsschild und Decken stellenweise kahl, die ockergelbe Färbung jederseits eine Längslinie auf dem Halsschild bildend, die Decken rotbraun marmoriert , die apikale Hälfte der Fühlerglieder nicht angedunkelt. Länge 8 mm, Breite 2 ½ mm. Typ von den Nikobaren im Britischen Museum. 426. Sybra andamanica. Der d e v o t a Pasc , nahe stehend, aber : Grösser, Fühler et­ was kürzer (9) oder um ein Viertel länger (cf) als der Körper, die unteren Augenloben e twas länger als die Wangen, Stirn und Hals­ schild weniger dicht, Flügeldecken sehr fein punktiert ausser einer Längsreihe grober Punkte auf der Scheibe in der Mitte (etwas dem Seitenrande genähert). — Die Tomentierung strohgelb, jederseits der Halsschildmitte eine ziemlich breite dunkelbraune Längsbinde auf jeder Decke eine ebensolche Längsbinde an der Basis neben dem Schildchen, eine schmale solche Längsbinde über der Reihe grober Punkte , eine weitere solche kürzere am Beginne des api­ kalen Viertels und eine vage braune Seitenrandmakel im basalen Viertel. Länge 11 mm, Breite 3 mm. Typ 1 9 von den Andama­ nen im Britischen Museum. 427. Sybra andamanensis. Der u n i p u n c t a t a mihi sehr nahe stehend, abe r : Das erste Fühlerglied dicker, Halsschild dichter, feiner punktiert, die apikale Seitenrandecke der Flügeldecken abgerundet. — Halsschild mit breiter mittlerer brauner Längsbinde, auf den Decken eine solche dreieckige Makel hinter dem Schildchen, ohne kleine helle postme­ diane Makel. Länge 6У2 mm, Breite 1¾ mm. Typ von den An­ damanen im Britischen Museum. 428. Sybra Strandi.15) Der s t i g m a t i c a Pasc , nahe stehend, aber : Das erste Füh­ lerglied dicker, die unteren Augenloben so lang als die Wangen, Kopf und Halsschild sehr dicht, fein punktiert, Halsschild mit brei­ ter premedianer und postmedjianer Querdepression versehen, so dass der mittlere Teil als eine Art Querwulst hervortr i t t , die Dek­ ken dichter, fein bis zum apikalen Ende punktiert, die Punkte w e ­ niger gereiht, die Decken in der Mtte leicht verbrei ter t , apikal schief abgestutzt , die Nahtecke nicht angedeutet, die Randecke in einen kurzen dreieckigen Lappen ausgezogen, der Seitenrand vor demselben e twas konkav, die Seiten der Brust sehr dicht, fein punktiert. — Rotbraun, olivbraun tomentiert, Halsschild und Flügel­ decken vag gelblich gesprenkelt. Länge 6У2—8 mm, Breite 2—2¼ mm. Typ von Britisch­Indien: Madura in der Sammlung Itzinger 270 Festschrift für Prof. Dr. E m b r i k S t r a n d . Vol. V (1938) 429. Sybra sikkimensis. Der a p o m e e y n o i d e s mihi nahe stehend, abe r : Die un­ teren Augenloben mehr als zweimal so lang als die Wangen , die Decken feiner punktiert, die kleinen postmedianen weissen Flecken auf den Decken sind etwas zahlreicher, die premedianen in Form eines Dreiecks angeordnet (bei apomeeynoides eine schief zum Sei­ tenrand ansteigende Linie bildend). Länge 6 ½ mm, Breite 2 mm. Typ von Sikkim im Museum von Stockholm. 430. Sybra terminata. Der s t i g m a t i c a Pasc , nahe stehend, aber : Grösser , das erste Fühlerglied dicker, die unteren Augenloben merklich länger als die Wangen, Kopf und Haisschild e twas kräftiger punktiert , auf der vorderen Deckenhälfte 3 Längsreihen sehr grober Punkte auf der Scheibe, die Decken breiter, apikalwärts weniger verengt , die Seitenrandecke in einen schmalen, am Ende abgerundeten Lappen ausgezogen. — Dunkelbraun, strohgelb tomentiert, der mittlere Teil der Halsschildscheibe dunkelbraun, die Decken mit länglicher schwarzen Flecken übersät, von denen eine preapikale am Seiten­ rand, diese Flecken im vorderen Nahtteil miteinander verfliessend. Länge 9 mm, Breite 2¾ mm. Typ von Britisch­Indien': Marghe­ rita im Museum von Dehra Dun. 431. Sybra elongatula (elongata Pasc. i. 1.). Der s t i g m a t i c a Pasc , nahe stehend, abe r : Die unteren Augenloben merklich länger als die Wangen, Kopf und Halsschild sehr dicht, sehr fein punktiert, Halsschild so lang als breit, seine Seiten sehr leicht verrundet, Decken sehr fein punktiert, die Punkte weniger regelmässig gereiht, apikalwärts weniger verengt , breiter schief abgestutzt , die Seitenrandecke stumpfer, weniger vor t re tend. — Rotbraun, gelbbraun­ockerfarben tomentiert, auf jeder Decke eine grosse aber vage weisslichgelbe Makel an der Naht am Be­ ginne des apikalen Viertels, die schief gegen die Scheibe absteigt, das apikale Ende der Fühlerglieder vom fünften ab dunkelbraun. Länge 6 ½ mm, Breite 1У2 mm. Typ von «D.» — wohl Darjeeling — im Britischen Museum. 432. Sybra pusilla. Der s t i g m a t i c a Pasc , nahe stehend, abe r : Fühler merk­ lich kürzer als der Körper, die unteren Augenloben kaum länger als die Wangen, Stirn breiter, Halsschild länger, Kopf und Halsschild sehr dicht, fein punktiert, die Decken weniger lang, im apikalen und basalen Drittel gröber punktiert, die apikale Seitenrandecke verrundet. — Rotbraun, strohgelb tomentiert, Halsschildscheibe grösstenteils rotbraun, auf den Decken eine sehr breite solche post­ basale Ouerbinde, die an der Naht sich bis zur Basis (an der Stelle des Schildchens) verbreitert , sowie nach rückwär t s bis zur Mitte, eine solche vage Seitenrandmakel in der Mitte und eine grosse drei­ eckige dunkelrotbraune Makel am Seitenrand vor dem apikalen Dr. B r e u n i n g : Novae species Cerambycidarum 271 Ende. Länge 5 mm, Breite 1У2 mm. Typ von Nord­Indien im Bri­ tischen Museum. 433. Sybra parvula. Der s t i g m a t i c a Pasc , nahe stehend, aber : Fühler so lang als der Körper, die unteren Augenloben um die Hälfte länger als die Wangen, Halsschild so lang als breit, sehr dicht, sehr fein punk­ tiert, die Decken etwas kürzer, in der premedianen Nahtpartie viel gröber punktiert, apikal weniger schief abgestutzt, die Seitenrand­ ecke nicht spitzig. — Rotbraun, strohgelb tomentiert, auf jeder Decke eine breite dunkelbraune preapikale Querbinde, die sich ent­ lang dem Seitenrand bis zur Seitenrandecke ersteckt. Länge 5 rnm, Breite IV2 mm. Typ von Nordindien im Britischen Museum. 434. Sybra spinosa. Der s t i g m a t i c a Pasc , nahe stehend, aber : Die unteren Au­ genloben etwas kürzer als die Wangen, das dritte Fühlerglied merklich kürzer als das vierte, die apikale Nahtecke der Decken nicht angedeutet, die Randecke in einen Lappen ausgezogen, der Seitenrand davor deutlich konkav. Auf jeder Decke eine vage dun­ kelbraune postbasale Makel nahe der Naht, eine grosse längliche solche hinter der Schulter, eine schmale solche Binde in der Mitte, die sehr schief gegen den Seitenrand (ohne ihn zu erreichen) herab­ steigt und eine langgestreckte solche Makel unweit der Naht im apikalen Drittel, zwischen diesen finden sich mehrere vage Veissli­ che Längsbinden. Länge 5—5½ mm, Breite 1 ½ mm. Typ von Bri­ tisch­Indien: Kodai Kanal im Britischen Muiseum. 435. Sybra bicristata. Der s t i g m a t i c a Pasc , nahe stehend, aber : Noch gestreck­ ter, Fühler kaum so lang als der Körper, das erste Glied dicker, die unteren Augenloben e twas kürzer als die Wangen, Stirn breiter, Kopf und Halsschild sehr dicht, sehr fein punktiert, Halsschild mit breiter premedianer und postmedianer Querdepression, so dass sein mittlerer Teils als eine Art Querwulst erscheint, Flügeldecken in der vorderen Hälfte gröber punktiert, die Punkte bis zum Ende deutlicher, die Intervalle auf der äusseren Hälfte e twas erhaben, auf jeder Decke eine kurze, massig erhabene postbasale Längscrista auf der Scheibe. — Rotbraun, strohgelb mit rotbraun und dunkelbraun untermischt tomentiert, eine vage breite braune Längsbinde auf der Halsschildmitte, auf den Decken eine vage dunkelbraune postbasale Querbinde und ebensolche vage Flecken, die von der Mitte der Naht schief zum Seitenrand absteigen und dann entlang dem Sei­ tenrand bis zum apikalen Ende reichen, der Nahtteil in der rück­ wärtigen Hälfte mit kleinen länglichen weisslichen Makeln übersät, das apikale Drittel der Schienen dunkelbraun, die apikale Hälfte der Fühlerglieder vom siebenten ab angedunkelt. Länge 4—6% mm, Breite 1—1% mm. Typ von Britisch Indien: Nilghiri Hills im Bri­ tischen Museum. 272 Festschrift für Prof. Dr. E m b r i k S t r a n d . Vol. V (1938) 436. Sybra basicristata. Der b i c r i s t a t a mihi sehr nahe stehend, abe r : Flügeldecken selbst in der basalen Hälfte sehr fein punktiert, vor dem apikalen Ende jäher verengt, die Seitenrandecke in einen kurzen Lappen aus­ gezogen, die diskale postbasale Crista ist höher und von dunkel­ braunen Haaren bedeckt, bald hinter der Schulter beginnt ein e twas erhabenes Intervall, das sich (ein wenig geschwungen) bis zum api­ kalen Lappen fortsetzt, Flügeldecken ohne kleine weissliche Flecke, das vierte bis sechste Fühlerglied apikal ebenfalls angedunkelt . Länge 5½ mm, Breite 1½ mm. Typ von Britisch Indien: Nilghiri Hills im Britischen Museum. 437. Sybra carinata. Der s t i g m a t i c a Pasc , nahe stehend, abe r : Kleiner, Fühler e twas kürzer als der Körper, das erste Glied dicker, dicht, fein punktiert, die unteren Augenloben e twas kürzer als die Wangen, Kopf und Halsschild sehr dicht, sehr fein punktiert, die Decken ge­ wölbter, die Punkte etwas gröber, sehr deutlich bis zum apikalen Ende, gegen die Naht zu e twas weniger regelmässig gereiht, die Intervalle teilweise als feine Längsrippen ausgebildet. — Rotbraun, durchwegs fein gelbbraun tomentiert. Länge 3½—4Уз mm, Breite 1—VA mm. Typ von Britisch Indien: Nilghiri Hills im Britischen Museum. 438» Sybra laterifusca. Der s t i g m a t i c a Pasc , nahe stehend, abe r : Gestalt kürzer, gewölbter, Fühler etwas kürzer als der Körper, das erste Glied dicker, die unteren Augenloben so lang als die Wangen , die oberen von einander weiter abstehend, Stirn viel breiter, Kopf und Hals­ schild sehr dicht, sehr fein punktiert, die Decken kürzer, gewölbter, oval, die Punkte gegen die Naht zu weniger gereiht, die Intervalle in der seitlichen Hälfte teilweise erhaben, die apikale Seitenrand­ ecke weniger vortretend. — Dunkelbraun, gelbbraun tomentiert, auf jeder Decke eine grosse dunkelbraune Seitenrandmakel, die am Rande von der Schulter bis zur Mitte reicht, und die sich an ihtem Hinterrand der Naht nähert, eine breite vage braune Längsbinde auf der Halsschildmitte, Fühler sehr fein gelblich tomentiert . Länge 5 mm, Breite V/з mm. Typ von Britisch Indien: Nilghiri Hills im Britischen Museum. 439. Sybra albisparsa. Der s t i g m a t i c a Pasc , nahe stehend, abe r : Grösser , die un­ teren Augenloben zweimal so lang als die Wangen , Stirn leicht trapezförmig, Flügeldecken e twas gröber punktiert, die Intervalle nicht erhaben, die apikale Nahtecke nicht angedeutet , die Randecke in einen spitzigen Lappen ausgezogen. — Dunkelbraun, olivbraun tomentiert, auf jeder Decke einige sehr kleine vage, weissliche Flecken, in Form einer Querlinie in der Mitte, die sehr schief zum Seitenrand absteigt und einer solchen postmedianen, zuweilen auch noch eine solche Makel nahe der Naht vor dem apikalen Ende. Dr. В r e u n i n g: Novae species Cerambycidarum 273 Länge 6—7 mm, Breite 1 ¾ — 2 mm. Typ von Ceylon: Bogawanta­ lawa, 1600—1700 m im Britischen Museum. 440. Sybra pseudosignata (signata Qah. i. 1.). Der s t i g m a t i c a Pasc , nahe stehend, aber : Grösser, das erste Glied dicker, das dritte viel kürzer als das vierte, die oberen Augenloben einander weniger genähert, die unteren e twas länger als die Wangen, Kopf und Halsschild äusserst fein punktiert, die Decken sehr fein punktiert, die apikale Nahtecke nicht angedeutet, die Randecke in einen spitzigen Lappen ausgezogen. — Rotbraun, gelbbraun tomentiert, eine vage schmale, schwärzliche Längsbinde auf der Scheitelmitte, eine breite selche auf der Halsschildmitte, auf den Decken eine breite schwärzliche postbasale Ouerbinde, deren Yorderrand scharf abgegrenzt ist, während sich ihr Hinterrand all­ mählich verliert und die am Seitenrand fast bis zur Mitte sich ver­ breitert, überdies auf jeder Decke eine schwärzliche Ouerbinde, die von der Naht (etwas hinter der Mitte) sehr schief nach rückwärts zum Seitenrand (etwas vor dem apikalen Ende) reicht, der Teil vor und hinter dieser Binde mit kleinen weissen, wenig scharf ausgebil­ deten Flecken übersät, das apikale Drittel der Tibien und die Tarsen dunkelbraun, die Basis des fünften und sechsten Fühlergliedes hell­ gelb. Länge 7 mm, Breite 2 mm. Typ i cf von Ceylon: Boga­ wanta lawa, 1600—1700 m im Britischen Museum. 441. Sybra signatoides. Der p s e u d o s i g n a t a mihi sehr nahe stehend, aber : Die Decken gröber punktiert. Dunkelbraun, gelbbraun tomentiert, eine breite braune Längsbinde auf der Halsschildmitte, auf den Decken eine breite vage braune postbasale Querbinde, dahinter dicht mit kleinen weisslichen Flecken übersät, die besonders auch in Form einer mittleren Querbinde angeordnet sind, welche sehr schief gegen den Seitenrand absteigt, sowie einer weiteren solchen hinter der Mitte und auch mit vielen kleinen dunkelbraunen Flecken, das api­ kale Viertel der Schienen und die Tarsen dunkelbraun. Länge 6—7 mm, Breite 1¾—2 mm. Typ i cf von Ceylon: Dikoga, 1300 — 1400 m im Britischen Museum. 442. Sybra quadrimaculata (Gah. i. 1.). Der s t i g m a t i c a Pasc , nahe stehend, aber: Grösser, Fühler kaum so lang als der Körper, das erste Glied dicker, das dritte zwei­ mal so lang als das erste, die oberen Augenloben einander weniger genähert, die unteren nur e twas länger als die Wangen, die apikale Randecke der Decken in einen kurzen dreieckigen Lappen ausge­ zogen, der Seitenrand davor etwas konkav. — Rotbraun, gelbbraun tomentiert und mit kleinen dunkelbraunen Flecken besonders auch auf den Decken übersät, auf jeder Decke 2 weisslichgelbe Makeln (eine kleine, quere auf der Scheibe vor der Mitte und eine grössere quere am Seitenrand am Beginne des apikalen Drittels, das Ende des apikalen Lappens ebenfalls weisslichgelb tomentiert, Schenkel und Schienen braun marmoriert , Tarsen graugelb tomentiert, die Festschrift für Prof. Or. E m b r i k S t r a n d . Vol. V (1938) . 18 274 Festschrift für Prof. Dr. E m b r i k S t r a n d . Vol. V (1938) Fühlerglieder vom fünften ab rotbraun und an der Basis hellgelb ger ingel t Länge 9 mm, Breite 2 ½ mm. Typ von Ceylon: Dikoga, 1300—1400 m rm Britischen Museum. 443. Sybra apomeeynoides. Der q u a d r i m a c u l a t a mihi nahe stehend, abe r : Die apikale Seitenrandecke der Flügeldecken nicht in einen Lappen ausgezogen. — Dunkelbraun, gelbbraun tomentiert, auf jeder Decke einige sehr kleine runde weisse Flecken, von denen 6 in Form einer premedia- nen Linie angeordnet sind, die schief vom Seitenrand zur Naht ab- steigt und weitere 5 in Form einer schmalen postmedianen Binde, die schief von der Naht zum Seitenrand absteigt (ohne die Naht oder den Rand allerdings zu erreichen), ferner 2 winzige solche nahe der Naht im apikalen Drittel (eine hinter der anderen), die Basis der Fühlerglieder vom fünften Glied ab hellgrau tomentiert. Länge 9 mm, Breite 2 ½ mm. Typ von Ceylon: Balangoda, 600 m im Britischen Museum. 444. Sybra ceylonensis. Der s t i g m a t i c a Pasc , nahe stehend, abe r : Fühler e twas kürzer als der Körper, das erste Glied dicker, das dritte kaum kür- zer als das vierte, die unteren Augenloben so lang als die Wangen, Stirn kaum trapezförmig, Halsschild gröber punktiert, Decken e twas breiter, in der hinteren Hälfte feiner punktiert. — Rotbraun, gelb- braun tomentiert, auf der Halsschildscheibe 3 schmale weissliche Längsbinden in der rückwärtigen Hälfte, die Decken mit sehr klei- nen vagen, weissen Flecken übersät , auf jeder Decke 2 sehr kurze solche Längsbinden auf der Basis, eine wei te re solche, die von der Nahtmitte sehr schief auf die Scheibe ansteigt und eine grosse lang- ovale dunkelbraune Seitenrandmakel vor dem apikalen Ende, Schie- nen teilweise braun, Tarsen graugelb tomentiert , Fühler rotbraun, die Basis des dritten bis fünften Gliedes und die basale Hälfte der weiteren weisslichgrau tomentiert. Länge 7 mm, Breite 2 mm. Typ von Ceylon: Balangoda, 600 m im Britischen Museum. 445. Sybra mscosuturalis. Der s t i g m a t i c a Pasc , nahe stehend, abe r : Die unteren Au- genloben um die Hälfte länger als die Wangen, Flügeldecken e twas kürzer, e twas gröber punktiert, die Schenkel kräftiger. — Rotbraun, gelbbraun tomentiert, eine breite braune Mittellängsbinde auf dem Halsschild, Schildchen dunkelbraun, auf den Decken eine dunkel- braune gemeinsame Nahtlängsbinde, deren Sei tenränder unregel- mässig sind und die breit am Hinterrande des Schildchens beginnt, sich bis zum Beginne des apikalen Drittels allmählich verschmäler t ; überdies auf jeder Decke eine grosse dunkelbraune vage Seiten- randmakel hinter der Schulter, die sich sehr der Nahtbinde nähert, eine kleine solche vage Makel am Beginne des apikalen Viertels, e twas der Naht genähert und einige sehr kleine vage , weissliche Flecken in der hinteren Hälfte, das apikale Drittel der Schienen und Dr. В r e u n i n g: Novae species Cerambycidarum 275 die Tarsen dunkelbraun. Länge 6 mm, Breite 1 34 mm. Typ von Ceylon im Britischen Museum. 446. Sybra oblongipennis. Der s t i g m a t i c a Pasc, nahe stehend, aber : Kleiner, Fühler so lang als der Körper, die unteren Augenloben so lang als die W a n ­ gen, Stirn breiter, nicht trapezförmig, Kopf und Halsschild sehr dicht, fein punktiert, Halsschild so lang als breit, die Decken gröber bis zum Ende punktiert, apikalwärts weniger verengt , apikal ver­ rundet, die Schenkel mehr gekeult. — Rötlich, durchwegs weisslich­ gelb tomentiert, die Decken mit kleinen länglichen, weissen Flecken übersät, die in Längsreihen angeordnet sind. Länge 4 mm, Breite 1 Vi mm. Typ von Ceylon: Dodanduwa im Britischen Museum. 447. Sybra postmaculata. Gestreckt , Fühler merklich kürzer als der Körper, das erste Glied kurz, dick, das dritte etwas kürzer als das vierte, viel länger als das erste, Stirn trapezförmig, Halsschild quer, die Ouerfurchen wenig deutlich, Flügeldecken sehr lang, massig gewölbt, im apikalen Viertel eingezogen, apikal leicht ausgeschnitten, die Naht­ und Randecke aber abgerundet, ziemlich dicht, sehr fein punktiert, die Punkte gereiht, die Prosternal­ und Mesosternalfortsätze, die vor­ deren und mittleren Hüften und die gleichen Trochanter dicht mit abstehenden gelben Haaren besetzt, die unteren Augenloben kaum länger als die Wangen, Kopf und Halsschild schütter sehr fein punktiert so wie auch die Seiten der Sterna. — Dunkelbraun, gelb­ braun tomentiert, die Decken weisslich und dunkelrotbraun marmo­ riert, letztere Farbe eine vage postmediane ziemlich grosse Makel auf der Scheibe bildend, die Sterna und Schenkel teilweise weiss­ lich, die Basis der Fühlerglieder vom zweiten Glied ab ebenso weisslich, die Tarsen graugelb tomentiert. Länge 13½ mm, Breite 4 mm. Typ von Madagaskar im Britischen Museum. 448. Sybra ornata. Gestreckt, Fühler so lang als der Körper, das erste Glied kurz, dick, in seinem mittleren Teil noch verdickt, das zweite relativ lang, das dritte so lang als das vierte, Augen sehr stark ausge­ schnitten, die unteren Loben mehr als zweimal so lang als die W a n ­ gen, Stirn breiter als hoch, leicht trapezförmig, Kopf und Halsschild dicht, ziemlich fein punktiert, die Punkte auf der Halsschildmitte gröber, Halsschild mit, breiter premedianer und postmedianer Quer­ depression, so dass der mittlere Teil als eine Art Querwulst er­ scheint; Schildchen dreieckig; Flügeldecken lang, gewölbt, e twas breiter als der Halsschild, im apikalen Drittel verengt, apikal schmal, schief abgestutzt , mit verrundeter Seitenrandecke, dicht, eher grob punktiert, die Punkte regelmässig gereiht, die Seiten der Brust schütter, fein punktiert, die Beine mit langen, hellen abste­ henden Haaren besetzt. — Dunkelbraun, rotbraun tomentiert und mit gelbbraun, weisslichgrau und dunkelbraun untermischt, eher grau auf den Seitenteilen des Halsschildes, der Unterseite und den Bei­ 276 Festschrift für Prof. Dr. E m b r i k S t r a n d . Vol. V (1938) nen, auf der Halsschildmitte eine sehr breite, wenig scharf abge- grenzte dunkelbraune Längsbtnde, die jederseits von einer schmalen ockergelben Längsbinde begrenzt wird (letztere deutlicher in der hinteren Hälfte), auf den Decken eine grosse vage dunkelbraune ge- meinsame Nahtmakel hinter dem Schildchen und eine solche "pre- mediane und postmediane auf der Scheibe, der Naht genäher t ; zwi- schen diesen beiden Flecken findet sich eine dreieckige hellgelbe Makel (zuweilen in 2 kleine runde Flecken aufgelöst); Fühler braun tomentiert , an der Basis der Glieder vom fünften ab hellgrau ge- ringelt. Länge 5—6V2 tum, Breite lVs—2 mm. T y p von den Salo- monen: Insel Guadalcanal, Tuumbuto Riv. im Imperial Bureau of Entomology. 449. Sybra apicalis. Der o r n a t a mihi nahe stehend, aber : Die unteren Augenloben e twas länger als die Wangen, Stirn s tärker trapezförmig, ziemlich grob punktiert, Halsschild so lang als breit, sehr dicht, ziemlich grob punktiert, Schildchen sehr breit, verrundet, die Fühler eben- falls mit abstehenden Haaren besetzt. Dunkelbraun, gelbgrau mit ockergelb untermischt, tomentiert, das apikale Viertel der Decken dicht ockergelb und braun marmoriert , auf jeder Decke 2 sehr kleine ockergelbe Flecken auf der Scheibe, der Naht genähert (eine am Ende des basalen Fünftels, die andere knapp vor der Mitte). Länge 7 mm, Breite 1% mm. Typ von Malacca: Perak im Briti- schen Museum. 450. Sybra ochreopunctata. Der s t i g m a t i c a Pasc, nahe stehend, aber : Grösser, das dritte Fühlerglied so lang als das vierte, die unteren Augenloben so lang als die Wangen, Stirn breiter, Kopf nicht punktiert, Halsschild weniger dicht und gröber punktiert, die Decken an der Basis kaum breiter als der Halsschild, in der Mitte leicht erwei ter t , die Punkte weniger regelmässig gereiht, die Schultern abgeschrägt , die Unter- flügel vollständig reduciert, das Metasternum ein wenig verkürzt . — Rötlich, braun mit gelb untermischt, tomentiert, auf jeder Decke eine kleine ockergelbe runde Diskalmakel in der Mitte. Länge 8 ½ mm, Breite 2 ¼ mm. Typ von J a w a : Mt«. Tengger , 1300 m im Museum von Stockholm. 451. Neosybra gen. nov. Gestreckt, Fühler fein, unterseits gefranst, das dritte Glied so lang oder e twas kürzer als das vierte, Fühlerhöcker weit auseinan- der stehend, kaum erhaben, Augen grob facettiert, ausgeschnitten, Halsschild m t leicht verrundeten Seiten, Flügeldecken lang, massig gewölbt, Kopf rückziehbar, Prosternalfortsatz schmal, gleichmässig gerundet, Mesosternalfortsatz allmählich geneigt, Mittelhüfthöhlen offen, Beine massig lang, Schenkel leicht gekeult, Mittelschienen dorsal ausgeschnitten, Klauen divergent. Type ropicoides mihi. Gehört systematisch neben Sybra Pasc . In diese Gattung gehört auch Sybra cribrella Bat. Dr. В r e u n i n g: Novae species Cerambycidarum 277 N. ropicoides. Langgestreckt , Fühler so lang (?) oder e twas länger (cf) als der Körper, das erste Glied kurz, dicht, sehr fein punktiert, das dritte so lang als das vierte, um drei Viertel länger als das erste, die un­ teren Augenioben quer, so lang wie die Wangen, Stirn höher als breit, Kopf und Halsschild sehr dicht, fein punktiert, Halsschild so lang als breit, Schildchen breit, viereckig, Flügeldecken sehr lang, e twas breiter als der Halsschild, sehr dicht, fein punktiert, apikal schief abgestutzt, die Seitenrandecke vortretend, spitzig, jede Decke mit einer schiefen, premedianen leichten Vertiefung und mit einer oder 2 leicht erhabenen Längslinien auf der Scheibe. — Rötlich, durchwegs strohgelb tomentiert. Länge 6—7 mm. Breite IV2 — 2 mm. Typ von Ceylon: Kandy im Britischen Museum. 452. Neosybra elongatissima. Der r o p i c o i d e s mihi nahe stehend, aber : Gestalt noch viel länger, parallelseitig, das erste Fühlerglied nicht punktiert, das dritte e twas kürzer als das vierte, jederseits der Halsschildmitte ein kleiner stumpfer Höcker, Flügeldecken fast 5 mal so lang als Kopf und Halsschild vereint, knapp vor dem Ende jäh verengt, die apikale Seitenrandecke in einen kurzen spitzen Lappen ausgezogen, jede Decke mit einer Längsdepression nahe der Naht, die vor der Mitte beginnt und fast bis zum Ende reicht und einer weiteren sol­ chen breiteren aber weniger deutlichen auf der Scheibenmitte in der hinteren Hälfte. — Rotbraun, strohgelb tomentiert , auf jeder Decke eine schwärzliche quere Makel am Beginne des apikalen Fünftels und eine solche am apikalen Ende, das apikale Drittel der Schienen, das apikale Viertel des vierten Fühlergliedes und das fünfte Glied ausser an der Basis, dunkelbraun. Länge 6 mm. Breite IM mm. Typ von N. S. Wales : Richmond River im Britischen Museum. 453. Neosybra ochreovittata. Der r o p i c o i d e s mihi nahe stehend, aber : Das erste Fühler­ glied länger, so lang als das dritte, sehr dicht punktiert, die Decken e twas weniger dicht, etwas gröber punktiert, die apikale Seiten­ randecke in einen dreieckigen Lappen ausgezogen, der Seitenrand davor leicht konkav. — Rotbraun, die Oberseite fein rotbraun to­ mentiert, 3 ockergelbe Längsbinden auf dem Halsschild (die mittlere sehr schmal und bis zwischen die Fühlerhöcker verlängert , die seitlichen breit, an der Grenze zwischen Scheibe und Seitenteilen gelegen), auf jeder Decke eine schmale ockergelbe Längsbinde im basalen Drittel (am Innenrande der Schulterbeule) und eine solche im apikalen Drittel, die am apikalen Lappen endigt, die Sterna ockergelb marmoriert , eine schmale solche Längsbinde auf den Metepisternen, Beine und Fühler fein gelblich tomentiert. Länge 9 mm, Breite 2 ½ mm. Typ von Assam: Patkai Mts. im Britischen Museum. 278 Festschrift für Prof. Dr. E m b r i k S t r a n d . Vol. V (1938) 454. Neosybra rotundipennis. Der r o p i c o i d e s mihi nahe stehend, aber : Das erste Fühler- glied länger, so lang als das dritte oder vierte, die unteren Augen- loben zweimal so lang als die Wangen, Stirn viel breiter als hoch, die Seiten des Halsschildes mehr gerundet, die Decken kaum brei- ter als der Halsschild, gewölbter, ohne Depression, apikal verrundet , die Beine e twas kürzer, die Schenkel sehr gekeult. — Rotbraun, strohgelb tomentiert, die Decken vag rotbraun und gelblich mar- moriert . Länge 7½ mm, Breite 1% mm. Typ von China: Hong- kong im Britischen Museum. 455. Neosybra c\ lindrica. Der r o t u n d i p e n n i s mihi nahe stehend, abe r : Kleiner, die Halsschildseiten nur sehr leicht gerundet, die Decken feiner punk- tiert und jede mit 3 etwas erhabenen Längslinien auf der Scheibe besetzt. — Rot, durchwegs hellgrau tomentier t . , Länge 4 mm Breite 0,8 mm. Typ von Malakka: Penang im Britischen Museum. 456. Neosybra Strandi 1 6). Der r o p i c o i d e s mihi nahe stehend, aber : Viel grösser, die unteren Augenloben um die Hälfte länger als die Wangen , Hals- schild kürzer mit e twas deutlicheren Querfurchen, die Decken apikal leicht abgestutzt, die Randecke verrundet, die ganze Oberseite fei- ner punktiert, die Punkte im apikalen Drittel der Decken verlo- schen. — Dunkelbraun, durchwegs gelbbraun tomentiert . Länge 11½ mm, Breite 3 ½ mm. Typ von Borneo in der Sammlung Itzinger. 457. Neosybra excisa. Der r o p i c o i d e s mihi nahe stehend, abe r : Fühler viel kürzer als der Körper, Kopf und Halsschild äusserst fein punktiert , Flügel- decken apikal ausgeschnitten, die Nahtecke sehr deutlich, die Rand- ecke in einen spitzdreieckigen Dorn ausgezogen, noch feiner punk- tiert, ohne diskale Längslinien, die Tomentierung der Flügeldecken hinter der Basis und entlang der Naht von graugelber Farbe . Länge 8 mm, Breite 2 mm. Typ von N. W . Australien: Baudin I. im Bri- tischen Museum. 458. Mimosybra gen. nov. Langgestreckt, Fühler fein, unterseits kurz gefranst, das erste Glied gekeult, das dritte viel länger als das erste, merklich kürzer als das vierte, Fühlerhöcker weit auseinander stehend, sehr niedrig, Augen grob facettiert, stark ausgeschnitten, Stirn trapezförmig, Halsschild quer, mit sehr deutlichen Querfurchen, die Seiten ge- rundet, Flügeldecken lang, massig gewölbt, Kopf rückziehbar, P r o - sternalfortsatz schmal, gleichmässig gerundet, Mesosternalfortsatz vorn allmählich geneigt, Mittelhüfthöhlen offen, Beine massig lang, Schenkel gekeult, Mittelschienen mit Dorsalfurche, Klauen diver- gent. Typ surigaonis Hell, (als fragliche Athelais P a s c , beschr ie- ben). Gehört systematisch neben Neosybra mihi. Hierher gehört auch triguttata Auriv. (irrigerweise als Epilysta Pasc , beschrieben) Dr. B r e. l i n i n g : Novae species Cerambycidarum 279 und discreta Pasc, (als Sybra Pasc, beschrieben und bei dieser Gat- tung im Katalog von Junk eingeteilt). M. basigranosa Der s u r i g a o n i s Hell, nahe stehend, aber : Das erste Fühler- glied s tä rker gekeult, die unteren Augenloben e twas länger als die Wjangen, Stirn leicht trapezförmig, Kopi sehr schütter, fein, Hals- schild schütter, fein punktiert, fast ohne Punkte auf der Mitte der Scheibe, vor der Scheibenmitte eine kurze Querfurche; die Decken im apikalen Drittel sehr verengt, apikal schief abgestutzt , die Rand- ecke vortretend, im basalen Viertel sehr dicht mit grossen glatten Körnern besetzt, dann wenig dicht und wenig grob bis zur Mitte punktiert, in der hinteren Hälfte nur mit einigen sehr feinen Punkten besetzt, die Mittelschienen ohne Zahn, die Hinterschenkel gestielt.— Rotbraun, glänzend, Kopf, Halsschild (ausser einer breiten mittleren Längsbinde), Schildchen, Unterseite, Beine und erstes Fühlerglied gelbbraun tomentiert, die weiteren Fühlerglieder sehr fein gelb- braun, die Decken besonders entlang dem Seitenrand und der Naht braungelb marmoriert , auf jeder Decke 2 unregelmässige hellgelbe Querbinden (eine premediane, ziemlich breite und eine postmediane schmale). Länge 13—14 mm, Breite 4 ½ — 4 % mm. Typ von den Philippinen: Insel Luzon, Kayapo im Museum von Hamburg. 459. Mimosybra mediomaculata. Der s u r i g a o n i s Hell, nahe stehend, aber : Fühler um.e in Viertel länger als der Körper, Halsschild schütter, ziemlich grob punktiert, die apikale Seitenrandecke der Flügeldecken in einen län- geren, spitzigen Lappen ausgezogen. — Rötlich, Kopf, Halsschild, Schildchen, Unterseite und Beine ockergelb tomentiert , 5 braune Makeln am Hinterrand des Scheitels, 5 solche unregelmässige Längsbinden auf dem Halsschild, deren mittlere sehr schmal ist und deren seitliche breit sind (die inneren den Vorderrand nicht er- reichend, die äusseren auch nicht den Hinterrand), die Decken an der äussersten Basis ockergelb marmorier t und mit länglichen ockergelben Flecken besetzt, die auf jeder Decke in 5 Längsreihen angeordnet sind, aber im apikalen Drittel fehlen, in diesem einige vage weissliche Flecken, auf jeder Decke eine langgestreckte dun- kelbraune Diskalmakel in der Mitte, Fühler fein gelblich tomentiert. Länge 13 mm, Breite 3 ¾ mm. Typ von Malacca: Penang im Bri- tischen Museum. 460. Mimosybra salomonum. Der s u r i g a o n i s Hell, nahe stehend, aber : Fühler e twas län- ger als der Körper, die Seiten des Halsschildes s tä rker verrundet, Stirn und Halsschild fein punktiert, Flügeldecken basal kaum ge- körnt, dicht punktiert, die Punkte aber vereinzelt entlang einer Fläche auf der Scheibe unweit der Naht, apikal sehr schief abge- stutzt, die apikale Randecke sehr vortretend und zugespitzt. — Dunkelrotbraun, braungelb tomentiert, jederseits des Scheitels an seinem Hinterrand 2 lange braune Makeln, auf jeder Decke eine 280 Festschrift für Prof. Dr. E m b r i k S t r a n d . Vol. V (1938) grosse, sehr lange braune Diskalmakel in der Mitte, die an ihrem Hinterrand gerade abgeschnitten ist und sich daselbst der Naht nä- hert, die Schenkel und das apikale Drittel der Schienen ebenfalls braun, die apikale Hälfte der Fühlerglieder vom vierten ab , ange- dunkelt. Länge 9—12 mm, Breite 2 ½ — 3 ½ mm. Typ i 9 von den Salomonen: Insel Fauro im Britischen Museum. 461. Nipposybra gen. nov. Langgestreckt, Fühler fein, unterseits gefranst, ausser am er- sten Glied, letzteres müssig lang, ziemlich dünn, das dritte e twas kürzer als das erste, merklich kürzer als das vier te , Fühlerhöcker weit auseinanderstehend, niedrig, Augen grob facettiert, s ta rk aus- geschnitten, die unteren Loben quer, Stirn viel breiter als hoch, trapezförmig, Halsschild quer, gewölbt, basal leicht dreigelappt, die Seiten leicht gerundet, Flügeldecken sehr lang, gewölbt, parallel- seitig, merklich breiter als der Halsschild, im apikalen Drittel einge- zogen, auf jeder Decke eine postbasale stumpfe Beule hinter der Basis, Kopf rückziehbar, Prosternalfortsatz schmal, gleichmässig gerundet, Mesosternalfortsatz vorn allmählich geneigt, Mittelhüft- höhlen offen; Berne massig lang, Schenkel gekeult, Mittelschienen dorsal leicht ausgeschnitten, Klauen divergent. Typ fuscoDlagiata mihi. Gehört systematisch neben Neosybra mihi. N. fuscoplagiata. Die unteren Augenloben e twas kürzer als die Wangen, Kopf und Halsschild sehr dicht, sehr fein punktiert, Halsschild mit leichter premedianer und postmedianer Querdepression, Schildchen zweimal so breit als lang, apikal abgestutzt, Flügeldecken apikal brei t ab- gestutzt, die Seitenrandecke in einen sehr kleinen Dorn ausgezogen, sehr dicht, fein punktiert. — Rötlich, strohgelb tomentiert , eine breite braune Längsbinde auf der Mitte des Scheitels und Halsschil- des, auf jeder Decke eine vage, dunkelbraune postbasale Querbinde, eine vage unregelmässige premediane solche Makel auf der Scheibe, eine solche preapikale und eine dritte solche längliche apikale an der Naht, überdies die Decken mit kleinen vagen länglichen weissen Flecken übersät, das apikale Drittel der Schienen dunkelbraun, die apikale Hälfte der Fühlerglieder vom vierten ab angedunkelt . Länge 6 mm, Breite 1½ mm. Typ von Japan : Insel Nippon, Chiuzenji im Britischen Museum. 462. Xylosybra gen. nov. Gestreckt, Fühler fein, ziemlich lang unterseits gefranst, das erste Glied kurz, dick, das dritte e twas länger als das v ier te , fast zweimal so lang als das erste, Fühlerhöcker wei t auseinanderste- hend, niedrig, Augen grob facettiert, s tark ausgeschnitten, die unte- ren Loben quer, Stirn stark trapezförmig, Kopf mit langen abste- henden hellen Haaren besetzt, Halsschild so lang als breit, gewölbt, mit 4 Querfurchen besetzt (die ers te vordere auf der Scheibe er- loschen) sowie mit 2 stumpf-konischen Höckern jedersei ts der Scheibenmitte, die Seiten leicht gerundet, Flügeldecken sehr lang, Dr. В r e u n i n g: Novae species Cerambycidaruni 281 merklich breiter als der Halsschild, apikalwärts wenig verengt, auf jeder Decke ein kleines dunkelbraunes postbasales Haarfascikel auf der Scheibe, ein zweites solches in der Mitte unweit der Naht, ein kleines gelbes solches schiei dahinter auf der Mitte der Scheibe und 3 grosse braun und gelb im apikalen Viertel in einem länglichen Bo­ gen sowie eine Längsreihe kleiner gelber Haarfascikel von der Schulterbeule bis zur apikalen Seitenrandecke, Kopf rückziehbar, Prosternalfortsatz schmal, gleichmässig gerundet, Mesosternalfort­ satz vorn allmählich geneigt, Mittelhüfthöhlen geschlossen, Beine massig lang, die hinteren verlängert, Schenkel gekeult. Mittelschie­ nen dorsal ausgeschnitten, Klauen divergent, die Sterna und die Beine mit hellen abstehenden Haaren besetzt. Typ fasciculosa mihi. Gehört systematisch neben Xylariopsis Bat. X. fasciculosa. Fühler so lang als der Körper, die unteren Augenloben zweimal so lang als die Wangen, einige zerstreute Punkte auf den Hals­ schildseiten, Schildchen mehr als zweimal so brei t als lang, apikal verrundet, Flügeldecken apikal breit abgestutzt, die Randecke sehr vortretend, in der vorderen Hälfte ziemlich dicht, fein punktiert, die Punkte sehr vereinzelt in der rückwärtigen Hälfte (in einigen Längsreihen augeordnet, die e twas geschwungen sind zwischen den Haarfascikeln). — Rotbraun, strohgelb tomentiert, eine gewundene braune Binde auf dem Scheitel, eine breite, dunkelbraune Längs­ binde auf der Halsschildmitte, gegen die Basis noch etwas verbrei­ tert (die inneren Höcker Überdeckeid), Schildchen dunkelbraun, auf den Decken eine breite dunkelbraune gemeinsame Nahtlängsbinde, die fast die ganze Nahthälfte deckt (etwas verbreitert nach der Ba­ sis, verengt am Beginne des apikalen Drittels, w o sie nur bis zu den grossen Haarfascikeln reicht, am Ende zur Seitenrandecke umbie­ gend), der mittlere Teil der Unterseite angedunkelt, Fühler fein gelblich tomentiert. Länge 141/½ mm, Breite 4Уз mm. Typ von Borneo: Sarawak im Britischen Museum. 463. Acanthosybra gen. nov. Sehr langgestreckt, Fühler fein, unterseits gefranst, das erste Glied ziemlich lang, in seinem mittleren Teil leicht verdickt, das dritte merklich kürzer als das vierte, etwas kürzer als das erste, Fühlerhöcker massig hoch, Augen grob facettiert, stark ausge­ schnitten, Stirn breiter als hoch, Halsschild quer, mit einer leichten premedianen und postmedianen Querdepression besetzt und mit einem sehr kleinen spitzigen Seitendorn in der Mitte des Randes, sowie einem kleinen undeutlichen Höcker jederseits der Scheibe, Flügeldecken sehr lang, massig gewölbt, Kopf rückziehbar, Pros te r ­ nalfortsatz niedriger als die Hüften, gleichmässig gerundet, Meso­ sternalfortsatz vorn allmählich geneigt, Mittelhüfthöhlen geschlos­ sen, Beine massig lang, Schenkel leicht gekeult, Mittelschienen dor­ sal gefurcht, Klauen divergent. Type lineolata mihi. Gehört syste­ matisch neben Sybra Pasc. 282 Festschrift für Prot. Dr. E m b r i k S t r a n d . Vol. V U938) A. lineolata. Fühler e twas länger als der Körper, die unteren Augenloben dreieckig, so lang als die Wangen, Stirn schütter fein punktiert , Halsschild dicht, fein punktiert, Schildchen breit, halbrund, Flügel­ decken apikal schief abgestutzt, die Seitenrandecke spitzig, wenig fein, ziemlich dicht punktiert, die Punkte gereiht, aber die Reihen wenig regelmässig, stellenweise durch breite Intervalle getrennt , nur teilweise bis in die rückwärtige Hälfte reichend, die Punkte api­ kalwärts immer spärlicher. — Rot, strohgelb mit rotbraun unter­ mischt tomentiert, letztere Färbung auf den Decken unregelmässige Längsreihen bildend, jederseits der Halsschildmitte eine breite rot­ braune Längsbinde, die apikale Hälfte der Fühlerglieder vom vierten ab angedunkelt. Länge 6У2 mm, Breite 1 ¾ mm. Typ von Mada­ gaskar : Marosika im Britischen Museum. 464. Oopsis excavata. Der n u t a t о r F. sehr nahe stehend, aber : Die unteren Augen­ loben weniger als zweimal so lang als die Wangen, Kopf e twas kräftiger, Halsschild schütterer, Flügeldecken sehr fein punktiert, an der Basis nicht gekörnt, apikal schmal ausgeschnitten, die Naht­ ecke vortretend, die Randecke in einen dreieckigen Lappen ausge­ zogen, die gelben Halsschildbinden wenig deutlich, Flügeldecken ohne helle Flecken. Länge 6V2—8 mm, Breite 2 ½ — 2 % mm. Typ von den Fidji Inseln: Taveuni, Waiyevo im Britischen Museum. 465. Oopsis postmaculata. Der n u t a t o r F. nahe stehend, aber : Das dritte Fühlerglied so lang als das vierte, Stirn schütter punktiert, Flügeldecken e twas breiter, feiner punktiert, die Punkte fast nicht gereiht, die apikale Seitenrandecke verrundet. Die hellen Halsschildbinden e twas schmäler,­ auf jeder Decke eine schmale längliche, weisslichgelbe Makel anf der Basismitte und eine grosse solche postmediane an der Naht, die nach hinten von einer kleineren dunkelbraunen Makel be­ grenzt wird, überdies die Decken mit sehr kleinen weiss'lichgelben Flecken übersät , die Beine rotbraun und gelblich marmorier t . Länge 11 mm, Breite 4 mm. Typ von den Neu­Hebriden im Britischen Museum. 466. Oopsis ropicoides (Pasc. i. 1.). Der n u t a t o r F. nahe stehend, aber : Gestreckter , Fühler e twas kürzer (? ) oder etwas länger (cf) als der Körper, das dritte Glied so lang oder etwas kürzer als das vierte, Stirn leicht trapezförmig, Kopf e twas kräftiger punktiert, Halsschild weniger breit, seine Sei­ ten weniger stark verrundet, die Decken länger, e twas kräftiger punktiert, die apikale Seitenrandecke in einen kurzen, dreieckigen Lappen ausgezogen. — Die ganze Tomentierung eher gelbgrau, die Halsschildbinden zu je einer Basalmakel reduciert, die Decken ohne nostmediane Binde. Länge 7—IOV2 mm, Breite 2—3¼ mm. Typ i ? von den Neu­Hebriden: Errowanga im Britischen Museum. Dr. В г е u n i n g: Novae species Cerambycidarum 283 467. Oopsis albolineata. Der o b l o n g i p e n n i s Fairm. sehr nahe stehend, aber : Die Flügeldecken apikal ausgeschnitten, die Nahtecke in einen kleinen Dorn ausgezogen, die Randecke vortretend. Die Decken auf jedem Intervall mit vagen weisslichen Längslinien besetzt. Länge 11 mm, Breite 4 mm. Typ von Ellice Island im Britischen Museum. 468. Oopsis insularis (Guer. i. 1.). Langoval, Fühler merklich kürzer als der Körper, das erste Glied kurz, dick, das dritte etwas länger als das vierte, viel länger als das erste, die unteren Augenloben zweimal so lang als die Wan­ gen, Stirn so hoch als breit, trapezförmig, dicht sehr fein punktiert so wie der vordere Teil des Scheitels, Halsschild quer, gewölbt, dicht sehr fein punktiert, die Seiten leicht gerundet, Schildchen breit, halbrund, Flügeldecken lang, gewölbt, in der hinteren Hälfte eingezogen, apikal schief abgestutzt, die Randecke vortretend, dicht, sehr fein punktiert, die Punkte ausser im basalen Viertel ge­ reiht, die Intervalle sehr leicht erhaben, die Seiten der Brust dicht, sehr fein punktiert. — Rötlich, einfarbig braunge'lb tomentiert, die basale Hälfte des fünften bis elften Fühlergliedes hellgelb. Länge 9 mm, Breite 3 mm. Typ von der Insel Vavao im Britischen Museum. 469. Oopsidius gen. nov. Langgestreckt, Fühler ziemlich fein, unterseits gefranst ausser am ersten Glied, letzteres kurz, sehr dick, im mittleren Teil sehr verdickt, das dritte e twas kürzer als das vierte, viel länger als das erste, Fühlerhöcker weit auseinanderstehend, niedrig, Augen grob facettiert, stark ausgeschnitten, Stirn breiter als hoch, Halsschild quer, gewölbt, eine feine Querfurche am Hinterrand und eine solche am Vorderrand, die auf der Scheibe erloschen ist, die Seiten ver­ rundet, Flügeldecken lang, massig gewölbt, parallelseitig, e twas breiter als der Halsschild, knapp vor dem Ende verengt , im apikalen Viertel jeder Decke eine Serie kleiner Haarfascikel in Form eines Längsbogens, der den Seitenrand begleitet und vor dem Ende zur Naht umbiegt, Kopf rückziehbar, Prosternalfortsatz niedriger als die Hüften, gleichmässig gerundet, Mesosternalfortsatz ziemlich schmal, vorn allmählich geneigt, Mittelhüfthöhlen offen, Beine ziemlich kurz, Schenkel stark gekeult, Mittelschienen vor dem Ende stark ausge­ schnitten, Klauen divergent. Typ pictus mihi. Gehört systematisch neben Neosybra mihi. O. pictus. Fühler um ein Viertel länger als der Körper, die unteren Au­ genloben dreieckig, merklich länger als die Wangen, Stirn wenig dicht, ziemlich fein punktiert wie auch der vordere Teil des Schei­ tels, Halsschild dicht, fein punktiert, Schildchen breit, halbrund, Decken sehr dicht, sehr fein punktiert, apikal geschwungen, die Nahtecke verrundet, die Randecke einen kurzen, breiten dreieckigen Dorn bildend. — Rotbraun, Kopf, Halsschild und Unterseite braun­ 284 Festschrift für Prof. Dr. E m b r i k S t r a n d . Vol. V (1938) gelb bis ockergelb tomentiert, auf der Halsschildmitte eine braune Längsbinde, schmal am Vorderrand, breit an der Basis, in der Mitte eckig stark verbreitert, je eine sehr breite braune Längsbinde auch auf seinen Seitenteilen; Beine und Fühler braun tomentiert , Schild­ chen braun, apikal braungelb, die Basis der Fühlerglieder vom fünften ab grau, die Decken weiss tomentiert ausser um das Schild­ chen und am Seitenrand (von der Basis bis zum Ende, verbrei ter t auf der Schulter, in Form einer dreieckigen Makel in der Mitte und am apikalen Ende, wo diese Tomentierung den Teil hinter der Haarfascikeln bedeckt und die Naht erreicht), die Haarfascikeln ebenfalls weiss. Länge 15 mm, Breite 5 mm. T y p von den Fidji Inseln: Vunidawa im Imperial Bureau of Entomology. 470. Gemylus albosticticus. Dem a 1 b i p i с t u s Pasc , nahe stehend, aber : Das fünfte bis elfte Fühlerglied zusammengenommen e twas kürzer (cf) oder viel kürzer (9) als das erste bis vierte zusammengenommen, die unteren Augenloben so lang als die Wangen, Halsschild dicht, ziemlich grob punktiert, Flügeldecken bis zum Ende fein punktiert . — Schwarz mit violettem Schimmer, sehr fein schwarz tomentiert , die Seiten des Meso­ und Metasternum weisslich, die ersten 5 Fühler­ glieder braun, die weiteren grau tomentiert, Stirn hellgrau, die Wangen vielfach weiss, oft eine weisse Makel jederseits hinter den Augen, jederseits der Halsschildmitte eine runde weisse Makel, Schildchen ebenfalls weiss, auf jeder Decke 4 kleine, runde weisse Makeln (zwei vor der Mitte — eine auf der Scheibenmitte, die an­ dere schief dahinter, dem Seitenrand genähert — und zwei hinter der Mitte — die eine unweit des Seitenrandes, die andere unweit der Naht —), das apikale Ende ebenfalls häufig weisslich tomentiert , zuweilen eine längliche weisse Makel an der Naht am Ende des basalen Dritteis. Länge 4½—5 mm, Breite 1%—2 mm. T y p von den Fidji Inseln: Ovalau im Britischen Museum. 471. Gemylus angustifrons. Dem a l b o s t i c t i c u s mihi nahe stehend, aber : Die Stirn in ihrem oberen Teil sehr eng, das dritte Fühlerglied in seiner apikalen Hälfte etwas verdickt, die unteren Augenloben grösser, dreimal so lang als die Wangen, die Decken kräftiger punktiert , die Beine län­ ger, die Mittelschenkel ebenfalls gestielt, die Seiten der Brust viel deutlicher punktiert. — Rötlich mit violettem Schimmer, die Beine und Fühler heller, die Palpen gelb, fein rotbraun tomentiert , die Stirn und eine breite Querbinde auf den Wangen, die sich beider­ seits über die Seitenteile des Halsschildes fortsetzt, weiss, die Au­ genränder und jederseits eine Längsbinde, die vom Hinterrand der Augen über die Seiten der Halsschildscheibe bis zu seiner Basis reicht, rosafarben metallisch, die Decken dicht metallisch rosafarben gesprenkelt, besonders dicht im apikalen Drittel und in Form einer vagen Binde, die von der Basis (unweit des Schildchens) schief nach rückwär ts zum Seitenrand reicht (den sie e twas vor der Mitte er­ Dr. В r e u n i n g: Novae species Cerambycidarum 28т reicht), die Seiten des Meso­ und Metasternum und der Abdominal­ segmente metallisch rosafarben, die Beine weisslich (fein auf den Schenkeln und Schienen) tomentiert, das dritte Fühlerglied weiss ausser im apikalen Viertel, das sechste bis zehnte weisslich an der Basis. Länge 6 mm, Breite 2¼ mm. Typ von den Fidji Inseln im Britischen Museum. Gemylus an gust irr oris m. uniformis. Wie die Stammform, aber ohne helle Binden auf dem Scheitel und Halsschild, die Decken weiss gesprenkelt, ohne dass diese Fär­ bung Binden bilden würde, die Seiten der Unterseite ebenfalls weisslich tomentiert. Typ von den Fidji­Inseln: Ovalau im Imperial Bureau of Entomology. 472. Hestimidius gen. nov. Langoval, Fühler fein, unterseits gefranst ausser am ersten Glied, letzteres wenig lang, gekeult, das dritte viel kürzer als das vierte, merklich länger als das erste, Fühlerhöcker weit auseinan­ der stehend, niedrig, Augen grob facettiert, stark ausgeschnitten, Stirn trapezförmig, Halsschild zweimal so breit als lang, gewölbt, die Seiten verrundet, Flügeldecken lang, von den Schultern ab leicht eingezogen (an den Schultern viel breiter als der Halsschild), letztere vortretend, Kopf rückziehbar, Prosternalfortsatz ziemlich breit, vorn gerundet, an seinem Hinterrand senkrecht abgestutzt, Mesosternalfortsatz mit einem Höcker in der Mitte besetzt und vorn senkrecht abfallend, Mittelhüfthöhlen geschlossen, Beine ziemlich lang, Schenkel gekeult (fast gestielt), Mittelschienen mit Dorsalfurche, Klauen divergent. Type humeralis mihi. Gehört sy­ stematisch neben Oopsis Fairm. H. humeralis. Fühler um ein Viertel länger als de r Körper, die unteren Augen­ loben mehr als zweimal so lang als die Wangen, Stirn höher als breit, leicht trapezförmig, dicht, ziemlich fein punktiert, Halsschild mit 2 vorderen und 2 hinteren deutlichen Querfurchen, die zweite vordere geschwungen, in seinem mittleren Teil (zwischen den Furchen) schütter, ziemlich fein punktiert, Schildchen sehr breit, trapezförmig, Flügeldecken breit, schief abgestutzt am Ende, die Randecke spitzig, sehr dicht, fein punktiert, im basalen Viertel sehr dicht, fein gekörnt und mit einigen feinen Körnern bis zum Ende be­ setzt, Hinterleib und Beine mit abstehenden weissen Haaren be­ setzt. Dunkelbraun, hellbraun tomentiert, der mittlere Teil der Halsschildscheibe grau tomentiert und jederseits mit zwei längli­ chen, gebogenen, ockergelben Makeln besetzt (eine jederseits der Mitte und eine längere, fast bis zur Basis reichend auf den Seiten der Scheibe), auf jeder Decke eine kleine gelbliche Makel hinter der Schulter, die hintere Hälfte mit sehr kleinen weissen Haarfascikeln besetzt, die in 3 Längsreihen angeordnet sind (deren äussere sich nach vorn bis zur Schulter fortsetzt). Länge 10 mm, Breite 3 ½ mm. Typ von den Fidji­Inseln: Labusa im Britischen Museum. 286 Festschrift für Prof. Dr. E m b r i k S t r a n d . Vol. V (1938) 473. Hestiinidius ochreosignatus. Dem h u m e r a l i s mihi nahe stehend, aber : Breiter , die unte- ren Augenloben um die Hälfte länger als die Wangen, Stirn s tärker , trapezförmig, schütter, grob punktiert, Halsschild e t w a s gröber punktiert , die Decken zu den Schultern (die noch s tärker vortreten) noch breiter, kräftiger gekörnt im basalen Viertel und mit zahlrei- cheren e twas grösseren Körnern bis zum Ende besetzt , die Seiten der Sterna grob punktiert. — Stirn, Wangen und Augenränder ockergelb tomentiert, Halsschild mit denselben ockergelben Makeln besetzt , auf jeder Decke eine vage ockergelbe Makel auf der Basis- mitte, eine solche schiefe, längliche hinter der Schulter und die gleichen kleinen, weissen Haarfascikel, die Seiten der Unterse ; te ockergelb tomentiert. Länge 12 mm, Breite 4 ½ mm. T y p von den Neu-Hebriden: Espiritu Santo im Britischen Museum. 274. Hestimidius ingranulatus. Dem h u m e r a l i s mihi nahe stehend, aber: Die unteren Au- genloben um die Hälfte länger als die Wangen, Halsschild fast ohne Querfurchen, dicht, e twas gröber punktiert, Flügeldecken dicht, viel gröber punktiert, die Punkte zum Teil gereiht, ausser an der Basis, nicht gekörnt, die Schultern weniger vortretend, Abdomen und Beine ohne abstehende Haare . — Dunkelbraun, fein hellgrau tomentiert , die Decken dicht rotbraun marmorier t , Fühler vom .dritten Glied a b rotbraun, das basale Viertel vom vierten ab hell- grau tomentiert. Länge 9 mm, Breite 3 ½ mm. Typ von den Salomo- nen: Insel Tulagi im Imperial Bureau of Entomology. 475. Hestimoides gen. nov. Von I c h t h y o d e s Newm. (von dem Hestima Pasc , ein Sy- nonym und Orinoeme Pasc, eine Untergattung ist) durch geschlos- sene Mittelhüfthöhlen lunterschieden. Typ Hestima stellata Pasc . Gehört systematisch neben Hestimidius mihi. Hierher auch Hestima trigeminata Pasc . H. compactus. Dem s t e 11 a t u s Pasc, nahe stehend, aber : Langoval , breiter, Fühler e twas länger (? ) oder um die Hälfte länger (cf) als der Körper, die unteren Augenloben kaum zweimal so lang als die Wangen, Scheitel in seinem vorderen Teil kaum punktiert, Hals- schild jederseits mit 2 Höckern auf der Scheibe und einer feinen Mittelkante, seitlich ein stumpfer oberer Höcker in der vorderen Hälfte und am Seitenrand ein solcher unterer, Flügeldecken breiter erst im apikalen Drittel verengt , fein gekörnt an der Basis. — Schwarz , ockergelb tomentiert, die apikale Hälfte der Decken, die Beine und Fühler und der mittlere Teil der Sterna und Abdominal- segmente, sowie das letzte Segment ganz gelbgrau tomentiert , die Schenkel mit kleinen weissen Seten besetzt, die apikale Hälfte der Decken mit sehr kleinen weissen Flecken übersät . Länge 11—12 mm, Breite 4—4½ mm. Typ i cf von Neu-Guinea: Manus im Impe- rial Bureau of Entomology. Dr. B r e u n i n g : Novae species Cerambycidarum 287 476. Ichthyodes attinis. Der f 1 о с с о s a Pasc , sehr nahe stehend, aber : Fühler etwas kürzer als de r Körper, Halsschild und Flügeldecken schütterer punktiert, die Punkte sehr vereinzelt und sehr fein in der hinteren Hälfte der Decken, die Decken e twas kürzer, apikal schiefer abge­ stutzt, die Randecke deutlicher ausgebildet, die Decken und die Unterseite ebenfalls mit kleinen weissen Seten besetzt, jederseits der Halsschildmitte eine kleine, runde, gelbe Makel. Länge 12—16 mm, Breite ЗУ2—4½ mm. Typ i 9 von der Insel Saylee im Briti­ schen Museum. Auch über Neu­Pommern verbreitet. — Hestima Pasc , ist ein Synonym von Ichthyodes Newm. Die Gattung gehört systematisch neben Hestimioides mihi. «. 477. Ichthyodes floccifera. Der f l o c с o s a Pasc, nahe stehend, aber : Die Augen stärker ausgeschnitten, Stirn sehr dicht, grob punktiert, die Punkte der Flügeldecken nicht verfliessend, die apikale Randecke in einen spitzigen Lappen ausgezogen. Länge 18 mm, Breite 5 mm. Typ von Neu­Guinea in der Sammlung Itzinger. 478. Ichthyodes longicornis. Der f l o c c o s a Pasc , nahe stehend, aber : Fühler um die Hälfte (?) oder zweimal so lang (cf) als der Körper, Fühlerhöcker einander etwas näher stehend, die unteren Augen kaum um die Hälfte länger als die Wangen, Stirn etwas weniger breit, leicht trapezförmig, der vordere Teil des Scheitels und der nach den Augen nur mit einigen zerstreuten Punkten besetzt, Halsschild basal weniger dreigelappt, etwas weniger gewölbt, feiner punktiert, jederseits der Scheibe mit einem kleinen seitlichen, oberen Höcker besetzt, Schildchen fast zweimal so breit als lang, Flügeldecken et­ was kürzer, sehr schief abgestutzt, die Randecke vortretend und spitzig, die Punkte sehr zerstreut und sehr fein im apikalen Drittel, die Seiten des Abdomens nicht punktiert, Prosternalfortsatz schmä­ ler, Mesosternalfortsatz vorn sehr stark ausgeschnitten. — Rot­ braun, gelblich tomentiert, stellenweise dichter, so dass sich auf den Decken einige vage Flecken vor und hinter der Mitte bilden. Länge 14—16 mm, Breite 4—4½ mm. Typ 1 cf von Neu­Britannien im Museum von Par is . 479. Ichthyodes (Sg. Orinoeme) papuana. . Der c h a l y b e a t a Pasc , nahe stehend, abe r : Die unteren Au­ genloben etwas länger als die Wangen, Stirn breiter, schütter punktiert sowie auch die Halsschildscheibe, Schildchen breit, halb­ rund, Flügeldecken schütterer und feiner punktiert, die apikale Randecke in einen schmäleren und längeren Dorn ausgezogen. Schwarz , glänzend, auf den Decken einige weisse Flecken, von de­ nen einzelne etwas grösser sind, Unterseite und Beine äusserst fein grau tomentiert. Länge 14 mm, Breite 4 mm. T y p von Neu­Guinea in der Sammlung Itzinger. 288 Festschrift für Prof. Dr. E m b r i k S t r a n d . Vol. V (1938) 480. Ichthyodes (Sg. Orinoeme) ciliata. Der c h a l y b e a t a Pasc, nahe stehend, aber : Stirn weniger grob, schütterer punktiert, sowie auch der vordere Teil des Schei- tels, Halsschild schütter punktiert in ganzer Ausdehnung, die hinte- ren Querfurchen viel weniger tief, die Decken dichter, weniger grob punktiert, die Punkte apikalwärts immer feiner werdend, aber bis zum Ende deutlich, apikal sehr schief abgestutzt, die Randecke sehr vortretend, spitzig, die Seiten der Sterna fein punktiert , die Schen- kel weniger gekeult. — Dunkelbraun, braun und hellgrau tomen- tiert, Kopf und Halsschild dicht ockergelb marmoriert , die Seiten des Schildchens ebenfalls ockergelb, die Decken mit ovalen ocker- gelben Makeln besetzt, die in 4 Längsreihen auf jeder Decke ange- ordnet sind, und überdies mit kurzen, weissen Seten überstreut (wie auch die Schenkel und Schienen), die Seiten der Brust und des Ab- domens ockergelb. Länge 10½—11 mm, Breite 3 ¼ mm. T y p von den Salomonen: Insel Guadalcanal im Imperial Bureau of Entomo- logy. 481. Ichthyodes (Sg. Orinoeme) obliquata. Der p u n c t i c o l l i s Pasc , nahe stehend, aber : Fühler e twas kürzer als der Körper, Kopf und Halsschild fein punktiert, Flügel- decken ebenfalls viel feiner punktiert, die Punkte nicht gereiht, api- kal breiter, ebenfalls schief abgestutzt, die Randecke nicht spitzig, Mesosternalfortsatz vorn abgestutzt, aber ohne vortretenden Höcker. — Rotbraun, fein graubraun tomentiert, die Decken mit sehr kleinen, vagen, weisslichen Flecken übersät . Typ von Neu- Pommern : Ulamana im Museum von Dresden. 482. Ichthyodes (Sg. Orinoeme) granulipennis. Der p u n c t i c o l l i s Pasc, nahe stehend, abe r : Stirn, Hals- schild und Decken fein punktiert, letztere an den Schultern breiter , apikalwärts s tärker verengt, im basalen Viertel dicht, fein gekörnt; die apikale Randecke in einen schmäleren, spitzigeren Dorn ausge- zogen. — Jederseits der Halsschild'scheibe 2 ockergelbe Längsbin- den, die zum Teil unterbrochen sind, auf jeder Decke ungefähr 8 runde ockergelbe Makeln in Form zweier gewundener Querbinden (eine vor, die andere hinter der Mitte) angeordnet, besonders in der apikalen Hälfte. Länge 11—12 mm, Breite 3 ½ mm. Typ i cf von Neu-Guinea: Geelvink Bai im Museum von Par is . 483. Ichthyodes (Sg. Orinoeme) biplagiata. Der p u n c t i c o l l i s Pasc , nahe stehend aber : Die unteren Augenloben so lang als die Wangen, Stirn nur in ihrem oberen Teil punktiert, Halsschild etwas länger, sehr dicht, e twas weniger grob punktiert in ganzer Ausdehnung, Schildchen mehr als zweimal so breit als lang, Decken an der Basis breiter, sehr dicht, fein punk- tiert ausser im apikalen Viertel, ohne erhabene Längslinien, Meso- sternalfortsatz vorn schief abgestutzt und mit kleinem mittleren Höcker besetzt. — Flügeldecken sehr dicht, ockergelb gesprenkelt in der rückwärtigen Hälfte, schütter in der vorderen, auf jeder eine Dr. В r e u n i n g: Novae species Cerambycidamm 289 ziemlich grosse, quere, gelbe Seitenrandmakel am Ende des basalen Viertels. Länge 14—16 mm, Breite 3%—4% mm. Typ i cf von den Philippinen: Insel Luzon, Cap Engano im Britischen Museum. 484. Ichthyodes (Sg. Orinoeme) lineigeroides. Der I i n e i g e r a Pasc , sehr nahe stehend, abe r : Der mittlere Teil des Halsschildes ebenfalls punktiert, Decken ohne erhabene Längslinien, die seitlichen ockergelben Binden des Halsschildes sind breiter, die Decken nur mit winzigen weisslichgelben Flecken übersät, ohne solche Längslinien. Länge 12 mm, Breite ЗУз mm. Typ i cf von Neu­Guinea: Mafulu, 1300 m im Britischen Museum. 485. Ichthyodes (Sg. Orinoeme Pasc.) indistincta. Der b i p l a g i a t a mihi nahe stehend, aber : Die unteren Au­ genloben zweimal so lang als die Wangen, Stirn sehr dicht, Hals­ schild sehr fein punktiert, Flügeldecken apikal leicht abgestutzt, die Randecke verrundet. — Rotbraun, strohgelb tomentiert, stellenwei­ se dichter, so ­dass auf den Halsschildseiten und den Flügeldecken längliche Flecken sich bilden, aber sonst ohne Zeichnung. Länge 14—15 mm, Breite 4 ½ — 5 mm. Typ von Neu­Guinea: Astrolabe Bai im Museum von Stockholm. 486. Eur у plocia gen. nov. Gestreckt, Fühler fein, unterseits dicht gefranst ausser am ersten Glied, letzteres ziemlich kurz, wenig dick, das dritte e twas kürzer als das vierte, viel länger als das erste, Fühlerhöcker weit auseinander stehend, sehr niedrig, Augen grob facettiert, stark aus­ geschnitten, die unteren Loben quer, Stirn stark trapezförmig, Halsschild kurz, quer, gewölbt, mit 2 vorderen und 2 rückwärtigen geraden Querfurchen (die erste vordere auf der Scheibe aber erlo­ schen), die Seiten leicht gerundet, Flügeldecken sehr lang, gewölbt, regelmässig gestreift, punktiert, die Intervalle zwischen diesen Streifen (ungefähr 10 auf jeder Decke) e twas erhöht, Kopf rückzieh­ bar, Prosternalfortsatz ziemlich schmal, die Hüften etwas überra­ gend, rückwär ts senkrecht abgestutzt, Mesosternalfortsatz eine viereckige glatte Platte bildend, die vorn senkrecht abgestutzt ist, Mittelhüfthöhlen offen, Beine massig lang, die hinteren etwas ver­ längert (die Hinterschenkel fast den Hinterrand der Decken errei­ chend), Schenkel leicht gekeult, Mitteltibien vor dem Ende stark ausgeschnitten, Klauen divergent. Typ striatipennis mihi. Gehört systematisch neben Oopsis Fairm. E. striatipennis. Fühler so lang (?) oder um ein Viertel länger (cf) als der Kör­ per, die unteren Augenloben um die Hälfte länger als die Wangen, Stirn so hoch als breit, schütter fein punktiert, sowie auch der vor­ dere Teil des Scheitels, Halsschild dicht grob punktiert, schütterer und feiner am Vorder­ und Hinterrand, Schildchen sehr breit, api­ kal verrundet, Flügeldecken apikal ausgeschnitten, die Randecke in Festschrift für Prof. Dr. E m b r i k S t r a n d . Vol. V (1938) 19 2^0 Festschrift für Prof. Dr. E m b r i k S t r a n d . Vol. V (1938) Die Verbreitung und Oekologie des Kaiser­ adlers (Aquila heliaca Sa v.). (Ein Beitrag zur oekologischen Tiergeographie). (Mit Tafeln VII—VIII und 1 Textfigur) Von Dr. Nikolaus Vasvari, Budapest. Herrn Prof. Dr. Embrik Strand, dem vielseitigen Forscher der zoologischen Wissenschaft, zu seinem 60. Geburtstage gewidmet. A q u i l a h e l i a c a Sav., dieser früher systematisch und taxonomisch soviel umstrittene Grossadler, hat im Verhältnis zu den Übrigen fast das grösste Verbreitungsareal. Es umfasst im Grossen und Ganzen ein riesiges Gebiet von Südosteuropa an bis China, in einer abgesetzten kleineren Abteilung aber auch einen Teil von der Iberischen Halbinsel und Nordwest­Afrika. Der die letzteren Länder bewohnende Kaiseradler als eine besondere Form ( A q u i l a h e l i a c a A d a l b e r t i Brehm) darstellend, bildet die Hauptmasse von h e l i a c a in ihrer östlichen Vertre tung eine sehr einheitliche Art. Zwar wurde diese tatsächliche Einheitlichkeit frü­ her durch vermeintliche Schwierigkeiten verwir r t , doch entstanden diese meist aus Missverständnissen, hervorgerufen durch e twa sol­ einen spitz dreieckigen Lappen ausgezogen, an der Basis sehr dicht, grob punktiert, die Punkte verfliessend, dann dicht grob punktiert, die Punkte apikalwärts immer feiner werdend, die Seiten der Sterna schütter, grob punktiert. — Dunkelbraun, fein hellgrau to­ mentiert, diese Tomentierung auf den Decken auf.die Streifen re­ duziert (die Decken daher fein hellgrau längsgestreift erscheinend), die Decken hinter der Basis ockergelb marmorier t , die Seiten von Meso­ und Metasternum ebenfalls ockergelb marmorier t , Fühler rotbraun, äusserst fein grau tomentiert, bei den cfcf d a s neunte bis elfte Glied weisslichgelb tomentiert. Länge 11½ mm, Breite 4 m m Typ i 9 von den Neu­Hebriden: Malekula im Britischen Museum. 5 ) Zu Ehren des Herrn G. E. B r y a n t , London. 3 ) Zu Ehren des Herrn L. B u r g e o n , Tervueren. 1 S ) Zu Ehren des Herrn Y. С. M. G a r d n e r , Dehra Dun. n ) Zu Ehren des Herrn Prof. R. J e a n n e 1, Paris. 2 ) , 1 2 ) Zu Ehren des Herrn Dr. H. S c o t t, London. l ) , 4 ) , e ) , 7 ) . 8 ) , , 0 ) , 1 5 ) , 1 6 ) Zu Ehren des Herrn Prof. Dr. E. S t r a n d , Riga. Dr. V a s v a r i: Der Kaiseradler (Aquila heliaca Sav.) 291 *) Merkwürdigerweise wurde dieser Vogel durch P a l l a s . , den Entdecker und Erstbeschreiber von so vielen paläarktischen Arten, noch nicht erwähnt. **) Im Nachtragheft wird dies verneint. che Dinge, wie z. B. Jugendkleid etc.- und dadurch bedingte Ver- wechselungen mit anderen Adlern. Ja durch Studium der verschie- denen Federkleider gelangte dieser Vogel manchmal in einen ganz verschiedenen Begriffskomplex, fast den Bannkreis der Schreiadler erreichend. Spezielle Rücksichten auf Färbungs- und Zeichnungs- merkmale, auf Form der Nasenlöcher («nostrils») waren immer sehr wichtig, doch nicht die eingehenden umsichtigen, oekologi- schen Forschungen und ebendarum wird es angebracht sein eine biologische «Verbreitungskarte» u. zw. in einer durch die Lebens- bedingungen erklärbaren Form darzustellen zu versuchen. Wie bekannt, bewohnt der Kaiseradler im Gegensatz zu dem Steinadler ( A q u i l a c h r y s ä e t u s L.) meist die Ebenen oder wenigstens die niederen Gebiete. Zu den übrigen paläarktischen Adlern könnte man ihn in dieser Hinsicht nicht so schroff gegen- überstellen. Das ist eben einer der interessantesten Unterschiede in den Verbreitungsverhältniss'en dieser Grossadler, womit nicht gesagt wurde, dass die erwähnten Unterschiede in allen Fällen, be- sonders wenn keine Hochgebirge in Betracht kommen, tiefgreifend sind. Nach den allgemeinen Begriffen gehört Aquila h. heliaca Sav., gewissermassen als ein Mitglied der ponto-sibirischen Ornis den Steppengebieten der Ostpaläarktis zu. Und eben darum könnte man nach den allgemeinen Begriffen die Verbreitungs- und Lebens- verhältnisse dieses Vogels als ziemlich einfach darzustellen glau- ben*). W a s nicht alles im Kreis des erwähnten «Ponto-Sibiricum» an topographisch-biologischen Komponenten zusammengefasst wird! In ers ter Linie jedoch werden immer die Steppen betont, mit ihren für den Westländer so ausgezeichnet interessanten und merkwür- digen Lebensfaktoren und Lebensgestalten und ist eben die Reich- haltigkeit an Nagetieren jener ein Faktor, der nach den alltäglichen Begriffen vielen Tieren und meist den höheren Wirbeltieren fast als Lebensregulierer zu betrachten wäre . Und doch sind die Verhält- nisse bezüglich des Kaiseradlers nicht so sehr einfach, wie es sich aus dem Untenstehenden herausstellen wird. Nach H a r t e r t nistet A q u i l a h. h e l i a c a Sav. «in Süd- europa, früher bis in die Wiener Gegend, jetzt aber noch vom süd- östlichen Ungarn bis Griechenland, sehr häufig in Bulgarien und Rumänien, Südrussland bis ins Gouvernement Orenburg, Cypern, Kleinasien und im mittleren Asien bis zur Mongolei und China, nördlich vereinzelt bis zum südlichen Baikalsee, südlich bis ins nordwestlichste Indien. Wahrscheinlich auch in Ägypten und am Roten-Meere nistend»**). Da von diesem immensen Brutgebiet weitaus der grösste Teil auf Asien u. zw. meist auf Russisch-Asien fällt, so ist es sehr angebracht, die Verbreitungsdaten anhand des 292 Festschrift für Prof. Dr. E m b r i k S t r a n d . Vol. V (1933) neuen Werkes von S t e g m a n n ausführlicher anzugeben. Ich verdanke Herrn H. G r o t e aus diesem und anderen russischen Werken mehrere wichtige Übersetzungen. Nach S t e g m a n n ist die Verbreitung folgende: Die Zone der Steppen und der Wald­ steppen des europäischen Russlands, ist ein gewöhnlicher Vogel nach Norden bis Kiew und Voronesh, kommt selten bis Kasan, Rja­ san und Tula vor, nach Süden geht er bis zur Krim und Transkau­ kasien. Weiter nach Osten ist er in der Waldsteppe des Orenbur­ ger Gebiets verbreitet, nach Süden bis zum Mugodshar Gebirge, ferner in der südwestsibirischen Waldsteppe, nordwär t s bis Tjumen und Tomsk, südwärts bis Karkaralinsk und die Vorberge des Altai, sodann bewohnt er die Waldsteppenteile des Altai, die Waldsteppe von Minussinsk, von wo er nordwärts bis Krasnojarsk geht. Weiter östlich von hier ist er sporadisch verbreitet , indem er nach Exempla­ ren aus eingesprengten Steppenflächen bei Irkutzk, aus der Wald­ steppe Troiskossansk bekannt und sogar als Brutvogel im südöst­ lichen Transbaikalien gefunden worden ist. Ausserdem hors te t er stellenweise auch im nördlichen Turkestan, nämlich in den Vorber­ gen und z. T. selbst in den gebirgigen Teilen des Tianschan, des dschungarischen Alatau, sowie auf dem Karatau und am Syrdarja. Ausserhalb der Grenzen Russlands bewohnt er Südeuropa (ausser Spanien), Kleinasien, Vorderasien, Beludsistan, Kasmir und das nordwestliche Indien, ferner die Dschungarei und nördliche Mon­ golei, ostwär ts bis zum Changai. Jetzt sehen wir die Sache im Zentrum der Verbreitung näher an und ist es ziemlich ratsam, um die Frage besser beantwor ten zu können, von West nach Ost vorzudringen. Im Uman'schen Kreise (Gouvern. Kiew) hat ihn G о e b e 1 in drei darauffolgenden Jahren (1867, 1868, 1869) als eine bei Aquila chrysaetus seltenere Art beobachtet, die gegen Mitte und Ende April ankommt (was mir aber e twas spät erscheint) (siehe unten) und bis Ende September bleibt. Im benachbarten Gouvern. Pol tawa nach G a v r i 1 e n к о ist er ein auch heute noch gewöhnlicher Brutvogel. Ihre Horste stehen mitunter auf einzelstehenden uralten Bäumen, die als Überhäl ter auf Kahlschlägen stehengeblieben waren. Diese Art beginnt schon in dem Lebensalter zu nisten, sowie der grössere Teil seines Gefie­ ders die schwarzbraune Färbung hat und sich auf der Stirn wenn auch nicht scharf, so doch deutlich der dunkle Fleck zeigt. Indess ist der Kaiseradler in diesem Kleide noch ziemlich hell, da in seinem Gefieder noch viele gelbbraune Flecke vom vorigen Kleide übrig­ geblieben sind. Zuweilen beobachtet man im Frühjahr durchzie­ hende Trupps, bis zu 14 Individuen (z. B. am 16. März 1913). Das letzte Exemplar im Herbst wurde am 3. XI. (1924) erbeutet. Nach den Beobachtungen von S o m o w ist der Kaiseradler im Charkow'schen Gouvernement nach dem See­ und dem Schell­ adler ( A q u i l a c l a n g a Pali.) der gewöhnlichste brütende und Dr. V a s v ā r i : Der Kaiseradler (Aquila heliaca Sav.) 293 *) Ob Goebel nicht nach dem Gregorianischen Kalender rechnet? durchziehende von allen grossen Raubvögeln; doch kommt er in grösserer Zahl nirgends vor, wie auch die anderen grossen Adler. Er wohnt in grossen Eichen­ und Mischwaldungen, von wo er täglich weite Exkursionen unternimmt. Die Vögel kommen dort e twa um Mitte März an; einzeln oder in geringer Zahl trifft man sie auch während der ersten Hälfte dieses Monats an. Der Zug dauert bis Ende März oder Anfang April (letzteres übrigens sel­ ten), also wie oben erwähnt, ist die Goebel'sche Angabe e twas spät*). Zu brüten beginnen die Kaiseradler gegen Mitte April. Flügge Jungen wurden zu Mitte Juli beobachtet. Die Hauptnah­ rung dieses Adlers bildet dort der Perlziesel ( C i t e l l u s g u t t a ­ t u s) und es ist kein Kaiseradler dort geschossen worden, in dessen Kropf oder Magen nicht Reste von 1—2 Zieseln gefunden worden wären. Daher ist in den Jahren, in denen sich dieser schäd­ liche Nager ungewöhnlich stark vermehrt , die Zahl der Kaiseradler grösser als sonst. Am Aas ist dieser Adler keine Seltenheit, auch im Sommer, wenn es sonstiges Futter in Fülle gibt. Im letzten Sep­ temberdrittel beobachtet man starke Ortsveränderungen bei den Kaiseradlern. Der Wegzug wurde durch S о m о w von Anfang Oktober an beobachtet, der sich in manchen Jahren über den gan­ zen Oktobermonat ausdehnte; den letzten Kaiseradler beobachtete er am 9. XI. (1887). Diese wichtigen — ebenfalls der Güte des Herr r G r o t e Übersetzung verdankten — Angaben aus Charkow sind zum Vergleich gelegentlich der nachfolgenden Erörterungen sehr not­ wendig. Aus demselben Jahre , ' wie das Somow'sche Werk, stammt auch das von S u s h к i n über die Vögel des Gouv. Ufa. Er schreibt über A q u i l a h e l i a c a , dass sie hier auf freien offenen Landschaften vorkommt, daher ist die Verbreitung im Grossen und Ganzen nordwär ts und ostwärts durch den Lauf der Beloja be­ grenzt ; in den zum Gouvernement gehörigen Teilen des Uralgebir­ ges kommt dieser Adler nicht vor, hingegen in dem von ihm be­ wohnten Gebiet ist der Kaiseradler die gewöhnlichste Adlerart, noch häufiger als der Seeadler. In der Umgebung des Sees Schun­ gak­Kul waren auf einem Räume von höchstens 10 km 2 mit Sicher­ heit 4 Paare (im J. 1891) horstend. Im Gouv. Ufa ist der Kaiser­ adler ausschliesslich ein Sommervogel. Nach S u s h к i n e rwäh l t der Vogel einzeln stehende alte Bäume, einerlei, ob diese sich in völlig offenem Gelände befinden, oder ob unter ihnen Gebüsch steht. Oft kann man einen Kaiseradlerhorst auf demselben Baume finden, an welchem ein Bienenkorb angebracht ist. Da die Basch­ kiren überhaupt nur selten Raubvogelhorste zerstören, und der Kaiseradler im Gouv. Ufa nicht zur Beizjagd verwendet wird, so richtet sich dieser Adler bei der Wahl seines Horstbaumes nur in geringem Masse nach der Nähe des Menschen und sind die Horst­ bäume zuweilen direkt an der Landstrasse. Sie ziehen spät im 231 Festschrift für Prof. Dr. E m b r i k S t r a n d . Vol. V (193S) Herbst ab, in der ersten Oktoberhälfte, gleichzeitig mit den letzten Wasservögeln wenn es schon zu schneien anfängt. Die Nahrung des Kaiseradlers bilden Ziesel, Hasen, und verschiedene Vögel, ins­ besondere Enten. Nicht selten überfällt er auch Hausgänse, doch ist er im allgemeinen recht ungeschickt und S u s h k i n ha t ein­ mal gesehen, wie eine ganze Schar von Hausgänsen einem sie an­ greifenden Kaiseradlerpaar wohlbehalten entkam. Nicht selten er­ scheint dieser Adler beim Aas und fängt hier zuweilen auch Krähen, die sich beim Aas versammelt hatten. Im südlichen Ural ist der Kaiseradler, nach E v e r s m a n n sehr häufig, ja häufiger als der Steinadler. Er horstet gern in der Nähe der Dörfer auf Pappeln, Espen und Weidenbäumen. Er geht so leicht aufs Aas, als Aquila clanga. In der Waldsteppe der östlichen Vorberge des südlichen Ural­ gebirges ist A q u i l a h e l i a c a nach S n i g i r e w s к i. die ge­ wöhnlichste Art der Adlersippe und geht nach Norden bis zum 56" N. Br. Ich halte für interessant auch zu erwähnen, dass nach dem­ selben Autor in der Birken­Waldsteppe ausser dem Kaiseradler u. a. die folgenden Arten gewöhnliche Brutvögel sind: Bubo bubo, Strix uralensis, Otis tetrax, Lagqpus lagoptfs major, Tet rao uro­ gallus (Kiefernwälder), Bonasa bonasia, Accipiter gentilis, Tadorna tadorna. Auch im Kaukasus liebt er nach R a d d e mehr die nackten spärlich bewaldeten Vorketten grosser Gebirge und nicht die mit geschlossenen Hochwäldern bestandenen Hauptstöcke. Im Winter bleiben dort wenige, im Herbst aber häufiger und er zieht in der ersten Oktoberhälfte. Sein tatarischer Name «Karakusch tschaili», d. h. der am Flusse lebende Adler. Nach S a r u d n y ist der Kaiseradler im Orenburger Gebiet von allen, sowohl den grossen, wie auch den kleinen Adlern der zahlreichste. An ebenen Stellen brütet er nur dort, w o sie mit lichtem, möglichst hochstämmigem Wald bewachsen sind, wie z. B. im Üraltale; sein Optimalbiotop sind in unserem Gebiet bergige, oder hüglige Gelände, die von Steppen umgeben sind. Im Winter kommt er nur selten vor und er trifft im Frühjahr angefangen von den ersten Märztagen ein und erscheint in Menge in der ersten Märzhälfte, sowie in den ersten zwei Aprildritteln. In dieser Zeit zeigt er sich häufig bei Städten, Dörfern und Höfen, da er hier leichte Beute vorfindet: Aas, Dohlen, Saat­ und Nebelkrähen,Elstern und Hausgeflügel. Das Futter für die Nestjungen besteht zumeist aus Aas, zum Teil aus Zieseln, jungen Murmeltieren und besonders aus jungen Vögeln: Entenküken (manchmal das Hauptfutter!), Jung­ vögeln von Gänsen, Trappen und Kranichen. Alle Kraniche werden von den Kaiseradlern in Ruhe gelassen. S a r u d n y beobachtete zweimal auch rätselhafte, ungewöhnlich grosse Scharen von Kai­ seradlern, u. zw. am 1. VIII. 1882 eine Schar in der Steppe bei Dar­ gus, hoch in östlicher Richtung fliegend, an Zahl mindestens zwei­ Dr. V a s v ä r i : Der Kaiseradler (Aquila heliaca Sav.) 295 hundert Stück, zwischen denen aber viele Steinadler waren und eine viel grössere Schar hat er am 30. V. 1882 bei Orenburg beobach­ tet, sicherlich viel mehr als von 600 Stück! Handelt es sich hier vielleicht um einen Frühsommerzug, hervorgerufen durch eine aus­ sergewöhnhch gut gelungene Vermehrung in der Brutsaison, oder um einen Zufluss an Nahrung an einer Stelle?). In Transkaspien ist hingegen dieser Adler ungleich seltener als der Steinadler (Nach W a l t e r ) . Im nördlichen Kaspigebiet sind nach B o s t a n j o g l o die Kaiseradler in allen Steppen bei Süsswasserseen gemein und treten hier sogar noch häufiger als die Steppenadler auf. Er horstet be­ stimmt in den Inderskibergen. Überhaupt ist dieser Adler in den Uralsteppen häufiger als alle anderen Adler. Nach den Kirgiesen überwinter t er auch in den Steppen; bei Astrachan kommen nach J а к о w 1 e w die Kaiseradler in geringer Zahl das ganze Jahr über vor. Uber der Steppe versammeln sie sich zuweilen in Trupps von 3—5 Stück und wenn sie Ziesel und Springmäuse jagen, so ja­ gen sie sich gegenseitig in der Luft die Beute ab. In der mittleren Kirgiesensteppe nach S u s h k i n ist A q u i l a h e l i a c a eine der gemeinsten Arten, ist aber als Brutvogel durchaus nicht überaus verbreitet. Er horstet entweder auf Bäu­ men, oder auf Felshängen, doch nur dort, w o wenigstens Strandve­ getation vorhanden ist und meidet als Brutplatz durchaus waldlose ebene Gegend und Sanddünen. Dementsprechend ist er als Brutvo­ gel nach Süden höchst sporadisch und in den Artemisia­ (Wermuth­) steppen mit Salzboden sind sogar umherstreifende Stücke sehr sel­ ten. Im Frühjahre wurde die Ankunft zwischen 18.—22. März be­ obachtet. Das Flüggewerden der Jungen geschieht im nordöstli­ chen Teile des Gebiets Ende Juni. Von anderen durch Sushkin an­ geführten Arten seien hier als mit unseren Auseinandersetzungen mehr oder minder zusammenhängend (ausser Wildenten und Wild­ gänsen) Grus grus, Otis tetrax, Otis tarda, Tetrao tetrix viridanus, Lagopus 1. major, Perdix p. robusta, Falco cherrug, Buteo rufinus, Circus aeruginosus, Bubo bubo, erwähnt : erstere (von Grus — P e r ­ dix) als eventuell in Betracht kommenden Beutevögel, die übrigen aber als Mitfresser oder Nahrungskonkurrenten im Gebiet — vor­ nehmlich bezüglich der Nagetiere — verdienten etwaige Beachtung. Dies halte ich umsomehr für notwendig, da auch in S e w e r t z o w und M e n z b i r's «Ornithologie du Turkestan» als Nahrung ausser den mittelmässigen Säugern (jungen Murmeltieren und Zieseln) auch Vögel u. zw. besonders junge wie kleine Enten, junge Gänse, Kraniche und Trappen erwähnt sind. — In Westsibirien, in der Kulun­ din'schen Steppe und dem angrenzenden Gebiet wird der Kaiser­ adler durch Hermann J o h a n s e n unter der Avifauna der Steppe mit seltenen Baumgruppen und Gebüschen erwähnt , sowie noch auch u. A. Tetrao tetrix, Perdix perdix, Lagopus lagopus, Otis tarda (selten), Otis te t rax (häufiger), Grus grus, Grus virgo, Bubo 296 Festschrift für Prof. Dr. E m b r i k S t r a n d . Vol. V (1938) bubo sibiricu's, «Aquiia nobilis Pall.», Haliaetus albicilla (auch Seen sind vorhanden mit verschiedenen Wasservögeln, wie Wildgänsen, Wildenten etc.); dann aus anderem Gelände der Steppe mit Kiefern- wald und Seen (aus dem Monat Juli) wird der Kaiseradler wieder erwähnt zusammen u. a. mit Otis tarda, Otis te t rax, Perdix perdix, Lagopus lagopus, Tetrao tetrix, Bubo b. sibiricus, Aquila clanga, Haliaetus albicilla, Falco cherrug. Später einmal in der Baraba- steppe (im Juni) wurde durch J o h a n s e n Aquila chrysaetus und heliaca in ein und derselben Gegend beobachtet. In den Steppen und Waldteilen des Minussinsgebietes ist Aquila heliaca nach S u s h k i n gemein, kommt vielleicht nur gelegentlich im Ussinskgebiet vor und wurde im Urjanchailande überhaupt nicht angetroffen. Im Jeriissei'schen Gouvernement nach T u g a r i n o f f und B u t u r l i n ist unser Vogel unter den Adlern wohl der Gewöhn- lichste. Im Krassnojarskbezirk und südlich davon ist er nirgends selten; seine nördliche Verbreitungsgrenze ist noch wenig erforscht. Die Kaiseradler erscheinen in der Umgegend von Krassnojarsk im ersten Aprildrittel, sowie zu Beginn des zweiten Aprildrittels. Die Jungen schlüpfen gegen Mitte Juni; sie verlassen den Horst e twa gegen Mitte Juli. Der Wegzug ist gegen Anfang Oktober. Im Südteile des Jenissei Gouv. kommt dieser Adler nach S t e g m a n n häufig und nach T a c z a n o w s k l bis zum Südende des Baikal regelmässig vor. Wei ter gegen Ost ist er aber schon sehr ^selten. In der Aga-Steppe (Süd-Ost-Transbaikalien) brütet die Art (hier kommt auch z. B. B u t e o r. h e m i l a s i u s Temm. et Schleg. vor). Es ist interessant, dass in der daurischen Steppe — mit Nagetierreichtum — nach S t e g m a n n Aquila nipalensis nipa- lensis Hodgs. häufig ist (ohne den Kaiseradler). Sehr weit im Osten in China, im unteren Jangtse-Becken, ist nach S t y a n Aquila heliaca ein Brut- und Standvogel*). All diese hier aufgeführten Mitteilungen passen sehr gut als Bestandteile eines Mosaikbildes über die Verbreitungsverhältnisse und das Leben des Kaiseradlers nach Osten zueinander. Wie es anzunehmen ist, fügen sich die Einzelheiten nicht zu bunt und man- nigfaltig zu einander, im Gegensatz kann man ein ziemlich einheit- liches Gesamtbild bekommen, das sehr geeignet ist für unsere wei- teren Erörterungen die Richtlinien zu bezeichnen, bezw. die spä- teren Darstellungen zu einer grösseren Klarheit zu helfen. W a s bei den Vorkommnis-Verhältnissen im Brutgebiet bisher auffallen musste, handelt es sich um den wichtigen, wenn nicht den wichtigsten Umstand, dass man bei Punkt Nahrung die mit telmäs- sigen Nagetiere, meist Ziesel erwähnt . Dies wird manchmal viel- *) Anmerkung während der Korrektur: Aqui la h e l i a c a R i c k e t t i Swann,— nach Hartert ein Synonym zu der Nominatform — kommt laut T s e n - H w a n g S h a w in Hopei als regelmässiger Frühjahrs-und Herbstzugvogel vor und brütet möglicherweise in den Bergen nördlich von Peiping. (The birds of Hopei Pro- vince., Zool. Sin., 1936.). Dr. V a s v ä r i: Der Kaiseradler (Aquila heliaca Sav.) 297 leicht zu sehr betont, fast zum Schaden der Wahrheit . Es scheint aber doch tatsächlich das gleichzeitige Vorhandensein passender Nagetiere einen sehr entscheidenden Einfluss auf die Verbreitung des Kaiseradlers zu haben.­ In diesem Zusammenhange sei darauf hingewiesen, dass besonders die Steppennager im Allgemeinen eine Hauptbedingung für viele fleischfressende Vertebraten darstellen. Eben die Verbreitung der Zieselmäuse (C i t e 11 u s) des nördlichen Steppengebiets von Eurasien und der Prärien von Nordamerika beweist mit Klarheit, was für einen wichtigen Bestandteil der Biocoenosis sie bilden. Man muss aber behaupten, dass die an Ar­ tenzahl nur etwa den fünften Teil der neuweltlichen Zieseln ausma­ chenden altweltlichen Vertreter dieser Gruppe scheinbar doch eine grössere Bedeutung der zur biologischen Charakterisierung der von ihnen bewohnten Landstriche haben. Es ist beinahe so, dass diese bisher mehr wegen ihrer oalaeontologischen Wichtigkeit emen fast alltäglichen Leckerbissen für den Forscher bietenden Nagetiere mehr ihre Vergangenheit betrachtend so wichtig gewesen waren, Hoch würden sie es sehr verdienen, wenn wir ihnen für umsichtigere Betracbtumr^n und Verständigung auch der Jetztwelt eine grössere Aufmerksamkeit schenken möchten. Sie bewohnen die für unser Thema wichtigen Länder in einer Reihe von etwa zwanzig Arten und sind dem Stepoenleben weit mehr angepasst. wie z. B. die meisten M и r i d a e und auch die Hamster, vornehmlich aber deren grösste Vertreter ( C r i c e t u s c r i c e t u s auet.). Eben darum sind die Ziesel mehr яп d. natürli­ chen Vegetationen gebunden, als z. B. der gemeine Hamster, wie auf diese biologischen Unterschiede auch W e r t h in seinen wich­ tigen Arbeiten über Ziesel und Hamster eenügend hinweist. So erlaube ich nicht fehlzugreifen, wenn ich diesen Umständen auch betreffend das frühere und jetzige Vorkommen, fast dürfte man sa­ gen, dem gestrigen und heutigen Bestand dieser Nager eine grös­ sere Wichtigkeit beimessen möchte. Unter mehr natürlichen Ver­ hältnissen ist das Leben und der Bestand der Zieselmäuse nicht so tiefgreifenden Wechselungen unterworfen, wie in den mehr oder minder kultivierten Landstrichen, w o der Landbau in manchen Be­ ziehungen schädigende Veränderungen hervorruft. Dies ist beson­ ders auf die Populationen in Mitteleuropa geltend, wenn die Tiere nicht auf ursprünglichem und durch Feldbau nicht modifiziertem Terrain leben, wie etwa auf grösseren Weidenflächen, welch letz­ tere eine viel konservierendere Einwirkung auf den Zieselbestand haben. Hingegen muss man auf den durch Menschen s tärker beein­ flussten Territorien mit einer Hin­ und Herschwankung der Lebens­ möglichkeiten und so auch deren Folgen, den Ortsbest^nden etc. rechnen. In dieser Hinsicht könnten wir analoge, zum Teil durch andere aber meist durch unnatürliche, also künstliche Umstände hervorgerufene Bestands­ und andere Schwankungen auch bei der Feldmaus ( M i c r o t u s a r v a 1 i s), ja auch beim Hamster bemer­ 298 Festschrift für Prof. Dr E m b r i k S t r a n d . Vol. V (1938) ken. Es ist erwähnenswert , dass eine ganz strenge Spezialisierung unter den Raubvögeln auf Ziesel nicht häufig ist, worüber später noch mehr zu sprechen ist. Ich bemerke, dass A q u i l a n i p a­ 1 e n s i s auct. — besonders o r i e n t a l i s Cab. — in dieser Hinsicht eher spezialisiert zu sein scheint als A q u i l a h e l i a c a etc. Von anderen Steppennagern kommt für den Kaiseradler z. B. der Bobak (А г с t о m у s b o b a k L.) in Betracht , noch mehr aber die Grosshamsterformen ( C r i c e t u s c r i c e t u s ) , welch letztere auch darum interessant sind, weil ich anhand der guten Übersicht von W e r t h die Verbreitung dieser Tiere ziemlich gut mit der von A q u i l a h e l i a c a übereinstimmend finde, wenn auch in einem oder anderen Punkte mit der von Zieselarten eine vollendetere Übereinstimmung zu finden ist. Als Nahrungstiere kommen die Hamster bei dem Kaiseradler auch in Betracht und bilden sie sogar vielleicht unter bestimmten Verhältnissen einen nicht unterschätz­ baren Bestandteil der Ernährung. Der Hamster wohnt aber nach verschiedenen Berichten von Mammalogen, wie S a t u n i n u. a. auch im Osten, besonders oder fast nur in den fruchtbaren bebauten Stellen, nicht aber in der von der Kultur unberührten Steppe, und hält man ihn für ein ziemliches Waldsteppentier, im Gegensatz zu С i t e 11 u s und zum Teil zu dem Zwerghamster (C r i с e t u 1 u s), die meist echte Steppentiere sind. Nun fürchten die Hamsterar ten überhaupt nicht die Nähe des Menschen, ja kommen auch entschie­ den häufig in die Umgebung der menschlichen Siedlungen, ja selbst in die Häuser hinein. Sind doch auch bebaute Felder meist bei den Ortschaften — in dem Dinge der Natur liegt dies — und in noch höherem Masse in grossen von Menschen weniger bewohnten Ge­ genden, e twa in Steppengebieten Asiens und so kann es nicht wun­ dernehmen, wenn die Lebensmöglichkeiten für gewisse Tierar ten in der Nähe der menschlichen Ansiedlungen geeigneter sind als die der ausgesprochenen Wildteile des Landes. Und in diesem Sinne möchte ich auch das schon oben einigemal erwähnte Horsten des Kaiseradlers bei Dörfern u. s. w. erklären, nicht zu sprechen über die bedingten oder unbedingten Tunlichkeiten, die an Beschaffung von Futtertieren, besonders in der Brutzeit, u. zw. von Hausge­ flügeln (jungen Enten und Gänsen, s. oben) sich darbieten. Auf letz­ teren Punkt müssen wir noch zurückkommen. Jetzt den Herd der Verbreitung resp. des Gebietes der Lebens­ erscheinungen von A q u i l a h e l i a c a verlassend, kommen wir zurück in die Richtung nach Südwest und Süd. Von Russland her können wir zuerst das Vorkommen in Polen erklären. Nach freund­ lichem Brief des Herrn Coll. Dr. A. D u n a j e w s k i können wir behaupten, dass dieser Adler dort sicher nicht horstet und auch als gelegentlicher Gast nur selten erscheint, im Ganzen sind nur 3 oder 4 Exemplare festgestellt, alle in südöstlichen Gegenden des Lan­ des ; Graf W o d z i c k i («Die Adler Polens», Lemberg 1886), schreibt, er habe diese Art niemals gesehen; einige Angaben über Dr. V a s v ä r i : Der Kaiseradler (Aquila heliaca Sav.) 299 das Vorkommen sind aber in der Literatur erwähnt , so bei G r a s s m a n n , Graf Z e d l i t z . Nach Z a w a d s к i («Die Wirbeltiere der galizisch­bukovini­ schen Fauna».. Stuttgart , 1840), ist der Kaiseradler in den bukovini­ schen Gebirgen ein Horstvogel (ich danke diese Angabe auch der Güte des Herrn Coli. D u n a j e w s k i ) . Nach K r a n a b e t e r (Or­ nis, 1887, p. 41, 42), ist er selten, brütet aber auch. Nach ihm be­ steht seine Nahrung aus Mäusen, Hamstern, verschiedenen Vögeln, sowie auch Hasen, Rehen, ja Hirschkälbern (? ! ) . Auch L u z e c k i hält es nicht für unwahrscheinlich, dass diese Art in Bukowina brütet. Im Nachbargebiet Bessarabien, ist dieser Adler nach О s t e r ­ m a n n : «Ein ziemlich verbreiteter bei uns nistender Vogel. Kommt im Mai an und fliegt im Oktober fort. Viele Autoren behaupten, dass dieser Adler nur 2 Nestlinge ha t : nach meinen Beobachtungen ­ein iunges P a a r hat wirklich 2 Nestlinge. die älteren aber haben je 3 Nestlinge. Sein Futter besteht aus Zieseln, Vösreln und gefallenen Tieren, besonders liebt er aber junge Gänse. Enten und Kraniche.» (Für diese Literaturstelle muss ich meinen Dank Herrn Koll. W. A r w e n t i e w in Chisinau aussprechen.) Uns nächstliegend ist A a u i l a h e l i a c a heute am heimisch­ sten in Rumänien. Ja, er ist dort ganz häuslich. Ich betone dies ganz absichtlich, da unser Adler im benannten Land alle ihm nöti­ gen ökologischen Bedingungen in selten reichem Masse vorfindet. D o m b r o w s k i nennt ihn in der Dobrudscha, besonders in deren westlichen Teilen, sowie in der unteren Donaugegend. als einen sehr häufigen Brutvogel, der aber auch an vielen anderen Stellen des Landes regelmässig brütet. Er selbst kannte in dem Frühiahr 1900, 42 besetzte Horste. Schon früher sagen die Gebrüder S i n t e ­ n i s, dass der Kaiseradler auch auf in den Dörfern stehenden Bäu­ men brütet . Die besondere Häufigkeit dieser Art hier wird meines Erachtens durch das grossartige Zusammentreffen von Gebieten mit Steppencharakter sowie von dem überaus mannigfaltigen Inundati­ onsgebiet bedingt. Nach D o m b r o w s k i besteht die Hauptnah­ rung dieses Vogels in kleinen Säugetieren, besonders in den Ham­ sterarten und Zieseln, aber auch aus Vögeln, bis zur Grösse des Zwergtrappen, und ab und zu nimmt er auch Aas an. Schade dass der Verfasser trotz so vielen Gelegenheiten keine zahlenmäs­ sigen Angaben veröffentlicht ha t te ! — Da er «Hamsterarten» er­ wähnt, kann man voraussetzen, dass er ausser C r i c e t u s c r i ­ c e t u s auch den kleineren M e s o c r i c e t u s N e w t o n i N e h r . in Mageninhalten gefunden habe (umsomehr als er diese letztere kleine Hamsterar t bei A t h e n e n o c t u a i n zwei, in S t r i x a 1 u с о in einem Exemplar konstatiert hatte). W a s für die gute Be­ setzung dieses Landes mit Kaiseradlern sehr zu beachten ist, ist der Umstand, dass die Biocoenonten mit ähnlicher Gesinnung (Ziesel­ nahrung einerseits: F a l c o c h e r r u g , sowie etwaige Vogel­ 300 Festschrift für Prof. Dr. E m b r i k S t r a n d . Vol. V (1938) nahrung andererseits, sei es Wasse r - oder Hausgeflügel: H i r a - a e t u s p e n n a t u s , H a l i a e t u s a l b i c i l l a ) auch reich ver- treten sind. Der Ziesel kommt übrigens im betreffenden Kaiser- adler-Areal, und zwar besonders in der Donaugegend in grosser Menge vor, und eben ist dieses Gebiet bezeichnenderweise das von C i t e l l u s c i t e l l u s L., während in Bessarabien und im inneren Teile von Bukowina — nach C a l i n e s c u — C i t e l l u s s u s l i - c a Güld., der Perlziesel wohnt (wie erwähnt brütet A q u i l a h e - l i a c a auch in Bessarabien). Aus Bulgarien wird die Häufigkeit des Kaiseradlers be- sonders mit lebendigen und farbenreichen Schilderungen betont, ja, man könnte behaupten, dass eine so dichte Besiedlung seitens die- ser Art bisher in keinem anderen Lande festgestellt, resp. geschil- dert wurde. Nach F a r m a n ist dieser Vogel im mittleren Bulgarien die gewöhnlichste Adlerart und brütet er an allen Teilen des Ge- biets in grosser Anzahl. Nach R e i s e r ist er dort in solcher Men- ge vorhanden, dass es auch in nächster Nähe der Hauptstadt genug besetzte Horste gibt, und in früherer Zeit waren noch mehr, zählen doch auch die durch das ganze Land zerstreuten Brutpaare nach Tausenden. Reiser meint, dass nicht nur durch die reichliche Nah- rung, «die von Vornherein durch die Verbreitung des Ziesels gesi- chert erscheint», sondern auch durch den ganz besonderen Schutz seitens der Einwohner — wegen dem Glauben, dass, wo dieser Adler horstet, dort das Hagelwetter sich von dem Gebiete entferne — einen sehr günstigen Einfluss auf das dortige Vorkommen be- wirkt. Dieser letzte Umstand erklärt , wenn der Kaiseradler sehr gerne inmitten, oder an den Dörfern nistet, w a s uns auch aus einem anderen Grunde begreiflich sein könnte, nämlich aus der Möglich- keit der Erbeutung der auch durch Reiser erwähnten Gänse, Hüh- ner und Ferkel (letztere müsste man aber mit einem kleinen F rage - zeichen belegen). Reiser fand in einem Horste eine junge Hausgans und einen Schweinsfuss (dieser s tammte gewiss vom Aas). Als Aasfresser kamen zwei adulte Exemplare vor Varna im Juni auf einem Lammskadaver zur Beobachtung (in der Brutzeit , w o an le- bender Nahrung kein Mangel i s t ! ) ; in einem Horste aber (im Mai mit einem Jungen) war ein Rehlauf und ein skelett ierter Fuchs- schädel. Als Vogelnahrung finde ich bei R e i s e r eine Wachte l zum Horst getragen erwähnt, und ist mir eine andere Angabe auch ver - dächtig, nämlich die Beobachtung des Vogels im Juni «mehrmals im Sumpfe von Batak»; vermutlich befand sich der Adler dort zum Zweck der Erbeutung von Wasservögeln. Nach L e v e r k ü h n ist der Kaiseradler in Bulgarien so häufig, wie der Mäusebussard in Deutschland. Er wollte nach mehr als zwölfjährigen Aufzeichnun- gen (im Frühjahr 1905) die Zahl der Brutpaare im Sofioter Becken — ein Gebiet von einer Länge von 61 km, von einer Breite von 23 km und e twa 1000 km 2 — feststellen; er fand 48 Horste, wovon sich 19 als bewohnt erwiesen haben, aber er meint, dass ca. 20% Dr. V a s v ä r i : Der Kaiseradler (Aquila heliaca Sav.) 301 der tatsächlich vorhandenen Horste übersehen wurden und so auf dem erwähnten Gebiet etwa 58 Horste waren. Für ganz Bulgarien waren auf einer für den Kaiseradler geeigneten Fläche von 80.000 km 2 , nach Leverkühn im Ganzen 4608 und von diesen etwa 1824 be­ legte Horste zu finden. Dies bedeutet auf 4,3 km 2 ein Horst. Da Leverkühn zum Vergleich der Häufigkeit den Mäusebussard in Deutschland heranzieht, wird es gut sein, in Erinnerung zu bringen, dass er nach S c h i e r m a n n in einem sehr günstigen Brutbiotop, in dem Unterspreewald (der Mark Brandenburg) auf 20 km 2 in 14 Paaren festgestellt wurde, dies macht auf 1,4 km 2 ein Brutpaar und durch W e n d l a n d wurden zum Teil noch günstigere Zahlen er­ mittelt. Man muss bei allen derartigen Feststellungen möglichst viel auf Biocoenose und hauptsächlich auf die ernährungsökolo­ gisch wichtigen Faktoren achten, und eben darum wäre es von hohem Interesse die Kumpanei horstender Kaiseradler kennenzu­ lernen (daher wurden auch bei den bisherigen Betrachtungen die Mitbewohner des Gebietes der A q u i l a h e l i a c a nach der Mög­ lichkeit vor unseren Augen gehalten). L e v e r k ü h n hält für Biocoenose beim Horst des Kaiseradlers die Nähe eines Terrains mit Zieseln für wichtig. Er fand unter dem Horst­ und Ruhebaum grosse Gewöllen, die aus Resten meist von Säugetieren (Zieseln, Mäusen, Ratten, Maulwürfen) und seltener von Vögeln bestanden. Er sagt, dass der Horst durch die alten Vögel auch im Herbst und Winter manchmal als Speisezimmer oder Vorratskammer benützt wird und darin verschiedene grössere Säugerreste sich befinden. Der Kaiseradler ist als Wintervogel in Bulgarien auch nach G e n g 1 e r häufig. Bezgl. der neueren Zeit behauptet B o e t t i c h e r , dass der Kaiseradler seit dem Weltkriege in Bulgarien weit seltener gewor­ den ist. Am Ende unseres Teiles «Bulgarien» fragen wir mal, ob auch A q u i l a h e l i a c a durch die Moldaupforte aus Rumänien resp. Südrussland in dieses Land eingewandert sei, wie nach B o e t t i ­ c h e r der Hamster und Ziesel machte, welch letzterer ebenfalls nach Boetticher bis in die submontane Stufe hinaufgeht. In diesem Zusammenhange sei es erwähnt, dass nach В о 1 к а у im Saraje­ voer Museum der Ziesel auch aus dem Balkangebirge (aus 1444 m Höhe) vertreten ist, gewiss auch eine kleine Perspekt ive hinsicht­ lich des Kaiseradlers. Es scheint mir zweckmässig zu sein, jetzt aus einigen Gründen längs der unteren Donau hinauf nach Ungarn unsern Vogel und auch sein Schicksal zu verfolgen. Seit man sich mit der Ornithologie bezgl. des Gebietes über­ haupt befasst, waren die Gegenden bei der unteren Donau (die heute zu Rumänien und Jugoslavien gehören) die besten An­ siedlungsplätze für Kaiseradler. Die meisten obwohl manchmal nicht ganz klaren Angaben aus älterer Zeit, aus den 70­er Jahren vorigen Jahrhunderts , stammen von E. H о d e k, der ihn mit von 302 Festschrift für Prof. Dr. E m b r i k S t r a n d . Vol. V (1936) dem Steinadler sehr verschiedenen Charakter versehenen und zu seiner Körpergrösse als den meist harmlosen Adler nennt. Er fresse besonders die Ziesel, und wo diese in genügender Zahl vorkommen, dort lasse er alles andere wenn möglich ausser Acht. H o d e k erwähnt als Beutetiere auch das Eichhorn, den Hamster , die W a s ­ serrat ten und die Mäuse, er fand aber, wie er schreibt, in den Mä­ gen immer nur Ziesel und auch im und unter dem Horst , mit weni­ gen Ausnahmen, Zieselreste. In den vielen untersuchten Horsten hat er Hasenreste niemals gefunden, obwohl alle Vorkommnisorte an Nutzwild reich w a r e n ; Wildenten und Reiher werden seltener er­ beutet, mehr aber in den Dörfern die Haushühner und öfters junge Enten und Gänse, einmal auch eine alte Ente gefangen; in der Wallachei jedoch, wo der Ziesel auf Flugsand fehlte, an herumstrei­ fendem Hausgeflügel aber kein Mangel war , wurde auch eine alte Gans geschlagen (in der Brutzeit). Hodek fand den Kaiseradler nördlich der Drau niemals horstend, auch nicht im Draueck. w o er hingegen nach M o j s i s o v i c s horstete. H o d e k hält diesen Adler für einen Standvogel, der' von ihm auch im Winter im Be­ reiche des Horstes gefunden wurde . Auch K r o n p r i n z R u d o l f fand an der unteren Donau den Kaiseradler häufig, w a s auch aus der Liste der Jagdbeute seiner erinnerlichen Donaufahrt sich herausstellt , obwohl die 7 Kaiseradler und 14 Seeadler als Beute meines Erachtens nicht dem tatsächlichen Brutbestand entsprechen, was auch aus L e v e r k ü h n s Mitteilung hervorgeht , derzufolge in jener Zeit in der Fruska­Gora je 5 Paa re von Kaiser­ und See­ adlern brüteten. Auch Kronprinz R u d o l f betont die Wichtigkeit des Ziesels für den Kaiseradler, sich auch berufend auf entsprechen­ de Erfahrungen von B r e h m in Sibirien. An der unteren Donau, südlich von Pancsova ist der Kaiseradler auch nach C h e r n e l nach dem Seeadler die häufigste Adlerart. Nach M a d a r ä s z ist dieser Adler in den Uferwäldern der Donau und Theiss ein Brut­ vogel, er kommt aber auch in den westlichen Teilen des Landes vor und nach seinem Handbuche ist er meist im südlichen Teile heimisch, w o er ein Standvogel ist, der bei der unteren Donau und zwischen Drau und Save brütet und manchmal auch die nördlichen Gegenden des Landes besucht. Nach S с h e n k's «Faunakatalog» ist unser Vogel in der grossen ungarischen Tiefebene und in Trans ­ danubien ein öfterer, im nördlichen und nordöstlichen Hochland aber ein seltener Strichvogel, in Siebenbürgen, bei der unteren Do­ nau und in Slavonien eine häufige Art. Nach meinen eigenen Erfah­ rungen glaube ich, dass die eigentliche grosse ungarische Tiefebene bezw. der nördlich vom «Bānāl» und «Baczka» gelegene grössere Teil derselben auch früher kein so geeigneter Aufenthalts­ und beson­ ders Brutplatz für den Kaiseradler war, als die südliche Donaugegend, wo ausser dem an Nahrungstieren infolge der grossen Wechselung von wässerigen und trockenen Gebieten reicherem Biotop auch günstigere Horststellen waren. Es war bestimmt in sehr alter Zeit, Dr. V a s v ä r i : Der Kaiseradler (Aquila heliaca Sav.) 303 da A q u i l a h e l i a c a im mittleren und nördlichen Teil des Ge­ biets ein echter Brutvogel gewesen war und wahrscheinlich nur damals, als noch die mit der sibirischen Waldsteppe vergleichbaren Verhältnisse hier obwalteten, also vor der sekundären und viel­ leicht terzialen Konfiguration dieses Erdstriches, über dessen ur­ sprüngliche Charakterisierung besonders die Botaniker so ziem­ lich verschiedene Ansichten hegen. Es ist sicher, das A q u i l a h e l i a c a heute auf dem grossen Tieflande noch am häufigsten auf der Puszta Hortobagy vorkommt, ohne aber dass man über ein Horsten berichten könnte. Dort kann man ziemlich regelmässig auch im Sommer diesen Vogel antreffen und vornehmlich junge Exemplare. Im Juli 1910 hielten sich dort nach S c h e n k etwa 15—20 Exemplare auf, als damals ein besonders grosser Nager­ reichtum w a r ; dann jagten diese Vögel dort ausser Zieseln auch auf Hasen, und besonders die jüngeren schwächeren Stücke der letzteren kann der Adler auf dem ebenen, keine Deckung gebenden Terrain ganz ermattet schlagen. Im Juli 1932 habe ich selbst dort ausser einem jüngeren auch ein in Umfärbung begriffenes Exemplar von h e l i a c a beobachtet (solche können bekanntlich schon brü­ ten) und kommen dorthin vielleicht auch solche Stücke, die obwohl paarungsfähig, doch durch irgendeinen Umstand, meist durch Forst­ oder andere Kultur beim Horstversuch vertrieben wurden. Ich kann zwar über ein Horsten in der Nähe des Hortobagy keinen Be­ weis liefern, doch erwähne ich, dass nach T s с h u s i (auf Grund d. «Österr. Forst­ und Jagdzeitung») bei Erdö­Horvathi, Korn. Zemplen, also nördlich vom Hortobagy, im Mai 1913, ein Exemplar vom Horste erlegt wurde. W a s das heutige Vorkommen des Kaiseradlers im Restungarn betrifft, halte ich für das interessanteste jenes in der Gegend des sogen. Donauwinkels, d. h. in Transdanubien, besonders auf dem im Kom. Fejer gelegenen Vertesgebirge. Schon früher war ein angeb­ liches, mehr fragliches Brüten im Vertes­ und Bakony­Gebirge in der Literatur einigemal erwähnt, ohne jedoch einen Beweis zu er­ bringen. In neuester Zeit konnte ich bezgl. des Horstens im benann­ ten Gebiet einen endgültigen Beleg verschaffen, nämlich am 11. V. 1933 wurde am Horste in Csākvār (Vertesgebirge) ein Exemplar des Kaiseradlers (noch nicht ganz ausgefärbt) erlegt, das ich selbst gesehen habe, und bekam ich auch aus dem auf einem ziemlich schwachen jungen Baume gebauten Horste durch die Güte des Herrn Försters L. B e n e die zerbrochenen Eierschalen. Schon früher hat mir über das Brüten von heliaca an dieser Stelle Herr Förster J. N a g у mündlich berichtet, und er hat auch zwei frühere Erlegungsdaten von dort gegeben (am 26. April, resp. 4. Mai 1924; cfr. «Aquila» 1925—26, p. 105). Seitdem hat der Besitzer des Gebiets Graf Moritz von E s z t e r h ä z y , wie ich infolge meines steten Interesses an dieser Angelegenheit erfuhr, die auch später mehrmals gesichteten Vögel unter Schutz gestellt. Andere Beobach­ 304 Festschrift für Prof. Dr. E m b r i k S t r a n d . Vol. V (1938) tungen aus dem Kom. Fejer: Nach K e n e s s e y wurde in den 70­er Jahren ein Stück bei Szentmihäly, im August und Oktober 189U aber bei Szekesfehervar je ein Stück erlegt . Bei Dinnyes (Velence­ er See) am 23. Mai 1892 wurde durch G. S z i к 1 a ein flavistisches altes Männchen erlegt. Im Jahre 1896, bei Särosd durch Graf L. von E s z t e r h ä z y ein Exemplar geschossen, als es einen Hasen fressen woll te ; С h e r n e 1 beobachtete ihn mehrmals, einmal 4 Exemplare beim Velenceer See, dann bei Csala und Lovasbereny, wei ters wur­ de nach ihm auch bei Kapolnäsnyek ein Exemplar verwundet und Jahre lang in der Gefangenschaft gehalten. Im Jahre 1932 (24. III.) wurden bei Csäkbereny, im Jahre 1933, bei Lovasbereny (23. VI.), cfr.: G r e s c h n i k , und bei Zamoly (31. VIII., im Jugendkleid) je 1 Stück geschossen. (Also mit dem obenerwähnten Csākvā re r im J. 1933 3 Exemplare) und im Jahre 1934 (28. VII.) wieder bei Zamoly (ein juv.), in demselben Jahre u. zw. Anfang Juli wurde bei Kisfa­ lud in der Nähe des Velenceer Sees, laut Mitteilung von Lad. N a g у (brfl.) ein Stück im Jugendkleid erlegt, als der Vogel in einem Ge­ höft auf ein Haushuhn herabgeschossen war , im Magen des Adlers aber w a r ein ganz frischer Ziesel. Förster N a g у hat mir brieflich mitgeteilt, dass diese Adler in Csäkvar nach dem herrschaftlichen Jagdtagebuche zum erstenmal im Jahre 1912 horsteten u. zw. im Vertesboglär­er Revier , damals wurden aber die Vögel erlegt. Später erschienen die Adler e twa in jedem zweiten Jahr, doch wurden sie meist geschossen. Im Jahre 1924 und 1925 wurde wieder ein Horst gebaut, es wurden die Vögei aber wieder geschossen. Im Jahre 1926 gelang das Brüten mit 3 Jungen. Im Jahre 1927 erschienen die Adler nicht. Aus früherer Zeit stammt eine Angabe von S z i к 1 a (hand­ schriftl. im kön. ung. orn. Institut), laut welchem ein Exemplar am 24. VI. 1889 bei Tees (Kom. Veszprem) erlegt wurde , dieser Ort liegt schon im benachbarten Bakonyer Gebirge, von w o F r i ­ v a l d s z k y 3 Junge erhielt. Ich habe den Kaiseradler im Vertes­ gebirge in der Gegend von Bicske (Kom. Fejer) am 9. VIII. 1935 selbst beobachtet, als 2 Stücke an einem derar t sehr zusagendem Gebiet (Feld, Vorberghänge, Wald, Teiche etc.) spielend miteinan­ der kreisten, und im Gerecse­Gebirge bei Tokod bin ich diesem Adler am 1. IX. desselben Jahres begegnet. Nicht weit von letzte­ rer Stelle ist Süttö (auch in Gerecse), woher ich ein im September 1930 erlegtes «juv.» Stück gesehen habe. Ich kann übrigens auch den Würgfalken als. in dem obigen Gebiet ziemlich gut angesiedel­ ten Vogel nennen. Diese sich sehr häufenden Angaben genügen ziemlich, um ein Licht auf eine Gruppe der interessantesten Vorkommnisse werfen zu können^ Es sind nämlich in der Donauwinkel­Gegend besonders die zwei Gebirge und Umgebung mit deren Biotopen meiner Mei­ nung nach sehr geeignet für A q u i l a h e l i a c a einen z w a r e twas inselartig isolierten, doch guten vorwärtsgeschobenen Vorposten Dr. V a s v a r i : Der Kaiseradler (Aquila heliaca Sav.) 305 nach West zu bilden. Ich halte nämlich heutigen Tages diese Ge­ gend als den bekannten westlichsten Punkt der Art und behaupte auch, dass die Ernährungsmöglichkeiten hier infolge der bekannt­ lich besser konservierenden Eigenschaften unserer niederen Gebir­ ge hinsichtlich Rettung der pontischen und mehr östlichen Elemente der Fauna und Flora, auf die Ansiedlung ja auch die Prosperierung des Kaiseradlers wohltuend wirken. Das genannte Gebiet hat einen guten Bestand an Niederwild, sowie eine grosse Häufigkeit an Zieseln und auch an Hamstern. Ich glaube, w a s die letzteren zwei wichtigen Beutetiere anbelangt, dass auch für diese die soeben er­ wähnte erhaltende Wirkung der Donauwinkel­Gebirge vorteilhaft ist und die Bestände sich nach keinen zu grossen Extremen wechseln, sondern sie an solchen und ähnlichen Stellen die Gleich­ gewichtslage besser behalten, als an anderen durch Feldbaukultur einförmiger gestalteten Gebieten. Früher w a r A q u i 1 a h e 1 i а с a bis in das. Wiener­Becken ver­ breitet (das bekanntlich an östlichen Elementen ziemlich reich ist, auch eine Zieselgegend mit Falco cherrug). Nach M i n t u s horstete diese Art am Anfang des 19. Jahrhunderts im Gebiet der Wiener Do­ nauauen. Später aber wird sie durch K r o n p r i n z R u d o l f und B r e h m (1879), sowie durch D о m b г о w s к i (1893) nur als Durchzügler, bezw. als sehr seltene Erscheinung erwähnt . Es ist interessant, dass nach M i n t u s und T s c h u s i im Jahre 1912 (8. V. u. 25. VI.) in Niederösterreich 2 Stücke erlegt wurden ; viel­ leicht könnte man diese letzteren Vorkommnisse mit der Donau­ winkel­Ansiedlung in Zusammenhang bringen. Weiter nach Norden in Mähren wurde heliaca nur einmal festgestellt u. zw. wurde nach T а 1 s к у bei Freiberg am 13. V. 1879 ein Juv. Stück (mit 3,7 kg Gewicht) erlegt. Nach Deutschland verflog bisher dieser Adler nur sehr selten, z. B. nach Ostpreussen nach Tischler («Die Vögel der Provinz Ostpreussen», Berlin 1914). Auch in Schweden, sowie nach Südwesten in Italien wurde er je einmal festgestellt. Jetz t sprechen wir über die Ernährung in Ungarn und in den Nachbargebieten etwas , besonders auf Grund von Untersuchungs­ material, und muss ich gestehen, dass vom Letzteren nur «sov'el» und nicht mehr für mein Studium zu erreichen war . Wie schade, dass aus den früheren üppigeren Zeiten kein grösseres Material aufbewahrt wurde ! Mageninhalte: 1) Keszegfalva (Kom. Komarom), 7. VII. 1909: 1 C i t e l l u s c i t e l l u s . 2) Csākvār (Kom. Fejer) U . V . 1933 (beim Horst erlegt) : 2 С r i с e t u s с r i с e.t u s. 3) Csakbereny (Kom. Fejer), 24. III. 1932: 1 L e p u s e u r o p a e u s juv. (etwa von der Grösse eines kleineren bis mittleren Hamsters . 4) Zamoly (Kom. Fejer), 31. VIII. 1933: 1 C r i c e t u s c r i c e t u s , 1 L e p u s e u r o p a e u s juv. 5) Zamoly (Kom. Fejer), «juv.» 28. VII. 1934: 1 C r i c e t u s c r i c e t u s . 6) Kistäpe (Kom. Tolna), «juv.» VIII. 1931: 1 C r i c e t u s c r i c e t u s , I P h a s i a n u s c o l c h i c u s . Festschrift für Prof. Dr. E m b r i k S t r a n d . Vol. V 1938) 20 306 Festschrift für Prof. Dr. E m b r i к S t r a n d. VoL V (1938) 7} Pusztaszentistvān (Kom. Pest) , 21. IX. 1929: l C i t e l l u s c i ­ t e l l u s . 8) Pusztaszer (Kom.. Csongrad), «juv.» 24. VII. 1935: 1 L e p u s e u r o p a e u s , 1 L a n i u s m i n o r . 9) Tiszacsege (Kom. Hajdu), in der Nähe des Hortobagy, 6. IX. 1909: Knochenreste von einem mittelmässigen Säugetier ( L e p u s ?). 10) Macsa (Kom. Arad) 21. VIII. 1911: Federn von einer weissen Hausente (?) . 11) Bacs, (Kom. Bacs­Bodrog), 15. IX. 1933: Reste einer Wildente . Ich erhielt weiters durch die Güte des Herrn Hofjagddirektors Oberst von S p i e s s aus dem Donaudelta in Rumänien Gewölle und Frassreste , gesammelt am 1. IV. 1930 bei Manastirea (Kom. Ilfov); der Vogel war laut Notiz des Herrn Oberst beim Horstbau beschäf­ tigt und das Weibchen hatte eine semmelgelbe Färbung. Bei dieser Gelegenheit berufe ich mich auf den obenerwähnten flavistischen Kaiseradler und möchte ich die Frage aufwerfen, ob es nicht mög­ lich wäre , dass auch b e i A q u i l a h e l i a c a eine flavistische Fär­ bungsvariante existiert, ähnlich der «f u 1 v e s с e n s» ­ Variante bei A q u i l a c l a n g a ? (Cfr. meine Bemerkungen über «f u 1 v e s ­ с e n s» in «Aquila» Jahrgang 1931—34). Frassreste und Gewölle von Aquila heliaca Sav. vom Horste aus der Dobrudscha. Phot. Dr. Z. Mehas. Die Gewölle sind ziemlich fest zusammengeballt . Es messen 4 Stück: 1) 68X36X33 mm, Gewicht ca. 17 Gramm. 2) 79X47X31 mm, Gewicht 20 Gramm. 3) 65X38X34 mm, Gewicht 15 Gramm. 4) 47X30X26 mm, Gewicht 5 Gramm. Es enthielten: 1) 1 C r i c e t u s c r i c e t u s , Hasenhaare, Wildenten ?­Federn. 2) 2 C i t e l l u s c i ­ t e l l u s , 1 C r i c e t u s . 3) C r i c e t u s c r i c e t u s , Hasenhaare . 4) C i t e l l u s ­ und С r i с e t u s­Reste. Ausserdem waren in einem e twas verwit ter ten Gewölle weisse Hausenten­ oder Hausgans­ federn und separat ein Hamsterkopf. (Siehe die Abbildung.) Also man kann hier wenigstens 3 C r i c e t u s und 2 C i t e l l u s nebst Dr. V a s v а г i: Der Kaiseradler (Aquila heliaca Sav.) 307 einem L e p u s rechnen. Knochen sind in ziemlicher Menge in den Gewöllen vorhanden (was etwas ungewöhnlich bei Tagraubvögeln ist), u. zw. auch solche, nicht nur von den Schädelknochen. sondern auch solche von Gliedmassen und Wirbeln; in einem Gewölle w a r der Vorderteil eines Zieselkopfes samt Haut und Haar enthalten und auch ein Hamsterschwanz w a r unversehrt . Aus zwei anderen Horsten von 1937 habe ich durch Herrn Oberst v. S p i e s s die Futterreste bekommen; es waren darunter : Reste von 1 Corvus cornix, einige Federn von 2 Haushühnern, 1 Fasanenfeder, Rippen von einem grösseren Säugetier (vermutlich von Aas). Nach der bei­ gefügten Notiz waren im einen Horste auch Zieselreste. Ein Gewölle aus dem Winter 1938 aus Fehertemplom ( = Bela Crkva, jetzt Jugoslavien) mit einer Grösse von 29X23X19 mm und mit ca. 4 Gramm Gewicht, enthält Haushundhaare (offenbar vom Aas). Nach der briefl. Mitteilung von D. L i n t i a befanden sich im Kropf und Magen eines alten Expl.'s erlegt am 9.1.1938 bei Temes­ v a r ( = Timisoara), Fleischreste vom Plymouth­Huhn. Lintia fand früher bei Dubovac (Bānāt) am 22. V. 1913 (im Horst neben 3 Haus­ huhngrossen Jungen als Futter 2 ganz frische Hamster und ein Stück Leber von fast 1 kg Gewicht, (gewiss ein Fall der Aasfresserei in der Brutzeit!) , sowie viele Hasenknochen und Hautfetzen vor. Nach Lintia (briefl. Mitteilung) kommen Ziesel und Hamster in den Fundorten von A q u i l a h e l i a c a im Bānāt überall in grösserer oder geringerer Zahl vor. Der Ziesel wohnt mehr bei der Land­ strasse, sowie auf den Gemeindeweiden, w o der Boden durch Ackern nicht aufgewühlt ist; die Adler pflegen dort auf der Land­ strasse zu nächtigen, w o sie erlegt werden können. Der Hamster lebt auch dort auf den Getreidefeldern, mehr verstreut auf dem ganzen Landesteile, in einem oder anderen Jahre s tärker vermehrt . Nach Lintia ist das Vorkommen des Ziesels und Hamsters auch in der Dobrudscha ähnlich dem Vorerwähnten. Um einen von alters her bekannten reicheren Fundort von h e l i a c a besser veranschaulichen zu können, lege ich 3 Photogra­ phien (Taf. VII) bei, die ich meinem eifrigen Mitarbeiter Herrn Anton L i t t a h o r s k y in Fehertemplom (Bela Crkva) verdanke. Dieser Fundort war auch schon durch F r i t s с h benannt, sowie auch die vielen Ziesel desselben erwähnt. Ich kann in der Verbreitung von A q u i l a h e l i a c a das Vor­ kommen in S i e b e n b ü r g e n als einen S p e z i a l f a l l benennen. Dort kommt dieser Adler als Brutvogel nur spärlich vor. doch wur­ de er durch S z e m e r e im Kom. Csik als nicht seltener Vogel beobachte t ; Horstfunde auf ca. 950 und 1298 m Höhe" ü. d. M. auf Fichte und Buche; zur Atzung der Jungen eines Horstes wurden junge Hausgänse verwendet , unter dem Horste Gänsefedern, 1 Haushuhnfeder und Hasenfussrest. Eine in Bezug auf den Kaiser­ adler seltsame Mitbewohnerschaft war dort in der Nähe vertreten, 308 Festschrift für Prof. Dr. E m b r i k S t r a n d . Vol. V (1938) u. a. mit Nucifraga caryocatactes , Tardus torquatus, P a r u s ater, Buteo buteo, Accipiter nisus, Aquila pomarina, Bonasa bonasia, Per ­ ms apivorus, Strix uralensis; gewiss keine gewöhnliche Gesell­ schaft im Rahmen des Brutortes von heliaca. — Ein anderes Brut­ gebiet von Aquila heliaca liegt in Kom. Marostorda bei Рока , wo der Vogel früher laut der briefl. Mitteilung von Frh. v. T о 1 v а 1 у vor 1914 und nachher einige Jahre dreimal gehorstet hat, jedesmal mit 2 Eiern; einmal hat er, in der zweiten Hälfte VI., 2 Junge er­ halten und grossgezogen. Seit langem wurde aber später dort kein Brüten beobachtet, wahrscheinlich infolge des Ausforstens passen­ der Brutbäume. In derselben Gegend habe ich auch selbst diesen Adler im VIII. 1930 beobachtet. W a s die Nahrungsverhältnisse be­ trifft, kommt dort, — wie ich mich durch Fang überzeugte, — der Hamster vor, aber der Ziesel lebt, wie überhaupt in Siebenbürgen, auch dort nicht. Auch wurde in der Gegend von Brassö, in Barca­ sag — Burzenland, das Brüten des Kaiseradlers bekannt (ein .Ge­ biet mit gutem Bestand an Hamstern). Wahrscheinlich nur als Strichvogel wurde heliaca mehrmals, so durch С s a t б (I. Jahres­ ber. 1882. Kom. f. Ornit. Beob. Stat. in Öst.­Ung., p. 30.), L o d g e («Aquila» 1908), С h e r n e 1 («Aquila» 1917), Baron M a n n s b e r g («Aquila» 1918), beobachtet, nach letzterem Gewährsmann sogar ein.Brüten im Kom. Szolnok­Doboka im Jahre 1907 anzunehmen w ä r e ; im Kom. Torda­Aranyos (zwischen Torda und Felvincz auf Grasstellen) wurde heliaca in jedem Jahre gegen Ende VIII. und im IX. von Baron G. von J б s i к a gesehen (briefl. Mitteilung); nach Graf G. von В ё I d i (briefl. Mitt.) ist er diesem Adler früher vor 1914 zu Sommerzeiten zwischen Gyeke und Mocs («Mezöseg») auf den grossen Weiden oft begegnet ; nach D o ­ b a у, kommt er in Siebenbürgen besonders im Herbst und in Jung­ exemplaren vor. (Zu Punkt Siebenbürgen muss ich noch bemerken, dass dort Falco cherrug Gray eine Ausnahmeerscheinung ist.) Nach diesem Filialvorkommnis im grossen Rahmen der Ver­ breitung des h e l i a c a sehen wir die südlichen, vorers t die Balkan­ länder näher an, mit Ausnahme der schon behandelten rumänischen und bulgarischen Gebiete. — ' W a s Bosnien­Herzegovina betrifft, wurde nach S e u n i к bei der Narenta dieser Adler oft beobachtet und E. v. D o m b r o w s k i hat ihn bei Bosnisch­Gradischka beim Horsten gesehen. Das Sarajevoer Museum besitzt nach R e i s e r Exemplare vom Mai. — In Serbien ist unser Adler nach L i n t i a im Inneren des Landes etwas seltener als der Steinadler, w a s uns auch aus der Topographie des Landes begreiflich sein kann, hinge­ gen ist er längs der Donau, Morava und Save häufiger. Nach G e ņ g 1 e r ist heliaca in Serbien häufig, er e rwähnt ihn aus dem Moravatal , aus der Gegend von Nisch etc. und nach ihm ist dieser Adler noch zahlreicher in Macedonien, w o er besonders bei Usküb (Skoplje) am zahlreichsten war . Interessant ist, dass die Eierzahl des Kaiseradlers in Serbien nach G e n g 1 e r «in der Regel» und Dr. V a s v ā r i: Der Kaiseradler (Aquila heliaca Sav.) 309 auch in Macedonien «fast stets» 3 ist. Hingegen spricht C l a r k e nur von 2­er Gelegen. D i e S a c h e d e s 3 ­ e r G e l e g e s wäre umsomehr zu betonen, da wir oben in Ungarn resp. in dem Gebiet der unteren Donau und in Bessarabien auch über 3 Junge gespro­ chen haben, und so könnte man fragen, ob das Gelege eben a n d e r S ü d w e s t g r e n z e d e r V e r b r e i t u n g g r ö s s e r , a l s n a c h O s t s e i u n d w a r u m ? (Nach G г о t e's Mitteilung könn­ te man eher annehmen, dass im Osten höchstens 2 Junge sich ent­ wickeln)*). Nach S t r e s e m a n n (auf Grund der Aufzeichnungen von L. M ü l l e r ) ist der Kaiseradler in Macedonien die häufigste Adlerart. Übrigens ist das Vorkommen des Ziesels ( C i t e l l u s c i t e l l u s L.), in Macedonien für Aquila heliaca gewiss als för­ dernd zu nennen, welchen Nagers hypsometrische Verbreitung dort auch in 2000—2300 m Höhe sehr bemerkenswert ist. С h a s e n hat im Magen eines Exemplars die Reste von Fulica gefunden. Übri­ gens gehen die Kaiseradler auch hier auf Aas (F e h r i n g e r). Gegen die Adria in Dalmatien ist heliaca nur ausser der Brut­ zeit vorkommend, so nach K o l u m b a t o v i c (s. C s ö r g e y).. In Montenegro hält sich der Kaiseradler nach R e i s e r und F ü h r e r im Winter am Skutarisee auf, des massenhaften Wassergeflügels wegen, aber auch in anderen Jahreszeiten lebt er von solchen, «da es hier keine Ziesel oder ähnliche Nager in genügender Menge gibt» (ob der Ziesel dort überhaupt vorkommen sol l te?) : trotzdem sind einige Paare in Montenegro sesshaft. Ein im Februar erlegtes Stück hatte nach R e i s e r's W e r k im Magen Reste von 3 Löffel­ enten und 3 Wasserhühnern. — In Albanien nach W h i s 11 e r ist der Kaiseradler ein Brutvogel ; L o d g e * * ) hat dort auf einer toten Kuh diesen Adler mit Haliaetus und Neophron zusammen beobach­ tet. Die Hauptnahrung ist hier nach P o w y s scheinbar die Wild­ ente ; ein Exemplar ging auf eine geschossene N y r o c a c l a n g u ­ 1 a. In Griechenland ist er nach Reiser viel seltener als die ande­ ren Adler. Seinen Horst erwähnt Reiser aus Thessalien, welcher am 19. V. 1894 d r e i gleichgrosse männliche e twa 10 Tage alte Daunenjunge enthielt. In derselben Gegend sammelte man aber später aus zwei Horsten je 2 Eier. Und auch in Attika hat dieser Adler gehorstet. K r ü p e r berichtete schon früher auch über zwei Gelege: er fand den einen Horst in Akarnanien in einer bei Seen liegenden Waldung. Auch Reiser erwähnt die Aasfresserei von heliaca (dieser Adler frass mit Weisskopfgeiern einen Jagd­ hund). In Nordgriechenland wurde unser Adler durch K a t t i n g e r manchmal beobachtet und er beruft sich auf P a d u s c h k i n , der *) S t u a r t B a k e r meint, dass in Indien, wenn auch manchmal 2 Eier gelegt werden, häufig nur 1 Ei ausgebrütet wild (The Nidification of Birds of the Indian Empire. IV. London, 1938). **) Er photographierte auch den Vogel beim Aas, wie ich aus der Phpto­ graphie ersehe, die Unterschrift bei dem betreffenden Bilde (bei p. 231) ist aber fehlerhalft, da dort kein Seeadler, sondern ein jüngerer Kaiseradler abgebildet ist. 310 Festschrift für Prqf. Dr. E m b r i k S t r a n d . Vol. V (1938) auf dem Zuge viele gesehen habe. Der Vogel ist dort ein Brut­ und Wintervogel . In der Türkei u. zw. im europäischen Teil, d. h. in Thrazien, wurde heliaca durch Q e n g 1 e r schon im Februar paarweise an­ getroffen. In der Gegend des Bosporus von Konstantinopel (Istan­ bul), w o dieser Adler im Rahmen der dortigen grossart igen Raub­ vogelzüge auch seinen Anteil hat und auch S t e i n f a t t sogar alte schulterfleckige Exemplare beobachtete, geht er nach A 11 ё о n und V i a n zu beiden Zugzeiten in grosser Anzahl durch, ist auch aber als Standvogel bekannt und brütete in einigen Paa ren im sog. Belgrader Wald ; Alleon erwähnt auch die Aasfresserei dieses Vo­ gels, und im Magen eines am Horst (mit 2 Eiern) erlegten Männ­ chens fand er das Fleisch eines Delphins, dieses häufigen Walt ieres des Schwarzen Meeres und des Bosporus. Auch M a t h e y ­ D u p r a z fand die heliaca (im Sommer) auf dem Kadaver eines Delphins und er erwähnt, dass dieser Adler im Winter auf die vielen Wasserhühner und Wildenten jagt. Über Zieselnahrung ist nichts erwähnt , obwohl letzterer Autor bezgl. A q u i l a p o m a r i n a über den Ziesel im Kiathane­Tal spricht, wo ich selbst diesen Na­ ger gesammelt habe und ebendort im August 1936 auch A q u i l a h e l i a c a beobachtete; diese Umgebung w a r übrigens sehr reich an Raiubvogelarten — obwohl damals noch kein rechter Zug statt­ fand — u. a. habe ich dort auch A q u i l a p o m a r i n a , H i e r a a ё­ t u s p e n n a t u s , H a l i a e t u s a l b i c i l l a und C i r c a e t u s g а 11 i с u s bemerkt. Das Vorkommen des Ziesels dort — eine merkwürdige Nähe dieses Steppentieres am Meere — hat gewiss eine Wichtigkeit für A q u i 1 a h e 1 i а с a, so beobachtete K i e f e r bei Litros, in der Nähe von Konstantinopel ein auf Zieseln jagen­ des — vermutlich — Kaiseradlerpaar; wie ich hörte, kommen Zie­ sel dort auch z. B. bei Aya Stephano vor. (A 11 ё о n erwähnt von Konstantinopel auch den Würgfalken als Brutvogel!) . In Kleinasien wurde das Brüten von heliaca bei Smyrna durch К r ü p e r festgestellt, w o er unter dem Horst eine Menge Kno­ chen und Schildkrötenschalen (!) fand. Nach S c h r ä d e r kommt der Vogel bei Aidin und Mersina vor, also in SW.­ und Süd­Klein­ asien ; nach K u m m e r l ö w e und N i e t h a m m e r wurde he­ liaca meist auf der Hochsteppe, spärlich aber auch auf den offenen Stellen der Wäldzone beobachtet und nach ihnen könnte er auch brüten. Auf meinen Reisen in Kleinasien habe ich den Kaiseradler zwar auch im Nordwesten, westlich von Brussa (VIII. 1936) beobachtet aber meist in der Gegend von Ankara u. zw. im IX. 1936, sowohl wie im V. und VII. 1937, besonders in dem Gebiet bei dem interessanten See Emir­Göl und Mohan­Göl, w o der Ziesel u. zw. C i t e l l u s x a n t h o p r y m n u s Benn. häufig ist und auch von mir gesammelt wurde*). Ich habe heliaca (ein adultes Exem­ *) Cfr. V a s v ä r i : «Skizzen aus der Biocoenose der Vogelwelt von Kleinasien». Im Bericht des IX. Intern. Orn.­Congresses zu Rouen, 1938. (In Druck.) Dr. V a s v ä r i: Der Kaiseradler (Aquila heliaca Sav.) 311 plar Ende Mai) auch bei Karalar, im südlichen Kleinasien, (nörd­ lich vom Taurus) gesehen und mein Begleiter stud. phil. E. P ā t ­ к a i hat ein Stück im Juni in der Gegend von Ceyhan (südl. v. Tau­ rus) beobachtet. Die Verbreitung des kleinasiatischen Ziesels ist auch bezgl. des Kaiseradlers ziemlich weitläufig; der Typus stammt vom Erserum, von w o durch M c G r e g o r , obwohl e twas bedin­ gungsweise, auch heliaca erwähnt w u r d e ; nach der mündl. Mittei­ lung von Dr. E h i к im Ung. Nat. Museum, stammen die klein­ asiatischen Ziesel des Museums — von der Ausbeute von Dr. L e n d 1 — aus Kurundsuk und aus Bulgar Maden — aus 2500 m Höhe (vom letzteren Fundort). Ein Grosshamster (der angebliche C r i c e t u s e r . b a b y l o n i c u s Nehr.) kommt in Kleinasien kaum vor. Unter den Nachbargebieten wurde dieser Adler in Irak (Meso­ potamien) durch M e i n e r t z h a g e n bei Bagdad, Mosul und Er­ bil als häufiger Wintervogel getroffen. Ein erlegtes Männchen frass eine Alectoris graeca. — In Iran (Persien) u. zw. im Norden wurde er nach S t r e s e m a n n durch S a r u d n y beobachtet, in alten und jungen Exemplaren; er brüte in der Gegend von Astera­ bad spärlich. Graf Gr. v. В ё 1 d i schreibt mir, dass er im Jahre 1916 ein Exemplar bei Isfahan, wo sehr viele Ziesel waren, ge­ sehen habe. F a s t a l s d e n i n t e r e s s a n t e s t e n S p e z i a l f a l l in der Verbreitung von heliaca könnten wir d a s B r u t v o r k o m ­ m e n a u f C y p e r n nennen, woher wir besonders durch B u c k ­ n i 11 mehrere Angaben besitzen. Von dort stammen auch Beleg­ exemplare und Gelege, also an beweiskräftigen Objekten kein Man­ gel. Nach F l o e r i c k e brütet dieser Adler dort meist auf Feldbäumen, auf einzelstehenden Obstbäumen, aber schade, dass der Autor nur so leichtfertig über den Punkt schreibt, wenn er sagt, für diesen Adler sei die Hauptnahrung der Ziesel und allerhand an­ deres Nagetier, nebenbei auch viele Reptilien, besonders Schlan­ gen; in Herdentieren mache er gewiss wenig Schaden. Nach die­ sen zu allgemeinen Behauptungen müssen wir doch fragen, was • denn die eigentliche Nahrung des Kaiseradlers in Cypern ist, da dort z. B. kein Ziesel und Hamster vorkommt? Nach J o u r d a i n ist h e l i a c a heutigentags spärlich auf dieser Insel und in wenigen Brutpaaren in den nördlichen und südlichen Teilen vertreten. Ganz besonders möchte ich mich wegen dieses einzigartig interessanten und — in sensu stricto — inselartig isolierten Brutvorkommens an die kompetenten Kreise wenden, um künftighin auch die hochwich­ tigen Einzelheiten aus dem Leben des Kaiseradlers in Cypern be­ lauschen und erforschen zu können. Ist dort diese auf die Insel be­ schränkte kleine Population voraussetzbar nur aus Standvögeln be­ stehend, die mit den die «weit kontinentale» Beanlagungen besitzen­ den Exemplaren der Sippe niemals in Berührung kommen? Ein Gegenstück im gewissen Sinne am westlichen Ende des Mediterraneums, jedoch auch schon in systematischer Ausprägung, 312 Festschrift für Prof. Dr. E m b r i k S t r a n d . Vol. V (1938) ist die Sache der A q u i l a h e l i a c a A d a l b e r t i Brehm auf der iberischen Halbinsel und Kleinafrika, worüber im Zusammen­ hang mit den obigen Erörterungen nur sehr wenig zu sprechen ist. Auf dem Verbreitungsgebiet des letzteren kommt ausser Kaninchen und Hasen kaum ein passendes Nagetier vor. I r b у schreibt nach S t a r k , dass in einem Horst 7 Kaninchen, 3 Rebhühner (wahr­ scheinlich А 1 e с t о r i s gemeint) und ein Stelzenläufer als Beute gefunden wurden; N o b l e fand unter dem Horste zwei halbge­ fressene Ratten. W a s die Winterquart iere im Süden anbelangt, abgesehen von den angeblichen und tatsächlichen Winteraufenthalten im Brutge­ biet etc., kommen besonders Egypten und Indien in Betracht . Schon А. E. B r e h m erwähnt ihn bei den Seen von Egypten als häufig, ebenfalls auch A n t i n o r i , der auch ein altes Exemplar ,bekommen ha t ; auch J о u r d a i n und L у n e s erwähnen ein adultes Exem­ plar von dort. К о e n i g hat den Vogel in der Freiheit nicht, wohl aber im Zool. Garten zu Gizeh in mehreren adulten und jungen Stücken gesehen, und sich auf H e u g 1 i n und S h e l l e y beru­ fend, vom Herbst bis Frühjahr als häufig bezeichnet. Auch N i с о 11 nennt ihn als gemein und nach ihm ist d i e M e h r z a h l d e r V ö g e l i m J u g e n d k l e i d ; das Horsten sei nicht sicher. Nach N i c o l l ­ M e i n e r t z h a g e n «Birds of Egypt» ist das Brü­ ten nicht erwiesen und auch dieses W e r k viederholt nur die früheren Angaben über Ernährung der dortigen Vögel (ich verdanke die Mit­ teilung bezgl. dieses Buches Herrn Dr. S a s s i in Wien) . H e u g ­ 1 i n schreibt, dass heliaca von Wasservögeln und auch von Fischen lebt, die vielleicht von anderen Fischfängern abgejagt werden oder nur als Abfälle aufgenommen sind; merkwürdig ist, wenn Heuglin alte ausgefärbte Vögel häufiger als junge angetroffen habe ; nach ihm verirr t dieser Adler sich südlich bis Abessinien. Präpara to r S e b e h ä z y (Budapest), der sich e twa zwei Jahre lang bei dem Landwirtschaftl. Museum in Cairo betätigte, teilt mir mit, dass dort der Vogel ziemlich gemein ist, aber nur im Jugendkleid und von fahlerer Farbe von ihm gesehen wurde . Auch in Palaest ina ist heliaca nur als Wintergast und jedenfalls ke in ' Brutvogel (Mei­ nertzhagen, Aharoni). W a s das andere Winterquart ier anbelangt, ist hier das merk­ würdige Horsten im nordwestlichen Indien auch in Betracht zu ziehen. Noch mehr kommt er aber als Wintervogel zur Geltung. Nach Blyth ist der Kaiseradler in Punjab ausserordentlich zahl­ reich, wo er mit den Geiern vom Aas lebt. B r o o k s (The Ibis 1868, p. 349) hatte aus NW.­Indien 10 oder 11 Exemplare , alle im Jugendkleid und er sah ein P a a r im zweiten Kleide beim Horstbau. H u m e hatte einmal 2 h e l i a c a mit 3 H a l i a e t u s auf einem toten Kormorane beobachtet und erwähnt (nach D r e s s e r) als Nahrung: Aas, Nagetiere, wie «Desert­Rats» ( G e r b i l l u s e r y ­ t h r o u r u s), Wachteln, etc. Nach W h i t e h e a d ist der Vogel ein ziemlich gemeiner Wintergast , der auf Grasstel len Nagetiere Dr. V a s v ā r i : Der Kaiseradler (Aquila heliaca Sav.) 313 («Mole­Rats») und Abfälle frisst und in einem beobachteten Falle wurde von ihm die Beute von F a l c o j u g g e r G r a y erbettelt (ein. solcher und ähnliche Fälle, wie auch die Aasfresserei rechtfer­ tigen in gewisser Hinsicht die Meinung über die Bussard­, resp. Mi­ lan­Natur des Kaiseradlers). Nach T i c e h u r s t in Sind versucht heliaca wie H a l i a e t u s l e u c o r y p h u s und H i e r a a e t u s f a s c i a t u s , bei der Wildentenjagd die verwundeten Vögel zu greifen; er hat diesen Vogel f e r n v o n d e n B i n n e n g e w ä s ­ s e r n s e l t e n gesehen (cfr. Egypten). Auch im neuen «Fauna of British India, Birds» von St. B a k e r ist bezgl. obiger Punkte nichts abweichend zu finden, wie ich aus der briefl. Mitteilung des Herrn Dr. S a s s i weiss (da das genannte Werk mir nicht zugäng­ lich war) . — Weiter östlich ist eine interessante Überwinterung in Fochow, in Fokien, Südchina, wo der Vogel nach de l a T o u c h e bei den Sümpfen und Reisfeldern nicht selten ist. Er jagt hier be­ sonders auf Hausenten (verirrte Stücke gehen bis Korea und Ja­ pan). Am Ende unserer Betrachtungen glaube ich die oekologische Charakter is ierung unseres Adlers kurz so ausdrücken zu können, dass er e i n e b e s o n d e r e S t e l l u n g unter den echten A' q u i 1 a ­ Arten einnimmt. Er ist, wenn wir die nähere Ver­ wandtschaft von A q u i l a c h r y s a e t u s und besonders — nach der K l e i n s c h m i d t ' s e h e n Auffassung — seine afrikanischen und australischen Vertreter für die meisten mammalophagen Formen ansehen, so ist jedenfalls an zweite Stelle A q u i l a h e l i a c a ge­ rückt, hinzufügend, dass die Ornithophagie beim Steinadler bezgl. der Waldhühner auch gut ausgeprägt ist (s. die Arbeiten von U t­ t e n d ö r f e r und M a d о n), wie auch beim Kaiseradler in der Brutzeit. Die vielfältigsten Vertebratenfresser scheinen die Schrei­ adler zu sein. Es ist e twas auffällig, wenn A. h e 1 i а с a in Anbe­ tracht seiner Grösse und im Vergleich zum Steinadler nur mehr kleinere Beutetiere fängt, wenigstens zwischen A q u i l a c h r y ­ s a e t u s und h e l i a c a ist der Gewichtsunterschied nur um etwa 1—1½ kg oder weniger, w a s bei den Beutetieren der zwei Ad­ ler nicht in demselben Sinne ausgedrückt, gehören doch zu den Beutetieren des Steinadlers auch grosse Hasen und Murmeltiere, mit einem Gewicht von mehreren kg, und auch die Kliposchiefer, die Nahrungstiere des A q u i l a V e r r e a u x i sind so schwer, wie grössere Hasen — nach Rode, «Bull. Mus. Nat. Hist. Nat.», P a ­ ris, 1937, p. 236, waren die Gewichte zweier P r o c a v i a r u f i ­ c e p s O w e n i Thomas, 5 kg, resp. 5.3kg, — die Beutesäuger des h e l i a c a — meist C i t e l l u s und C r i c e t u s gemeint —, nach meinen Erfahrungen bezgl. Gewichtsmassen dieser Tiere sind aber mit einem Gewicht von e twa 200—350 Gramm anzugeben (sehr grosse Hamster wiegen e twa 500 Gramm). Damit ist nicht gesagt, dass der Steinadler nicht gerne auch bei Gelegenheit mit dem Ziese 1 Vorlieb nimmt. In Nordamerika ist er sogar manchmal direkt auf diese eingerichtet. (S. diesbezgl. die interessanten Angaben und Be­ 314 Festschrift für Prof. Dr. E m b r i k S t r a n d . Vol. V (1938) merkungen von C a m e r o n . ) Über die Leistungsfähigkeit des Kaiseradlers in der Beizjagd, was ebenfalls mit unserem Thema in Verbindung steht, ist in E n g e l m a n n s Raubvogelbuch zu lesen. — Hier haben wir leider keinen weiteren Raum um uns in ausführ- lichere Erörterungen einlassen zu können. Die auffallende Bequemlichkeit des Kaiseradlers ist he rvorge- rufen in vielen oder in den meisten der von ihm bewohnten Terr i - torien durch die sich darbietende Fülle an Nahrungstieren, im Sü- den, resp. im Winterquartier durch die Möglichkeit Aas leichter zu finden. Die Nahrungsfülle ist auch in der Besiedlungsdichte aus- geprägt. Eigentümlicherweise hat sich dieser Adler dem Menschen wenigstens in mehreren Ländern fast angeschlossen: von den wei- ten asiatischen Steppengegenden bis Bulgarien ist er meines Erach- tens doch der einzige echte Adler, der das Hausgeflügel als Nah- rungsquelle in der kritischen Zeit der Jungenfütterung — wie es scheint «regelmässig» — auszunutzen vermag. Er hat sich manch- mal nicht nur als Ersatzfutter in dieser Hinsicht gütlich getan, son- dern wie wir oben gesehen haben, gehören die Jungen des Hausge- flügels zu den integralen Bestandteilen der Jungenfürsorge. In diesem Sinne gehört der Kaiseradler fast zu Kulturfolgern, abseits von den meisten Adlern — im Osten angefangen von der Wald- steppe und ihrer Umgebung, mit ihren Zieseln und Hamstern und vielleicht mit «Folgeerscheinungen» der Nomaden- und der mehr sesshaften Völker — angefangen von den Dörfern im Südwesten Sibiriens bis nach denen in Südost-Europa. Tafelklärung. Tafel VII. Oben: Brutbiotop von Aquila heliaca Sav. bei Fehertemplom (Bela Orkva). Der Horstbaum ist durch Pfeil angedeutet. Unten: 2 Horste von Aquila heliaca Sav. bei Fehertemplom (Bela Crkva) Phot. A. Littahorsky, 1938. Tafel VIII. Das Bild des Vogels mit Nagerbeute bezeichnet das Zentrum der Verbrei- tung von A q u i l a h . h e l i a c a Sav., mit mehr einheitlichen, gewohnheits- mässigen ökologischen Bedingungun. Spezialfälle in der Verbreitung und Ökologie. Verbreitung von A. h . - A d a l b e r t ! Brehm. Winterquartier in Aegypten. Das Bild des Vogels ohne Beute: Winterquartier und Brutareal in Süd-Asien und z. T. Spezialfall hinsichtlich der Ökologie. Dr. V a s v a r i : Der Kaiseradler (Aquila heliaca Sav.) 315 Literaturverzeichnis. 1. Aharoni, I., Bemerkungen und Ergänzungen zu R. Meinertzhagens Werk «Nicoll's Birds of Egypt. . Journ. f. Orn., 1932. — 2. Alleon, A.—Vian, J« Les migrations des oiseaux de proie sur le Bosphore de Constantinople. Rev. et Mag. de Zoologie, 1869, 1870. — 3. Alleon, A.» Catalogue des oiseaux obser­ ves aux environs de Constantinople. Bull. Soc. zool. France, 1880. — 4. Antinori, O., Beschreibung und Verzeichniss einer . . . in Nord­Central­Afrika angeleg­ ten Vögelsammlung. Journ. f. Orn., 1866. — 5. Boetticher, H. v„ Kurze Ueber­ sicht über die Raubvögel und Eulen Bulgariens, Verh. d. Orn. Oes. i. Bay., 1927. — 6. Boetticher, H. v., Die Elemente der bulgarischen Säugetierfauna. Mitteil, a. Kgl. Nat. Inst. i. Sofia, 1933. — 7. Blyth, E., Catalogue of the Birds of India, with Remarks on their Geographical distribution. The Ibis 1863. — 8. 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Wenn der Körper s tark abge­ flacht, das Fühlerglied 3 besonders lang und die Vorderschienen mit Zahn versehen sind, dann diese Stücke zu P l a t o c t h i s p a , z. B. f u l v e s c e n s Baly. 4" Kopf vom Hals nicht oder nur undeutlich abgesetzt . 5" Punktreihen 7 und 8 auf dlem Randstreif getrennt oder höch­ stens in der Mitte mehr oder weniger vereinigt. Fühler 7—9 glie­ drig. Körper mehr oder weniger gewölbt. O c t h i s p a Chap, a" Gruppen mit 8 regelmässigen Punktreihen auf den Decken. Gruppe 1. Schulter stark, dreieckig erhaben. Hinterecke der Decken meist zahnartig vorspringend. Gruppe II. Schulter einfach. Hinterecke mehr oder weniger vorspringend, zuweilen verflacht Gruppe III. Schulter einfach. Hinterecke nicht vorspringend, völlig verrundet oder rechtwinklig­abgeruindet/nicht ver­ flacht a' Gruppe mit Zusatzpunkten auf der hinteren Deckenhälfte im Zwischenstreifen 3. Hierher aberrante Stücke der Gruppen I—III. Z. B. p e r u a n a W s . 5' Auf dem Randstreif nur e i n e Pünktreihe, eine kurze 2. unter der Schulter. Fühler 7­gliedrig. Körper stark abgeflacht (z. B. 1 i m b a t a Baly) H e p t i s p a W s . 4' Kopf vom Hals durch eine Querfurche abgesetzt . 3. Zwischen­ streif mit oder ohne Zusatzpunkte ( t r u n c a t a F) T e m n o c t h i s p a n. g. 3' Fühler meist mit deutlich entwickelter Breit­ und Schmalseite, zur Spitze nicht verdickt, Endglied von der Basis zur Spitze ver ­ schmälert ( a b e r r a n s Chap.) P l a t o c t h i s p a n. g. 2' Stirn mit drei Längsfurehen in der Mitte. Rippen kaum ent­ wickelt (p u 1 с h e 11 a Suff.) S p a e t h i s p a n. g. Mit O c t h i s p a entweder verwandt oder ihr sehr ähnlich sind die Gattungen S t e r n o p l i s p a Uh. und S t e r n o c t i s p a Uh. Zu S t e r n o p l i s p a Uh. (54. p. 237): Die hierher gehörigen Ar­ ten t r i f о r m i s Uh., n i g r o h u m e r a l i s Pic , о p а с i с о 11 i s Uh. und die noch unbeschriebene r o t u n d a t a Uh. haben ganz das Aussehen von O c t h i s p a ­ Arten. Ich habe aber 54. p. 238 die Gattung zu den С h a 1 e p i n i neben S t e r n o s t e n a W s . ge­ stellt, weil die Fühler der dort beschriebenen Art S t e r n o p l i s p a t r i f o r m i s deutlich 11­gliedrig sind (gelbbraune Fühler!) . O p a c i c o l l i s Uh. (51. p. 58) und n i g r o h u m e r a l i s Pic Studienrat U h m a n n: Amerikanische Hispinen 319 CMel. ex­ent. 50. 1927. p. 13) gehören zweifellos mit t r i f о r m i s in eine Gattung, aber bei diesen beiden Arten sind die Fühler dun­ kel, und die Trennungsnähte undeutlich, sodass man sie auch neben O c t h i s p a stellen könnte. Ich werde S t e r n o p l i s p a vor­ läufig in beiden Familien­Gruppen führen. Zu S t e r n o c t i s p a Uh. siehe meine Ausführungen in: 71. p. , 113. Durch den zum Munde erweiterten Vorderrand der Vorderbrust, der sonst einfach ist, unterscheidet sich diese Gattung von O c ­ t h i s p a . Bei S t e r n o p l i s p a ist der Vorderrand der Vorder­ brust beiderseits der vorgezogenen Mitte ausgerandet, sodass der Vorderrand dreigeteilt ist. 1. B o t h r i s p a d e p r e s s a Chap. 6, Brasilien: Sao Paulo und Goyaz. O c t h i s p a Chap. 1. Gruppe. Die mir bekannten Arten dieser Gruppe haben eine erhabene Rippe auf der Schulter. Diese Rippe ist bei der Abteilung A auffällig erhaben und die Hinterecken sind mehr oder weniger vorsprin­ gend, ferner enden bei dieser Gruppe, zumeist sehr deutlich, die 1. und 2. Rippe in einem jähen Abfall, der nach hinten zahnartig vor­ springt wie bei. H e t e r i s p a die erste Rippe, vergleiche 68. p. 465. Alle unter A haben einen deutlichen Haftzahn zwischen den Klauen. Wenn von den O c t h i s p a ­ Arten gesagt wird, dass die 7. und 8. Punktreihe in der Mitte miteinander vereinigt seien, so ist zu beachten: Beide Reihen sind da, aber durch Verschmäle run ^ des Randstreifens sind sie ineinander geschoben, sodass e i n e Reihe vorgetäuscht wird. Diese scheinbare Vereinigung erfolgt bei manchen Arten verschieden stark. Abweichend in der I. Gruppe ißt S p i t z i n. sp. gebaut. Bei dieser ist die Schulter zwar auch erhaben, aber die Hinterecken der Decken sind völlig verrundet. Ohne Haftzahn. Diese Art bildet einen Übergang zur IV. Gruppe. A. Hinterecke der Decken mehr oder weniger zahnartig erweiter t . Klauenglied mit Haftzahn. 1" Schulterfirst mit der 2. Rippe verbunden. 2" 3. Zwischenstreif mit 2 Punktreihen. 3" Spitze der Hintereckenerweiterung vor .der Nahtecke. 1 о r i с a t a Ws. 3' Spitze dieser Erweiterung hinter oder in gleicher Höhe mit der Nahtecke, m i n i a t a Baly, e 1 e v a t a Baly, h u m e r o s a Chap., t r i c o l o r Suff. 2' 3. Zwischenstreif mit 3 Punktreihen. 4" Spitze der Erweiterung vor oder in gleicher Höhe mit der Nahtecke. c a p r e a Ws., q u a d r i n o t a t a W s . 4' Spitze hinter der Nahtecke. b i n о t a t a Chap. Г Schulterfirst nicht, mit der 2. Rippe verbunden, e l o n g a t a Chap., c e n t r o m a c u l a t a Chap., r u g a t a Wat., f o s s u l a t a Chap., t u c u m a n a W s . B. Hinterecke völlig verrundet. Ohne Haftzahn. S p i t z i n. sp. 320 Festschrift für Prof. Dr. E m b r i k S t r a n d . Vol. V (1938) 2. O c t h i s p a l o r i c a t a W s . 1 Typus. 3. O c t h i s p a m i n i a t a Baly. 9, Venezuela: Caracas ( 0 . Thie- me). Maulik verglich eins dieser Stücke mit dem Typus . Weise hatte diese Art nicht richtig erkannt. B a l y schreibt : «an- tennae nearly half the length of the body. . . .», sie reichen aber kaum über den Halsschild-Hinterrand hinaus. — 6 mm. Baly 's An- gaben Hessen die Art nicht richtig erkennen. 4. O c t h i s p a e l e v a t a Baly. Kopfschild erhaben, mit schar- fer Querleiste. Spitze des Deckenzahnes mit dem konvexen Hin- terrand fast in gleicher Höhe. — Mittelamerika. —• cf: Hinterschie- nen an der Spitze e twas verdickt und dort schwach gebogen. — 9: diese einfach. Ausserdem 18, Columbia: Honda am Magdalena und Las Tibayas , ter ra templada ( 0 . Thieme S. 1877). Diese Stücke unterscheiden sich von den mittelamerikanischen dadurch, dass ihre Decken sich zur Spitze leicht verschmälern und die Hinterecken kleiner sind. 5. O c t h i s p a e l o n g a t a Chap. Weise hat den Typus wahr - scheinlich nicht gesehen. Hierher stelle ich eine Anzahl Stücke, die in der Ausbildung des Deckenzahnes mehr oder weniger von- einander abweichen. Mittel- und Hinterschenkel mit zahnart iger Erhöhung, auf der mehr oder weniger zahlreiche, kleine, spitze Zähnchen sitzen. — cf: Hinterschienen mit kleinen Höckerchen, schwach gebogen, an der Spitze deutlich erweitert . — 9: Hinter- schienen einfach. Brasilien: 1, Goyaz: J a t ahy ; 4, Rio Verde. 2, Argentinien: Tu- cuman (Bruch, Steinbach). 1, Bolivia: Cochabamba (Meine Samm- lung). 5, P a r a g u a y : San Bernardino (Fiebrig S), an einer rankenden Sapindacee tief im Wialde; 28. III. Kopula, an einer Sapindacee mit korkiger, radiär ausstrahlender Rinde. 6. O c t h i s p a r u g a t a Waterh . 1, Pe ru (M. Kirsch) in meiner Sammlung. Schenkel wie bei e i o n g a t a Chap. , vielleicht nur Rasse dieser Art. 7. O c t h i s p a f o s s u l a t a Chap. Mir liegt der Typus aus dem Brüssler Museum vor. Er ist vollständig erhalten. Der Beschrei- bung Chapuis ' ist Folgendes hinzuzufügen: Kopfschild vor den Füh- lern erhaben, schwach dreihöckerig. — Fühler kurz und stark, den Hinterrand des Halsschildes kaum überragend, Glied 2—6 gerieft, von der Breitseite: Glied 1—7 quer, 1 von den ersten 6 Gliedern am längsten und breitesten, 2 e twas kleiner, 3 kleiner als 2, 4—6 stark quer, jedes kürzer als 3, 7 grösser und breiter als 1, 8 doppelt so lang wie 7, nicht breiter. — Rippen stark, 1. und 2. kielförmig, die 1. an der Basis s tärker erhaben, die 2. dor t niedergedrückt. Zwischenraum V mit stark erhabener Schulterrippe, so hoch erha- ben wie die 1. Rippe an der Basis, innen ohne Zusatzpunkte. Rip- pen an de r Spitze steil abfallend, ähnlich wie bei H e t e r i s p a Chap. — Mit Skutellarpunkt. Besonders auffällig sind die Zwi- schenstreifen 1—3 punktiert, sie sind durch Querkielchen unter- Studienrat U h m a n n: Amerikanische Hispinen 321 brochen. Diese Kielchen sind aber dick und gewölbt, sodass die paarige Anordnung der Punktreihen gestört wird. Manche Punkte fehlen, und es entstehen wie kleine Grübchen ( = f о s s u 1 a t а !). I. Punktreihe fast normal, 7. und 8. getrennt, normal. Hinterwin­ kel der Decken vorspringend, breit abgerundet, gewölbt, gezähnt, mit ihrem Hinterrand hinter den Nahtwinkel reichend (apice late emarginati). — Beine einfach. 8. O c t h i s p a t u c u m a n a W s . An. Soc. Cient. Arg. 94. 1922. p. 31. 1, Argentinien: Prov. Tucuman, Tapia, 600 m (G. A. Baer, 1903), 1, P a r a g u a y : S. Bernardino (Fiebrig S). Der f o s s u l a t a Chap, sehr ähnlich, aber 1. Rippe an der Basis nicht erhaben, 2. dort nicht niedergedrückt, Zwischenraum V auf der Schulter stark erhöht, stärker als bei f о s s u 1 a t a, innen ohne Zusatzpunkte. Zwischenstreifen mit den üblichen Doppelpunktreihen, im 2. Streif stehen manche Punkte auf Lücke. Neigung zur Bildung von Quer­ kielehen vorhanden. Je 2 Skutellarpunkte. Hinterwinkel der Dek­ ken stärker vorspringend, breit abgerundet, gekielt, gezähnt, Hin­ terrand mit dem Nahtwinkel fast in gleicher Höhe, Hinterrand da­ her schwach geschwungen. Ende der Rippen wie bei f o s s u ­ l a t a . Beine einfach. — Fühlerglied 2—6 gerieft, von der Breit­ seite: 1 quer, e twas länger und brei ter als jedes von diesen, ohne spitzige Vorderecke, 2 und 3 einander fast gleich, querrundlich, 4—6 einander gleich, stark quer, 7 und 8 brei ter als die Vorglieder, eine Keule bildend, 7 so lang wie 5 + 6 , 8 brei ter als 7, über dop­ pelt so lang wie 7. — Kopfschild ähnlich wie bei f o s s u l a t a . 9. O c t h i s p a h u m e r o s a Chap. Die beiden Männchen, die ich zu dieser Art stelle, gleichen fast e l o n g a t a . Unterschiede: 3. Fühlerglied nicht quer, konisch, so lang wie vorn brei t : Schul­ tern weniger stark erhaben; Schenkel ohne zahnartige Erhaben­ heit. — Hinterecken mit kleinem Zahn. cf wie bei e l o n g a t a Chap. Ein von Weise bestimmtes Stück aus Columbia, nach dem er eine Figur in seinem Handexemplar der Arbeit von Chapuis, Ann. Soc. Ent. Belg. XX. 1876, p. 24, angefertigt hat, im Mus. Hamburg. 10. O c t h i s p a t r i c o l o r Suff. 1, Cuba (Bierig S) in meiner Samml. Kopfschild mit scharfer Querleiste, diese zweispitzig. I I . O c t h i s p a c a p r e a W s . 2 Typen, cfcf. Kopf Schild mit Querleiste, cf: Mittel­ und Hinterschenkel in der Mitte stumpf­ winklig erweitert , dann an der Spitze stark erweitert , die Erwei­ terung der Hinterschienen mit einer schneidenden Lamelle. Diese Lamelle ist auch bei den anderen verwandten Arten mehr oder weniger deutlich vorhanden. — 9: Dieses alles einfach. — 3 cf, 2 9, Paraguay : San Bernardino (Fiebrig S) an rankenden Sapinda­ ceen im tiefen Walde . 12. O c t h i s p a q u a d r i n o t a t a W s . 2 cf, Brasilien: Goyaz, Jatahy, darunter der Typus. 13. O c t h i s p a b i n o t a t a Chap. Weise und ich haben den Typus nicht gesehen. Weise hat in seine.n Handexemplar der Ar­ Festschrift für Pref. Dr. E m b r i k S t r a n d . Vol. V (19:8) 21 322 Festschrift für Prof. Dr. E m b r i k S t r a n d . Vol. V (1938) beit von Chapuis, 1. c. p. 24 eine Zeichnung der Art aus Sao Paulo (сой. Achard) angefertigt. Die Art ist der q u a d r i n o t a t a ähnlich, der Zahn der Hinterecke ist aber rückwär t s und nicht di­ rekt nach auswär ts gerichtet. 3. Zwischenstreif bei beiden mit 3 Punktreihen. Geschlechtsmerkmale genau wie bei с а p r e a, mit der sie in der Ausbildung der Schultererhebung übereinstimmt. Kopfschild mit Querleiste. — 2 cf, 2 ? , P a r a g u a y : San Bernardino (Fiebrig S) an Sapindaceen mit korkiger, radiär ausstrahlender Rinde fressend. 28. III. Kopula, an Blättern von Basanacantha spi­ nosa fressend. 14. O c t h i s p a c e n t r o m a c u l a t a Chap. 2, Mexiko; 1, Nicaragua. 14.a. var. a c u t a n g u l a Ws. l iolotypus (Flohr S). 2, Costa­ Rica: San Jose (Schmidt S) in meiner Sammlung. — Geschlechts­ unterschiede nicht feststellbar. 15. O c t h i s p a S p i t z i Uh. (72. p . 419) Brasil ien: 1, Bahia (Dr. Bondar S); 1, Minas, Mar die Hespanha (Zikan S) . In meiner Sammlung. — Mit Skutellarreihe. Streif 3 ohne erhöhte Schulter­ rippe, betrifft den 5. Zwischenraum. 2. und 3. Rippe auf der stark erhöhten Schulter vereinigt. 7. und 8. Punktreihe einander ge­ nähert oder scheinbar in der Mitte vereinigt. Klauenglied das To­ ment des vorletzten Gliedes überragend. O c t h i s p a Chap. 2. Gruppe. Hinterecken der Decken zuweilen fast verrundet, dann aber der Rand der Ecke verflacht­abgesetzt ( e x И i s Ws., f i 1 i f о r m i s Chap.). 1" Fühler 8­gliedrig. 2" Fühlerglied 2—6 punktiert, с r i b г о s a Ws. , p о s t i с a Ws., K r a a t z i Ws., d i v e r s i c o r n i s Pic , g e n t i l i s Ws., M a ­ d о n i Pic. 2' Fühlerglied 2—6 gerieft. 3 " Neben dem V. Zwischenraum auf der Schulter einige Zusatz­ punkte oder eine Zusatzreihe. p г о b a Ws., В о n d а r i Uh., p u e 11 a Baly, p e r u a n a Ws. 3' Dort auf der Schulter keine Zusatzpunkte. 4" Klauen des Klauengliedes das Toment des vorletzten Gliedes nicht überragend, mit ihm in gleicher Höhe. Klauenglied das vor­ letzte Glied (ohne Toment gerechnet) nur wenig oder gar nicht überragend. d e s i g n a t a Ws. , r u s t i с a Ws., s о с i a Ws., v i r i d i n o t a t a Pic. 4' Klauenglied aus dem vorletzten Glied herausragend, sodass die Klauen sich v o r dem Toment des vorletzten Gliedes befinden. Entscheidend ist hier die Betrachtung von der Seite. 5" Hinterecke in einen s p i t z e n Z a h n erwei ter t , dessen Spitze h i n t e r der Nahtecke liegt. R о b i n s о n i Baly. 5' Hinterecke nicht in einen spitzen Zahn erweiter t , stumpf­abge­ rundet, oder Hinterecken manchmal nicht z a h n f ö r m i g , son­ dern mehr oder weniger abgerundet­vorspringend. Studienrat U h m a r i n : Amerikanische Hispinen 323 6" Hinterecken deutlich abgerundet­zahnartig vorspringend. o b s c u r a Ws., f l e x u o s a Ws., C l a v a r e a u i Ws. 6' Hinterecken mehr oder weniger abgerundet, kaum vorsprin­ gend. S e v e r i n i Ws., g r a c i l i s Ws., i n g a e Uh., e x i 1 i s Ws., f i 1 i f о r m i s Chap. Г Fühler 7­gliedrig. с а r i n a t a Chap., c o n c a v a Baly, p a 1 ­ 1 i p e s Chap., t e s t a c e i p e s Pic. Alle diese Arten haben eine einfache, nicht erhöhte Schulter und eine mehr oder minder stark entwickelte Aussenecke der Decken. Der V. Zwischenraum ist auf der Schulter von Rippenhöhe, bei ei­ nigen rippenförmig (В о n d a r i Uh., C l a v a r e a u i Ws., p r o b a Ws.) bei f l e x u o s a Ws. und I n g a e Uh. kaum s tärker erha­ ben als die anderen ungeraden Räume. Die 7. und 8. Punktreihe sind in vielen Fällen getrennt, in anderen einander in der Mitte der­ ar t genähert , dass sie dort scheinbar verschmelzen. Eine Skutel­ larreihe ist zuweilen da, sie besteht manchmal nur aus 1 oder 2 Punkten. (R о b i n s о m i Baly, p r o b a W s j 16. O c t h i s p a с r i b г о s a Ws. Holotypus. Kopfschild vor den Fühlern dreihöckrig. Ohne Skutellarreihe. Schulterraum (V. Raum) von Rippenhöhe. 7. und 8. Reihe in der Mitte vereinigt. Spitze des Deckenzahnes mit der Nahtecke" gleichliegend oder vor ihr. Schienen einfach. Klauenglied mit dem Toment des vorletz­ ten Gliedes abschneidend. Vor jeder Klaue ein Zähnchen. Hals­ schild­Vor dei rand hinter den Augen schwielig verdickt. 17. O c t h i s p a p o s t i c a W s . Holotypus cf: Peru : Callanga; ausserdem 3, Bolivia: Mapiri; Prov . Sara ; S. Cruz de la Sierra (Allotypus). 2, P e r u : Pachi tea ; Chanchamayo. Kopfschild mit drei Erhabenheiten, die mittlere zylinderartig, stark erhaben. Ohne Skutellarreihe. Schulterraum von Rippenhöhe. 7. und 8. Punkt­ reihe getrennt. Rundung der Hinterecke v o r der Nahtecke. Klauenglied schneidet mit dem Toment des 3. Gliedes ab. — cf: Vorder­ und Hinterschienenspitze mit spitzem Zähnchen. — $ : Vorderschienen einfach. 18. O c t h i s p a K r a a t z i W s . Holotypus aus Brasilien: San­ tos, ferner 1, Surinam, 1, Franz. Guyana: Par iacabo. Kopfschild mit einem starken, schmalen, stumpfen Längshöcker vor den Füh­ lern, besonders bei den Brasilianern, beiderseits mit noch einem kleinen, spitzigen Höcker. Stirn vorn e twas erhaben. — Decken ohne Skutellarreihe. Schulterraum V von Rippenhöhe, Schulter­ streif ohne Zusatzpunkte. 7. und 8. Punktreihe getrennt. Spitze der Hintereckenerweiterung mit der Nahtecke in gleicher Höhe. Klauenglied mit dem Toment des vorletzten Gliedes abschneidend. Haftzahn fehlt. 19. O c t h i s p a d i v e r s i c o r n i s Pic (Pic det.) Aberration. 1, P a r a g u a y : Sa. Trinidad. 3, Argentinien: Chaco, Dep. Resisten­ cia (Daguerre S, meine Sammlung). Kopfschild dreihöckrig, Mit­ telhöcker am grössten. Ohne Skutellarreihe. Schulterraum von 324 Festschrift für Prof. Dr. E m b r i k S t r a n d . Vol. V (1938) Rippenhöhe. 7. und 8. Reihe genähert-verschmolzen. Spitze der Hintereckenerweiterung vor der Nahtecke. Klauenglied mit To- ment abschneidend, ohne Haftzahn. 20. O c t h i s p a g e n t i l i s W s . Holotypus. Kopfschild mit grosser Beule vor den Fühlern, ein sehr kleiner Höcker beiderseits. Skutellarreihe fehlt. Streif 3 ohne Schulterrippe. 7. und 8. Punkt - reihe getrennt. Alle Schenkel schwach gezähnt, Vorderschenkel am schwächsten. Klauen mit d e m Toment abschneidend. Haft- zahn nicht zu sehen. — 3. Fühlerglied konisch, länger als breit, 5—6 'zunehmend breiter als lang. 21. O c t h i s p a M a d o n i Pic (Mel, ex-ent. 63. 1934. p . 1.) 1, Franz. Guyana : Bas Maroni. Charvein. Kopfschild mit 3 Höckern. Ohne Skutellarreihe. Schulter räum von Rippenhöhe. 7. und 8. Reihe einander genähert. Klauenglied mit dem Toment abschnei- dend, Haftzahn fehlt. Schienen einfach, Mittel- und Hinterschienen e twa halb so lang wie die Schenkel. Zahn der Hinterecken gekielt, seine Spitze hinter der Nahtecke. — Fühlerglied 3 so lang wie 4 + 5 , diese schwach, 6 stark quer. 22. O c t h i s p a p r o b a W s . 1 Typus. Kopfschild vor den Fühlern erhaben, mit feiner Bogenkante. Fühler von der Breit- sei te : Glied 1—6 quer, 1 rundlich, mit spitziger unterer Vorder- ecke, 2 quer-rundlich, 3 konisch, so lang wie 1, 4—6 s tark quer, 7 so lang wie 5 + 6 , 8 dreimal so lang wie 7. — Je 2 Skutellarpunkte. Streif 3 mit einer kurzen Schulterrippe, an dieser innen einige Zu- satzpunkte. 7. und 8. Reihe in der Mitte vereinigt. — Klauenglied das Toment überragend (in der Seitenansicht), Haftzahn da, Schie- nen einfach. Spitze des Hintereckenzahnes die Nahtecke überra- gend. 23. O c t h i s p a B o n d a r i Uh. (38. p. 265) Holotypus cf, Brasi- lien: Bahia, in meiner Sammlung. Kopfschild mit Beule. — Mit Skutellarpunkten, Schulterraum rippenförmig, innen mit Zusatz- reihe. 7. und 8. Reihe getrennt. Hinterecke wenig erwei ter t , Run- dung vor der Nahtecke. Klauenglied das Toment des vorletzten Gliedes überragend, mit je einem Klauenzähnchen. — cf: Mittel- schienen gekrümmt, Vorderschienen an der Spitze stumpfwinklig e r w e i t e r t 24. O c t h i s p a p u e l l a Baly. Kopfschild gewölbt. Mit Sku- tellarreihe. Schulterraum (Raum V) von Schulterhöhe. 7. und 8. Reihe getrennt. Hinterecken der Decken weit vor der Nahtecke. Klauenglied das Toment des Vorgliedes überragend, vor jeder Klaue ein Zahn. Mittelschienen schwach gebogen, schwach kre- nuliert. Schienen sonst ohne besondere Auszeichnung. 3, Brasi- lien: Ja tahy. 1, Bolivia: Cochabamba. 25. O c t h i s p a p e r u a n a W s . Holotypus P e r u : Callanga. 7 Pa ra typen : P e r u : Callanga und Marcapata . 2, Callanga, coli. Moser. Alles wie es bei p u e l l a erwähnt wurde , aber Mittel- schienen s tärker gekrümmt, deutlich krenuliert. Spitze der Hinter- ecken mit der Nahtecke in gleicher Höhe. Studienrat U h m a n n : Amerikanische Hispinen 325 26. O c t h i s p a d e s i g n a t a W s . Holotypus. Fühler fehlen. Kopfschild vor den Fühlern dreihöckrig. — Ohne Skutellarreihe. Schulterraum von Rippenhöhe. 7. und 8. Reihe in der Mitte ver- einigt. Haftzahn nicht zu sehen. Schienen einfach. 27. O c t h i s p a r u s t i c a W s . Holotypus. Kopfschild wenig ausgezeichnet. Ohne Skutellarreihe. Schulterraum von Rippen- höhe. 7. und 8. Reihe getrennt. Haftzahn nicht zu sehen. Vorder- und Mittelscliienen mit Zähnchen an der Spitze. 28. O c t h i s p a s o c i a W s . Holotypus. Kopfschild dreihöck- rig, der mittelste Höcker am grössten. Ohne Skutellarreihe. Schulterraum von Rippenhöhe. 7. und 8. Punktreihe in der Mitte vereinigt. Schienen einfach. Klauenglied mit je einem Klauenzahn. Aussenecke nur schwach erweitert , abgerundet. Die äusserste Rundung vor der Nahtecke. — Der Holotypus ist fast gleichförmig braun gefärbt, bei 3 Stück aus Goyaz : Rio Verde ist die dunkle Zeichnung deutlich: Halsschild mit 2 dunklen Längsbinden, Decken dunkelbraun mit gelbbraunen Flecken: je einer neben dem hellen Schildchen, je einer vor der Mitte auf der 2. Rippe, je einer in der Mitte der 1. Rippe, je einer vor dem erweiterten Hinterwinkel vom Seitenrand bis e twas über die 2. Rippe, eine Querbinde vorm Hin- terrand. Der Hinterwinkel ist heller als die Grundfarbe der Dek- ken, aber dunkler als die helle Zeichnung. Die Flecken auf den Rippen erstrecken sich beiderseits auf die benachbarten Punkt- reihen. Beim Holotypus kann man sich diese Zeichnung rekon- struieren. 29. O c t h i s p a v i r i d i n o t a t a Pic. 1, Brasilien: Matto Grosso, Corumba. Verglichen mit einem von Pic bestimmten Stück meiner Sammlung. Kopfschild undeutlich dreihöckrig. Ohne Sku- tellarreihe. Schulterraum von Rippenhöhe. ' 7. und 8. Reihe ge- trennt. Klauenglied mit je einem Klauenzähnchen. Spitze der schwach erweiterten, gerundeten Hinterecke hinter der Nahtecke. Vorder- und Mittelschienenspitze mit kleinem Zähnchen. 30. O c t h i s p a R o b i n s o n i Baly. Kopfschild vor den Füh- lern erhaben. Skutellarreihe durch einen Punk t angedeutet. Streif 3 mit einer kurzen Rippe auf der Schulter im V. Zwischenraum. 7. und 8. Punktreihe in der Mitte vereinigt. Haftzahn da. cf: Hin- terschienen im Enddrittel s tark nach innen erweitert . Mittelschie- nen an der Spitze e twas verdickt. — 9: Schienen einfach. 31. O c t h i s p a o b s c u r a W s . Holotypus, 1 Para typus . Kopf- schild längsgewölbt, vor den Fühlern erhaben, dort schwach drei- höckrig. Fühler schlank, beide Basalglieder schlank, 3 ebenso, länger als breit , länger als 2, 4 konisch, so lang wie breit, 5 kür- zer, schwach quer, 6 noch kürzer, stark quer, 7 so lang wie 2, aber dicker, 8 so lang wie die 4 vorhergehenden. Skutellarreihe fehlt. Streif 3 mit Schulterrippe. 7. und 8. Punktreihe in der Mitte vereinigt. Haftzahn da. Schienen einfach. 32. O c t h i s p a f l e x u o s a W s . Holotypus. Peru merid. Kopf- 326 Festschrift für Prof. Dr. E m b r i k S t r a n d . Vol. V (1938) schild mit feinem Mittellängskiel. Ohne Skutellarreihe. Schulter­ raum kaum von Rippenhöhe. 7. und 8. Reihe in der Mitte verei­ nigt. Schienen nicht sichtbar. Klauenglied das Toment überra­ gend, mit Haftzahn. Hintereckenspitze vor der Nahtecke. 33. O c t h i s p a C l a v a r e a u i W s . 1 cf Typus , ( r u b r o ­ П о t a t a Pic, 1 Typus in meiner Sammlung). Verwandt mit e x i ­ 1 i s Ws. und f i 1 i f о r m i s Chap. Bei mehr Material sind diese Arten später vielleicht enger zusammenfassbar. — Kopfschild er­ haben, mit feiner Bogenkante. Skutellarreihe beim Typus undeut­ lich, beim Allotypus 9 aus Qoyaz : Rio Verde deutlich. Streif 3 mit kurzer Schulterrippe, ohne Zusatzpunkte. 7. und 8. Punktreihe in der Mitte vereinigt. Spitze des Hintereckenzahnes die Nahtecke überragend. Klauenglied das Toment überragend, mit Haftzahn. — Cf: Hinterschienen im Enddrittel stark nach innen erwei ter t . Mit­ telschienen an der Spitze e twas gebogen. — ? : Hinterschienen einfach. 34. O c t h i s p a S e v e r i n i W s . 1 Para typus (Holotypus in Mus. Brüssel). Hierher gehören als Synonyme : O. t r i n i d a ­ d i с a Uh. Paraguay , 47. p. 13 und О. b r a s i l i e n s i s Pic , Bra­ silien: Qoyaz, Mel. ex­ent. 50. 1927. p. 14. — Ferne r : Brasilien: 1, Espirito Santo (Moser); 3, Neu Freiburg; 3, P a r a g u a y : S. Ber­ nardino (Fiebrig S) an Caesaria silvestris 7. II. und Sweet ia ele­ gans 31. III. — Kopfschiild glatt, vor den Fühlern undeutlich drei­ höckrig. Fühler schlank. Ohne Skutellarreihe. Schulterraum von Rippenhöhe. 7. und 8. Reihe getrennt. Klauenglied schneidet mit Toment ab. Haftzahn ? — Mittelschienen innen mit spitzem Zähn­ chen an der Spitze. Vorderschienen mit kleinem, spitzem Zähnchen v o r der Spitze, das bisweilen ausserordentlich klein ist, sodass es nur mit Mühe sichtbar ist. Es bleibt zu klären, ob die verschie­ dene Grösse des Zähnchens Geschlechtsmerkmal ist. 35. O c t h i s p a g r a c i l i s W s . 1 Typus cf, Brasilien: Jatahy (Donckier). Kopfschild vorn leistenförmig erhaben bis pyramiden­ förmig. Mit Skutellarreihe. Schulterraum (V. Raum) von Rippen­ höhe. 7. und 8. Reihe getrennt. Spitze der Hinterecke mit der Nahtecke in einer Höhe. Klauenglied das Toment überragend, mit 2 Klauenzähnchen. — cf: Mittelschienen in der Mitte an der Aus­ senseite mit Zahn, von da stark gebogen. Spitze der Vorderschie­ nen stark verdickt. — 9: Mittelschienen wenig gekrümmt. Spitze der Vorderschienen schwach verdickt. Hierher der Allotypus aus P a r a g u a y : S. Bernardino (Fiebrig S), 23. Juni an Liane (Bigno­ niacee?) . Ausserdem 2 cf Brasilien: Goyaz, Ja tahy . 4 cf, 5 9 P a r a g u a y : S Bernardino (Fiebrig S) fressend an Adenocalymma marginatum (24. I.) 1 cf Bolivia: Prov . Sara (J. Steinbach S). 36. O c t h i s p a I n g a e Uh. Meine Sammlung; 1 P a r a t y p u s : Costa­Rica: Coronado (Nevermann S). Kopf schild mit Längskiel, beidersei ts mit sehr kleinem Höckerchen. Ohne Skutellarreihe. Schulterraum nur schwach erhaben. 7. und 8. Reihe in der Mitte Studienrat U h m a n n : Amerikanische Hispinen 327 vereinigt. Spitze der Hinterecke mit der Nahtecke in gleicher Höhe. Klauenglied etwas das Toment überragend, mit Haftzahn. 37. O c t h i s p a e x i l i s W s . a b . Meine Sammlung; 1, Pa r a - maribo. Hinterecken stumpfwinklig-abgerundet. Klauen vorra- gend, mit Haftzahn. 38. O c t h i s p a f i l i f o r m i s Chap. 2, Brasilien: Neu-Ffeiburg, verglichen mit dem Typus im Brüssler Museum, dieser ohne Füh- ler. Gehört in die Verwandtschaft der lang gestreckten, paralle- len O c t h i s p a - Arten: C l a v a r e a u i W s . und e x i l i s Ws. — Die folgende Beschreibung ist nach 2 heller braun gefärbten, 6 mm grossen Stücken aus Brasilien: Minas Geraes, Oberaha in coll. Spaeth und der meinigen angefertigt. Diese Stücke stimmen sonst mit dem Typus völlig überein. — Braun, schwarz : je 1 Längs- binde beiderseits der Halsschild-Mitte, auf den Decken ein schwar- zer Fleck neben und hinter dem Schildchen auf dem 1. Zwischen- streif, eine S-förmig geschwungene Längsbinde, die auf der Schul- ter im 3. Streif beginnt und im 2. Deckendrittel auf die 1. Rippe und die 2. Punktreihe umbiegt, an ihrem Ende zu Beginn des Spitzen- drittels liegt ein quadratischer Fleck, der sich von der 4. Punkt- reihe über die 2. Rippe bis auf die 5. Reihe ers t reckt ; die Hinter- ecken auch unten. Die schwarze Zeichnung ist beim Typus und bei dunkelbraunen Stücken wenig deutlich zu sehen. — Stirn punk- tiert, wenig über den Augenvorderrand vorragend. Kopfschild lang rechteckig, wenig erhaben, vor den Fühlern undeutlich dreiteilig. — Fühler zur Spitze schwach verdickt, den Hinterrand des Hals- schildes erreichend, Schmal- und Breitseite kaum verschieden, Glied 1 und 2 rundlich, gleichlang, 3 konisch, länger als 2, 4 = 5 , jedes kürzer als 3, leicht quer, 6 stark quer, kürzer als 5, 7 so lang wie 1 + 2 , 8 fast so lang wie 3 bis 7 zusammen, 3—6 deutlich gerieft. — Halsschild quer, mit grossen Punkten dicht besetzt . Seitenrand undeutlich zweizähnig gebuchtet, Vorderecken spitz. — Schildchen rundlich, mit Eindruck. — Decken lang-rechteckig, mit gerade abgeschnittenem Hinterrand, dieser an den Hinterecken ver- flacht, diese sehr wenig abgerundet-vorsoringend. Seitenrand re- gelmässig gesägt, Hinterrand unregelmässig, schwach gezähnt. Rippen regelmässig, der V. Raum auf der Schulter von Rippenhöhe, Punktreihen regelmässig. 7. und 8. Reihe in der Mitte vereinigt, ohne Skutellarreihe. — Klauenglied mit einem Zähnchen vor jeder Klaue. 39. O c t h i s p a c a r i n a t a Chap. 4, Brasilien, verglichen mit dem Typus aus dem Brüssler Museum. Koofschild erhaben, vor den Fühlern schneidend. Fühlerslied 1—6 nicht gerieft. Ohne Sku- tellarreihe. Schulterraum von Riopenhöhe. 3. Zwischenraum ohne Zusatzpunkte. 7. und 8. Punktreihe getrennt. 3. Rippe auf den Hintereckenzahn fortgesetzt, dessen Spitze e twas hinter der Naht- ecke. Mittelschienen gekrümmt, mit einem Zähnchen an der Spitze. Klauenglied mit dem Toment abschneidend, ohne Haft- zahn. 328 Festschrift für Prof. Dr. E m b r i k S t r a n d . Vol. V (1938) 40. O c t h i s p a c o n c a v a Baly (O. i n n o t a t a Pic, L'Echan­ ge 44. Nr. 432. 1928. p. 8, Guyana) 1, Brasilien: Itaituba. — Kopf­ schild beulig. Fühlerglied 1—6 nicht gerieft. Mit Skutellarpu:>kt. Schulterraum von Rippenhöhe. 3. Zwischenstreif nur mit einem Zusatzpunkt. 7. und 8. Punktreihe in der Mitte vereinigt. Spitze des Hintereckenzahns hinter der Nahtecke. Mittelschienen ge­ krümmt, mit winzigen Zähnchen (9). Schenkel lang, an Stelle des Zahnes nur schwach verdickt. Schienen drei Viertel so lang wie die Schenkel. Klauenglied mit dem Toment abschneidend, ohne Haftzahn. — In meiner Sammlung sind 2 Stück aus Brasilien: Bahia (Dr. Bondar S), bei denen auf dem 3. Zwischenstreif sich eine Zusatz r e i h e befindet. — B a l y schreibt, dass die Schen­ kel einen kurzen Zahn haben, das stimmt für einen Cotypus, den ich als O. b i n o t a t i c o l l i s Pic aus Brasil ien: Goyaz, Ja tahy (coli. Donckier) vom Autor erhielt. Seine Vorderschienen sind an der Spitze nach innen verdickt, Mittelschienen gekrümmt, an der Spitze mit spitzem Zähnchen. Fühlerglieder 3—5 mit scharfen un­ teren Vorderecken. Ich halte dieses Stück für das cf von c o n ­ c a v a . — Die Art wäre demnach von Guyana über Amazonien nach Bahia und Goyaz verbreitet . 41. O c t h i s p a p a l l i p e s Chap. 1 cf Brasilien. 1 9 Bolivia. 1.—6. Fühlerglied glatt, Keule mit Nähten. Kopf schild zum Mund schräg abgeschnitten, vorn eine halbkreisförmige Fläche. Ohne Skutellarreihe. Schulterraum von Rippenhöhe bis hinter die Mitte, dort durch einige Zusatzpunkte unterbrochen. 7. und 8. Reihe in der Mitte dicht aneinandergedrängt. Spitze des Hinterzahnes vor der Nahtecke. Klauenglied das Toment überragend, ohne Haft­ zahn. Alle Schenkel schwach gezähnt, besonders die Vorderschen­ kel. Mittel­ und Hinterschienen fast nur halb so lang wie die Schenkel. — cf: Vorderschienen und die gekrümmten Mittelschie­ nen mit kleinem Zähnchen an der Spitze. — 9: Vorderschienen einfach. Fühlerlose Stücke dieser Art gleichen dem B a l i o s u s r u b i ­ g i n о s u s Guer., aber bei О. p a 11 i p e s ist die Hinterecke k o n ­ k a v , bei B. r u b i g i n o s u s flach bis fast gekielt. Bei letzterem sind Mittel­ und Hinterschienen länger, nur wenig kürzer als ihre Schenkel, Klauenglied mit Haftzahn, Kopfschild quadratisch, vorn mit Gruben vor den Fühlern, Spitze des Hintereckenzahns fast in gleicher Höhe mit der Nahtecke. 42. O c t h i s p a t e s t a c e i p e s Pic von P a n a m a (Mel. ex­ent. 54. 1929. p. 13), ein Cotypus vom Autor erhalten in meiner Samm­ lung. Scheint mir mit p a l l i p e s Chap, identisch zu sein. Die Störung auf dem 3. Streifen ist beträchtlicher. Weise bezweifelt für p a l l i p e s die Angabe «Bolivia", vielleicht ist aber doch die Art weit verbreitet. O c t h i s p a Chap. 3. Gruppe. Rand der Hinterecken nicht verflacht, nicht breiter abgesetzt als die anderen Ränder. Studienrat U h m a n n : Amerikanische Hispinen 329 43. O c t h i s p a a n g u s t u l a W s . Holotypus: Columbia, Pa­ ra typus : Brasilien. Klauen vorm Toment, ohne Haftzahn, ob Klauenzähnchen vorhanden, nicht zu sehen. 44. O c t h i s p a m a c u l i c o l l i s U h . (38. p. 265—) Gute Art. Holotypus in meiner Sammlung. E twas robuster als a n g u s t u l a . Rippen und Schulterpartie s tärker entwickelt. Fühler e twas kürzer und zur Spitze (7. und 8. Glied) s tärker verdickt. Stirn matt . Hals­ schild in der Mittellinie glatt. Klauen vorm Toment, grosser, deut­ licher Haftzahn da. 45. O c t h i s p a S t r a n d i n. sp. Oblonga, nitida, subtus flavo- testacea, supra nigro-coerulea; flavo-testacea maculata: fronte ant ice ; prothorace linea angusta mediana, utrinque macula parva obsoleta prope la tus; scuto; macula prope apicem in intervallo primo, maculis quatuor in Costa prima, una ex iis basali, iuxta illis serie trium macularum seriam primam alternante, macula antica in costa secunda, posterioribus in intervallo tertio. Margine apicali deplanato. Antennis fuscis, apice clariore. — Articulis antennarum 1.—6. brevibus, 4.—6. t ransvers is : fronte lineis tribus leviter impressis, linea mediana, ceteris secundum oculos; prothorace t ransverso medio fere impunctato, lateraliter punctis deņsis, postice impressione t ransversa ; elytris tricostatis, interstitio quinto in hu- mero costato, regulariter punctato - striatis, punctis duobus scu- tellaribus, iuxta costulam humeralem serie accessoria interiore, seriebus 7. et 8. medio subconiunctis; marginibus lateralibus regu­ lariter denticulatis, apicalibus obsoletius. — Long. 4,5 mm. Gehört der äusseren Gestalt nach neben O. m a c u l i c o l l i s Uh. (Gruppe 3), hat aber auf der Schulter neben der kurzen Schul­ terrippe einige Zusatzpunkte, w a s sie mit В о n d a r i Uh. gemein­ sam hat. aber sonst ist sie von dieser verschieden. — Glänzend. Unterseite gelbbraun, Oberseite mit schwarzblauem Glänze und gelbbraunen Flecken. Gelbbraun: Spitze der Stirn; eine schmale Mittellinie und der Vorderrand des Halsschildes schmal; knapp ne­ ben dem Seitenrand ein schmaler Fleck; Schildchen; auf den Decken eine erste Reihe von 5 Punkten, der erste von ihnen auf dem Basallappen, die folgenden 3 auf der 1. Rippe, der letzte auf dem 1. Zwischenstreif: eine zweite Reihe von 3 Punkten, die mit denen der 1. Reihe auf Lücke stehen, der erste auf der 2. Rippe, der zweite im 3. Streif, der dritte eine kurze Ouerbinde zwischen der 2. und 3. Ripne bildend: der verflachte Hinterrand von der Ouerbinde ab. Alle hellen Flecke auf den Rinpen erstrecken sich auch­auf die benachbarten Reihenpunkte. Fühler dunkelbraun, die beiden Endglieder heller, das Dunkelbraun des 1., 5. und 6. Gliedes teilweise heller werdend. — Stirn glatt, mit 3 feinen Längslinien: eine in der Mitte und je eine neben dem Augeninnenrand. Kopf­ schild in der Seitenansicht mit Beule, glatt. — Fühler ziemlich kurz, bis an den Hinterrand des Halsschildes reichend. Glied 1—6 von der Breitseite • schwach quer, nur Glied 3 etwas länger, so 330 Festschrift für Prof. Dr. E m b r i k S t r a n d . Vol. V (1938) lang wie breit, 7 so lang wie 5 und 6, 8 doppelt so lang wie 7. — Halsschild quer, in der Mitte unregelmässig, seitlich s tark und dicht punktiert, vorm Hinterrand mit seichter Querfurche. — Decken fast parallel, hinter der Mitte durch den flach abgesetzten Seiten- rand nur sehr schwach erweitert , jede einzeln abgerundet , mit 3 Rippen, der 5. Zwischenraum auf der Schulter von Riopenhöhe. mit regelmässigen Punktreihen, auf der Schulter innerhalb des 5. Rau- mes mit einer undeutlichen Zusatzreihe. Skutellarreihe durch 2 Punkte angedeutet. 7. und 8. Reihe in der Mitte fast zu einer ver - schmolzen, die Punkte beider sind ineinandergeschoben, die Punkt - grübchen in einer Reihe, so dass in einem Grübchen 2 Punkte am Grunde erkennbar sind. Seitenrand mit regelmässigen Sägezähnen, Spitzenrand schwach und unregelmässig gekerbt , gezahnt. — Klauenglied das Toment des Voreliedes überragend, mit Haftzahn. — Holotypus: Brasilien: Bahia (Dr. Bondar, 2314). 46. O c t h i s p a e l e g a n t u l a Baly. 4 cT, 1 9 Costa - Rica, in meiner Sammlung. — c f : Hinterschienen vor der Spitze mit einem grossen, breiten Zahn. — 9: Dieser Zahn klein, wenig hervor t re - tend. — Klauen das Toment überragend, Haftzahn da. 47. O c t h i s p a B o n d a r i Uh. 1, Brasilien: Bahia (Bondar S), in meiner Sammlung. Neben dem rinpenförmigen Schul terraum V eine Zusatzreihe. Hinterecken rechtwinklig abgerundet . Klauen vorragend, 2 Klauenzähnchen da. 48. O c t h i s o a a n g u s t a t i p e n n i s Pic (PenthisDa, Mel. exent. 60. 1932, p. 31). 1, Bolivia: Coroico. Pic det. in meiner Sammlung. Klauen mit Toment abschneidend. 49. O c t h i s p a c o n s o b r i n a W s . Holotypus. Klauen mit dem Toment abschneidend. 50. O c t h i s p a f e m o r a l i s W s . Holotypus. Klauen wie bei 48. 51 . O c t h i s p a c r u e n t a t a Baly, 3, Brasilien. Klauen wie bei 48. 52. O c t h i s p a f u g a x W s . Holotvpus. 9 Fühlerglieder. Klauen vorm Toment. Mit zwei Klauenzähnchen. 53. O c t h i s p a a n n u l i p e s Champ. 1, Mexiko. Klauen und Zähnchen wie bei 52. 54. O c t h i s p a g e m m a t a Germ. 4, Brasil ien: Govaz und Ja tahy, 1, Paraguay (Fiebrig S) an Cordia psilostachva Blat t fres- send. Schulterzahn nur angedeutet, bei S p i t z i "Uh. dann ent- wickelt . Klauen und Zähnchen wie bei 52. 55. O c t h i s p a a n a l i s W s . Holotvpus. Klauen und Zähnchen wie bei 52. Kopfschild mit scharfem Ouerkiel. 56. O c t h i s p a c o x a l g i c a Baly. 2, Mexiko. Klauen vorm Tornent, mit Haftzahn. 57. O c t h i s p a m o d e s t a Ws . Holotypus. Klauen wie bei 56 58. O c t h i s p a p a r v u l a W s . Holotypus. Vorderschienen an der Spitze mit einem Zähnchen. Klauen wie bei 56, Haftzahn ? Studienrat U h m a n n: Amerikanische Hispinen 331 H e p t i s p a Ws. Zu diesem bisherigen Subgenus gehören Arten, bei denen der 4. Zwischenstreif nur eine Punktreihe hat, die nur unter der Schulter doppelt ist. Fühler 7­gliedrig. Diese beiden Eigenschaften hat schon W e i s e erwähnt (Ann. Mus. Stor. Nat. Genova 3. II. 1906, p. 241). Ausserdem ist der Körper flachgedrückt und die Decken fallen von der 3. Rippe weg steil ab. 59. H e p t i s p a 1 i m b a t a Baly. 2, Mexiko; 1, Columbia: Rio Magdalena ( 0 . Thieme S) ; 1, Franz. Guyana : Passoura. 9, Costa ­ Rica : San Jose (Schmidt S), meine Sammlung. Klauen mit dem To­ ment abschneidend, mit Klauenzähnchen. 60. H e p t i s p a s o l a r i i W s . 1 Typus. Klauen mit dem Toment abschneidend. Klauenzähnchen? • . B e r i c h t i g u n g . 61. O c t h i s p a a d j u n c t a Uh. (51. p. 58) gehört zu О с t u ­ г о p 1 a t a Uh. (68. p. 453—). Sie ist ganz nahe mit W а 1 к e r i Baly verwandt . Hinterecken der Walkeri abgerundet, bei adjuncta spitz. Vielleicht sind beide identisch. Klauen vorm Toment, ohne Haftzahn. Temnocthispa n. g. Diese neue Gattung mit der Art t r u n c a t a Fab. trenne ich von O c t h i s p a ab, da sie sich sofort von ihr durch die tiefe Querfurche hinter den Augen unterscheidet. T e m n o c t h i s p a ist weiter mit O c t u r o p l a t a Uh. (68. p. 454) sehr nahe ver­ wand t : 1. durch Ausbildung der Querfurche hinter den Augen, die aber bei Octuroplata zuweilen nur schwach oder kaum vorhanden ist, z. B. bei U h m a n n i Pic, t e r m i n a t a Baly ; 2. durch Aus­ bildung des Streifens zwischen der 2. und äussersten Rippe. Bei Temnocthispa ist dieser Streif hinter der Deckenmitte nur schwach erweiter t und enthält ausser den normalen 2 Punktreihen oft noch eine Zusatzreihe, die auf wenige Punkte rückgebildet sein kann, zwischen diesen ist der äusserste Z w i s c h e n r a u m zuweilen et­ w a s erhaben, aber nicht als Rippenstück zu bezeichnen. Bei Octu­ roplata ist der Streif zwischen der 2. und äussersten Rippe hinter der Mitte stärker erweitert und enthält ausser den normalen Punkt­ reihen noch 2 Zusatzreihen, die ein Rippenstück einschliessen. 62. Von T. t r u n c a t a Fab. liegt mir ein Stück aus Brasilien: Amazonien, Cameta (S'eber) vor . Bei diesem ist die metallische Querbinde hinter der Mitte vollständig. Olivier nennt diese Binde «brunnca». Anscheinend hat er ein nicht völlig ausgefärbtes Stück vor sich gehabt. Zu t r u n с a t a ist с i п.с t a Baly eine Aberration. Bei ihr ist d ;e metallische Querbinde breit unterbrochen. Lieber cinctä berichtet noch Weise, Ark. Zool. 14. 1921. p. 187—, w o er von einem Stück aus Manaos eine Beschreibung liefert. Es ist sicher zu t runcata zu stellen. Besonders hat er auf die Bewehrung der Beine geachtet. Bei seinem Stück sind nur die Vorder­ und Mittelschenkel gezähnt, während Baly schreibt, dass a l l e Sehen­ 332 Festschrift für Prof. Dr. E m b r i k S t r a n d . Vol. V (1938) kel gezähnt seien. Diesen Widerspruch kann ich auf Grund der mir vorliegenden 6 Stück (3 aus Mus. Berl. und 3 aus meiner Samm­ lung) lösen. Bei 5 St. sind a l l e Schenkel deutlich gezähnt, aber die Grösse des Zahnes der Hinterschenkel ist verschieden, bei einem Stück ist er so klein geworden, dass er nur bei genauester Betrach­ tung bemerkbar ist, der Hinterschenkel also bei gewöhnlicher Be­ trachtungsweise ungezähnt erscheint. Vorder­ und Mittelschienen sind bei meinem Material wie Weise schreibt: «In der Endhälfte gebogen, allmählich erweitert und an der Spitze in einen nach innen gerichteten Zahn ausgezogen, welcher e twas grösser als der Schenkelzahn ist.» Letzteres Merkmal schwankt , der Schienenzahn kann schwächer als der Schenkelzahn sein. — Klauenglied ohne Zähne. — In Körperumriss und Deckenzeichnung ist t r u n c a t a der viel kleineren O c t h i s p a g r a c i l i s W s . sehr ähnlich. Da aber bei letzterer der Kopf vom Hals nicht abgesetzt ist, gehören beide Arten nicht nebeneinander, auch ist die Beinbildung beider ganz verschieden. — Mir liegt noch ein Stück aus P e r u : Rio Того vor, das ganz einer truncata gleicht. Es muss aber zu O c t u r o ­ p l a t a gestellt werden wegen der Bildung des Zwischenstreifens zwischen der 2. und der äussersten Rippe, ferner hat es eine ande­ re Bewehrung der Beine und längeres 3. Fühlerglied. Platocthispa n. g. In diese neue, von Oc t h i s p a abgetrennte Gattung stelle ich alle Arten mit besonders flach gedrücktem Körper und mit schlan­ ken Fühlern, die fast halb so lang wie der Körper sind, und deren 3. Glied so lang ist wie 4 + 5 ; das 8. Glied ist so lang wie 5 + 6 + 7 , vor allem ist es nicht breiter als die vorhergehenden, so dass die Fühler zur Spitze nicht verdickt, sondern verschmäler t sind. Glied 3—6 meist zusammengedrückt und verbreitert , nicht bei f u l v e s ­ c e n s Baly. Die Punkte auf den Decken sind im 1.—3. Zwischen­ raum alle oder wenigstens die nach der Spitze zu quer. Seitenrand der Decken verflacht abgesetzt, bei den mir bekannten Arten am Naht­ winkel deutlich ausgeschnitten, Aussenwinkel bei diesen abgerun­ det. Zur neuen Gattung gehören folgende, mir bekannte Arten: G r e g o r i i Chap., a p i c i c o r n i s Ws. , С h a m p i о n i Baly, e m o r s i t a n s Baly, f u l v e s c e n s Baly, c o n s o c i a t a Baly. 63. P l a t o c t h i s p a G r e g o r i i Chap, ( a b e r r a n s Chap.). Mir liegt der Typus aus dem Museum zu Brüssel vor (G r e g о ­ r i i). Nach Baly, Biol. Centr. Am. 6, 2. 1886. p. 104 ist er ein ? . Kopfschild mit gekielter, glatter Beule. Ohne Haftzahn, Vorder­ und Mittelschienen mit spitzem Zähnchen vor der Spitze. — 1, Mexiko. 64. P l a t o c t h i s p a a p i c i c o r n i s W s . Holotypus aus P e r u : Marcapata. — Kopfschild vor den Fühlern gekielt, beiderseits mit kleinem Höcker. Vorder­ und Mittelschienen vor der Spitze mit spitzem Zähnchen. Klauenglied mit Klauenzähnchen. 65. P l a t o c t h i s p a C h a m p i o n i Baly. Mir liegen die 3 Stücke aus Mexiko vor, über die Weise in Verh. na tw. Ver. Brünn, Studienrat U h m a n n : Amerikanische Hispinen 333 48. 1910. p. 150— berichtet. Er spricht da von «zusammengedrück­ ten und leicht erweiter ten Fühlergliedern 3—7», was aber für das mir vorliegende Material nicht stimmt. Ich halte die 3 Stücke eher für c o n s o c i a t a Baly. Es müssten dann aber die 99 sein, die Cfcf haben nach Baly «articulis intermediis compressis, dorso cristatis». Vielleicht gehören sie aber zu noch einer anderen Art. In meiner Sammlung habe ich ein Stück von С h a m p i о n i aus Costa­Rica, das gut zur Beschreibung stimmt, knapp 5 mm. 66. P l a t o c t h i s p a e m o r s i t a n s Baly. 1, P a n a m a : Lino. Kopfschild mit Höcker. Mit Klauenzähnchen auf dem Klauenglied. Bei einem Stück meiner Sammlung aus Costa­Rica ist fast die gan­ ze Hinterhälfte der Decken schwarz. Es ist zu prüfen, ob nicht d i m i d i a t a Baly mit dieser Art identisch ist. 67. P l a t o c t h i s p a f u l v e s c e n s Baly. In meiner Sammlung 4, Costa­Rica: San Jose, Ebene Limon, Farm La Caja (H. J. C. Schmidt S). Miniert an C a s s i a o x y p h y l l a , Jan. 1938. Vorder­ schienen v o r , Mittelschienen a n der Spitze mit spitzem Zähnchen. Klauenglied mit Klauenzähnchen. Spaethispa n. g. 68. S p a e t h i s p a p u l c h e l l a Suff. 2, Cuba. Rippen ganz schwach, 3. und 4. Zwischenstreif hinten mit einer Zusatzreihe, Reihen dort unregelmässig. Klauen vorm Toment, Klauenglied ohne Haftzahn. Kopfschild quer, mit Querleiste. M i t t e d e r S t i r n m i t 3 t i e f e n F u r c h e n (schon von Suffrian erwähnt) . Hier­ durch und durch die Rippenbildung unterscheidet sich diese Gat­ tung von O c t h i s p a . Ich widme sie meinem verehrten Kollegen, Herrn Dr. F. Spaeth ­ Wien. Baliosus W s . 1.) Die typischen В а 1 i о s u s­Arten haben flachen oder e twas ge­ wölbten oder mitten gekielten Kopfschild, schwach abgesetzte Pühlerkeule, nicht oder n u r w e n i g erhabene Schulter. Hinter­ ecken der Decken nicht erweitert , Reihe 5—8 in der Mitte mehr oder weniger unregelmässig, mit 4 Rippen, 3. Rippe mitten unter­ brochen. a. Klauenglied mit 2 Zähnchen, r u b e r Weber, v i t t a t i ­ C o l l i s Baly, m a r m o r a t u s Baly, c a l i f o r n i c u s Horn, f r a t e r n u s Baly. b. Klauenglied mit Haftzahn, v i r i d a n u s Baly, c o n s p e r ­ s u s Ws. 2.) wie bei 1.), aber 5.—8. Reihe regelmässig, mit 4 Rippen, 3. un­ terbrochen, Haftzahn. о p i f e r Ws. 3.) wie bei 1.), aber 3. Rippe kaum unterbrochen. Mittelbeine mit besonderer Bildung. 2 Klauenzähnchen. d e n t i p e s Ws. 4.) wie bei 1.), aber 3. Rippe vollständig, wie die 4. sehr fein. Fühler spindelförmig. Haftzahn. l a t u s Ws. Festschrift für Prof. Dr. E m b r i k S t r a n d . Vol. V (1938) 5.) wie bei 1.), aber 5 . ­ 8 . Reihe regelmässig, nur mit 1. und 2. Rippe. Vorderschienen flachgedrückt. Haftzahn. s e m i t e s t a c e u s Er. 6.) Hinterwinkel der Decken mehr oder weniger erweiter t , min­ destens rechtwinklig. a. Klauenglied mit 2 Zähnchen, v a r i u s Ws., P i с i Uh., p а г ­ v u 1 u s Chap., S с h m i d t i Uh. b. Klauenglied mit Haftzahn, r u b i g i n o s u s Chap­, i 11 u s t r i s Ws., f r a u d u l e n t u s W s . (Uroplata) 1938, d u o d e c i m m a c u l a t u s Baly, h o s p e s W s . , p r e t i o s u s Baly. 7.) wie bei 6.), aber Schulter stark erhöht, alle 4 Rippen vollstän­ dig. a. Haftzahn. p e с t о г а 1 i s Ws. b. 2 Klauenzähne. 1 i m b i f e r u s n. sp. 8.) Decken mit unregelmässiger Skulptur. Haftzahn. i n t r i c a t u s Ws. 9.) Weit vom Typus entfernen sich Arten mit hinten einzeln abge­ rundeten Decken, mit mehr oder weniger breit abgesetztem Spitzenrand und mit pfriemförmigen Fühlern. Kopfschild mit spitzem Höcker zwischen den Fühlern. Sicher neue Gattungen. 1 у с о i d e s Chap. (mit 2 sehr kleinen Klauenzähnchen). i n с i s u s Pic (mit 2 Klauenzähnchen). Eine Geschlechtsauszeichnung findet sich meist an den Vorder­ schienen, die an der Spitze erweiter t sind, und an der Spitze der Mittelschienen, die dort einen mehr oder weniger deutlichen Zahn t ragen (ausser bei l a t u s und d e n t i p e s). 69. B a l i o s u s r u b e r Weber . Geschlechtsauszeichnung schwach : cf: Vorderschienen an der Spitze schwach verdickt , mit kleinem Zähnchen, Mittelschienen an der Spitze mit Zähnchen. In Anzahl. 3, Texas (Beifrage) im Mus. Stockholm. Im Katalog von Leng 1920, p. 303 wird diese Patr ia nicht erwähnt . 70. B a l i o s u s v i t t a t i c o l l i s Baly. 1 d", vielleicht eine dunkle Aberration von m a r m o r a t u s Baly. 71. B a l i o s u s m a r m o r a t u s Baly. Von W e i s e als einfaches Synonym zu r u b e r Web. gestellt, aber als südliche Rasse davon, oder als eigene Art zu betrachten. Bei meinen 3 St. aus Panama springt die Schulter mehr hervor, weil sie schlanker sind. Seiten­ rand der Decken hinter den Schultern deutlich eingezogen, nicht gerade zur Hinterecke verlaufend. 4. Rippe schwächer , dadurch die Decken vorm Hinterwinkel s tärker eingedrückt. Im Berliner Mu­ seum kein mittelamerikanisches Stück. 72. B a l i o s u s c a l i f o r n i c u s Horn. Geschlechter wie bei r u b e r . 73. B a l i o s u s v i r i d a n u s Baly. In grosser Zahl aus P a r a g u a y : S. Bernardino (Fiebrig S) an Basanacantha spinosa; an einer Le­ guminose minierend. Mir noch bekannt aus Brasilien: S. Catharina Studienrat U h m a n n : Amerikanische Hispinen 336 (Plaumann S) und Bahia (Dr. Bondar), beschrieben aus Panama. — Geschlechtsmerkmal deutlich. 74. B a l i o s u s c o n s p e r s u s Ws. 1 9 Holotypus. 2, P a r a g u a y : S. Bernardino (Fiebrig S), Kopula am 11. 9. an Hippocratea griese­ bachii; an Arrabidea coleocalyx. Das von mir studierte Material hat helle Beine, Schenkel ganz hell, Schienenspitze weniger ausge­ dehnt schwarz (5 St.). Geschlechtsmerkmal siehe p a r v u 1 u s. 75. B a l i o s u s o p i f e r Ws. Holotypus 9: Peru. Aberration a: Brasilien: Blumenau. 1 cf Matto Grosso, cf: Vorderschienenspitze stark erweitert . Mittelschienenspitze mit kleinem Zähnchen. 1, Ve­ nezuela: Caracas ist dem Holotypus fast gleich. 76. B a l i o s u s l a t u s Ws. 12, Paraguay (Fiebrig S) an Pilocar­ pus lellowii; an Mai­mi­iva: an Früchten fressend. Alle Schienen­ spitzen mit kleinem Zähnchen, zuweilen ist es an den Hinterschie­ nen recht undeutlich. Anscheinend ist das Zähnchen an den Vor­ derschienen bei den cfcf stärker ausgebildet als bei den 99­ 77. B a l i o s u s s e m i t e s t a c e u s E r . 1 Typus (28214), leider fehlen die Fühler ausser Glied 1 und 2. Seine Stellung neben 1 у с о i d e s Chap, scheint richtig zu sein. Halsschild schwarz mit je einem rotgelben Fleck nahe dem Seitenrand. Decken mit 2 Rip­ pen und 10½ regelmässigen Punktreihen. Seitenrand flach abge­ setzt, fast gleichmässig gezähnt. — Vorderschienen breit gedrückt, auf der schmalen Unterseite doppelbuchtig. 78. B a l i o s u s v a r i u s Ws. Der Holotypus mit wenig auffallen­ der dunkler Zeichnung. 79. B a l i o s u s p a r v u l u s Chap. Verglichen mit einem ex­ typis Stück im Brüsseler Museum, das ein 9 ist. — cf: Vorder­ schienen an der Spitze stark erweitert , mit spitzem Zahn, Mittel­ schienen mit kleinem Zähnchen, 19 Stück. — 9: Vorder­ schienen an der Spitze etwas erweitert . Mittelschienen einfach, 10 Stück. — Hiervon 19, Paraguay : S. Bernardino (Fiebrig S). Kopula 10. IV. an Cordia polystachya. — Kopula 12. I. 9 dabei an Pfeifen­ rohr fressend. — 4. IV. Kopula, 9 an Platymenia foliosa fressend. — 10. IV. 9 an einer Wald­Verbena fressend. — Kopula 25. III. — Frass an Vernonia sororia, sonst noch fressend an Dioclea divari­ cata, Cordia salicifolia, polystachya, an rankender Urtica und Olyra. Es gibt anscheinend verschiedene Arten, die mit B a l i o s u s p a r v u l u s ganz gleiche Zeichnung und Färbung der Oberseite haben, bei denen aber die Hinterecken der Decken verschieden ge­ staltet sind. Bei p a r v u l u s sind diese nicht vorgezogen, sondern «subproducto, obtuso». Stücke mit deutlich vorgezogenen Hinter­ ecken möchte man vorläufig zu anderen Arten stellen, wenn es sich nicht herausstellen sollte, dass eine verschieden starke Ent­ wicklung der Hinterecken nicht Art­, sondern Rassen­Eigentüm­ lichkeit ist. 80. B a l i o s u s 1 i m b i f e r u s n. sp. Cuneatus, subnitidus, suprs 336 Festschrift für Prof. Dr. E m b r i k S t r a n d . Vol. V (1938) flavo­testaceus, antennis nigris, articulis 6—11 brunneis, prothora­ ce lateribus anguste nigris, elytris marginibus et laterali et apicali viridi­metallicis, margine extremo apicali rufo­testaceo, maculis bi­ nis juxta scutum in intervallis et singulis in medio disci metallicis; subtus flavus, abdomine rufo­testaceo, sternis lateraliter nigris. — Prothorace conico, t ransverso, crebre et fortiter punctato elytris ad apicem leviter ampliatis, lateribus rectis, angulo postico in den­ tem brevem producto, angulis mediocriter prominentibus, regulari­ ter punctato­striatis et cannat is , carina tertia subtili, marginibus lateralibus regulanter denticulatis, apicali dentato. — 5,5 mm. Diese Art ist dem B. d u o d e c i m m a c u l a t u s Chap, ähn­ lich, hat aber das quere Bindensystem nicht, Schulter dagegen er­ haben. Schwach keiuormig, e twas glänzend, Überseite getobraun. Fuhier schwarz, Cilied b—И bräunlich. — rialsschilüseiten schmal, scnwarzgerandet , Punkte der Scheibe im Urunde schwarz . — Deckenseite mit der Scnuiter metaugrün, diese Laiigsbinue oeueckt auch üie 4. Kippe, verschmälert sich aöer hinter üer Mitte und ist vor der Hinterecke last unterbrochen; von nin te recke zu Jtiinter­ ecke mit ebenso geläröter LjuerDtnue, die den äussers ten Spitzen­ rand gelbbraun lasst; neben dem Schildchen ein kleiner metaiiiscner Fleck im 1. Zwiscnenstreil, ein längerer, etwas undeutlicher im 2. Streif; in der Mitte der bcheibe auf der 2.—3. Kippe ein kiemer, dunkter, metallischer Fleck. Unterseite mit dem r\optscnild und Beinen heil gelbbraun, Seiten der Brust mit schwarzer Längsbinde, Bauch rötucnoraun. — btirn vor die Augen vorgezogen, giatt, mit feiner Mittellinie, vorn mit schwachem Kiel, zwischen den Fühlern spitz. Koplschild eben, giatt, vorn mit schneidender Kante. — Füh­ ler die i l interwinkei des ilalsschildes erreichend, von der Basis zur Spitze allmählich verdickt, Schmal­ und Breitseite unterschieden, von der Breitseite: Glied 1 querrundlich, mit scharfer Vorderecke, 2 kuglig, 3 konisch, etwas länger als 2, 4 = 5 , quer, 6 s tä rker quer, alle 3 kaum so lang wie 2, 7—10 noch e twas breiter als 6, quer, untereinander fast gleich, 11 länger als 3, stumpf zugespitzt. Glied 2—5 schwach längsgestreift, die übrigen dicht behaart . — Hals­ schild quer, nach vorn gerundet ­ verengt, Vorderecken scharf, aber kaum vorspringend, Scheibe kräftig und ziemlich dicht punk­ tiert, mit glatter Mittellinie, vorm Schildchen quer eingedrückt. — Decken zur Spitze ganz allmählich erweitert , mit geraden Seiten, Spitzenrand fast gerade abgeschnitten, Seitenrand mit regelmässi­ gen Sägezähnchen, Spitzenrand mit einigen spitzen Zähnchen, Aussenwinkel mit konvexem Zahn, der wenig nach aussen­ vorragt , Schultern etwas erhaben, mit regelmässigen Doppelpunktreihen, die 4 Rippen regelmässig und vollständig, die 3. am schwächsten, die 4. gesägt. — Klauenglied mit 2 Zähnchen. — Holotypus. Brasi­ l ien: Bahia (Bondar, 2473), an Bauhinia 2. 8. 37. In meiner Samm­ lung. Studienrat U h m a n n: Amerikanische Hispinen 337 80a. B. l i m b i f e r u s v a r . Mir liegen noch 7 Stück von Rio de Janeiro aus dem Briti­ schen Museum vor, die sich von dem Holotypus in meiner Samm­ lung durch stärker erhabene Schultern auszeichnen, ferner sind die Basalglieder der Fühler nicht so ausgesprochen schwarz. Oberseite rotbraun statt hell gelbbraun. Diese Färbungsunterschiede dürften belanglos und durch das Lebensalter der Tiere oder ihre Konser­ vierung hervorgerufen worden sein. Vielleicht sind die weniger entwickelten Schultern des Holotypus individuell. 81. B a l i o s u s r u b i g i n o s u s Guer. In Anzahl. Brasilien: Matto Grosso; Goyaz, Ja tahy ; Sao Paulo, Campinas. 1, Paraguay : S. Bernardino (Fiebrig S). Neu für Paraguay. 81a . aberr. l a t e r a l i s Ws. Arch. Natg. 78. 1912 (13), A. 12. p. 107. 2 Cotypen. 2, Bolivien: Prov . Sara, Dept. Sa. Cruz de la Sierra, 500 m. I—IV. 1904 (J. Steinbach S). 82. B a l i o s u s d u o d e c i m m a c u l a t u s Baly (U г о p 1 a t a m u l t i f a s c i a t a Pic). Brasilien: 1, Ceara ; 1, Minas Geraes. 83. B a l i o s u s h o s p e s W s . 1, Typus cf: Brasilien: Jatahy. Geschlechtsauszeichnung wie bei p a r v u l u s Chap. 8, P a r a g u a y : S. Bernardino (Fiebrig S), 11. IX. Kopula an einer Wickel­L 'ane; an Arrabidea coleocalyx und Jatropha cureas. 84. B a l i o s u s f r a u d u l e n t u s W s . (Ark. Zool. 14. 1921, p. 183.) Von Weise zu U г о p i a t a gestellt. Gehört neben B. i 11 u s t r i s Ws. Probaenia Ws. Diese Gattung glaubte Weise in Deutsch. Ent. Zeit. 1904, p. 447 genügend scharf begrenzt zu haben, wobei die Bewehrung der Vorderschenkel mit 2 oder 3 Zähnen und die Vereinigung der 3. und 4. Rippe vor der Deckenspitze als besonders charakteristisch von ihm hervorgehoben worden sind. In Verh. Nat. Ver. Brünn 49.1910, p. 145— und Genera Insectorum 1911, Hispinae, p. 42 schreibt er : Die Vorderschenkel sind fast immer mit 2 Zähnen bewehrt , zwi­ schen die sich die Schiene einlegen kann. Die Worte «Fast immer» hatte er wegen P r o b , j u c u n d a Chap, eingefügt, vergl. Brünn I. c. p. 147. Nach meinen Untersuchungen gehört aber j u c u n d a zu U г о p 1 a t a. Es gibt auch Arten, bei denen die 3. und 4. Rippe nicht oder nicht immer v o r der Spitze deutlich vereinigt sind, z. B. bei с r e n a t u 1 a Uh. (diese Art hat W e i s e erst spät ken­ nen gelernt), l u t e o n o t a t a Pic, с 1 a r a W s . Individuell verei­ nigen sich die beiden Rippen oft gerade noch vorm abgesetzten Hinterrand. In diesen Fällen bestimmt die Bezahnung der Vorder­ schenkel die Zugehörigkeit zu Probaenia. Bezahnte Vorderschenkel kommen auch bei Uroplata vor : bei a r m a t a Baly. Arten, bei de­ nen ausserdem noch die 3. und 4. Rippe sich vorm Hinterrand ver­ einigen, sind: a n d i с о 1 a Ws., j u c u n d a Chap. Bei solchen Ar­ ten ist aber nur ein einfacher Zahn vorhanden. Beim Studium eines noch grösseren Materials wird sich herausstellen, dass Probaenia Festschrift für Prof. Dr. E m b r i k S t r a n d . Vol. V (1938) 22 338 Festschrift für Prof. Dr. E m b r i k S t r a n d . Vol. V (1938) so nahe mit Uroplata verwandt ist, dass die Zugehörigkeit mancher Arten zu einer der beiden Gattungen anderen Kriterien unterwor­ fen werden muss. Uebersicht über die mir sicher bekannten P r o b a e n i a ­ Arten. 1(10) Hinterwinkel mehr oder weniger zahnart ig erwei ter t . 2(3) Hinterwinkel breit verrundet. b r e v i v i t t a t a Pic 3(4) Hinterwinkel mehr oder weniger zahnförmig. 4(9) Zahn oben konkav. 5(6) Zahn massig weit nach aussen vorstehend, mehr nach rück­ wär ts gerichtet, ohne scharfe Spitze, mehr abgerundet, с r e n a t a Blanch., i n f i r m i о r Ws., G г а у i Baly, t e s s e l a t a Ws., n o ­ b i l i s Chap., n i g r i t a r s i s Pic, r u b i d a Chap. 6(5) Zahn weit nach aussen vorstehend. 7(8) Zahn an der Spitze verrundet . v a r i о 1 a r i s Ws. 8(7) Zahn spitz, t i b i e 11 a Ws., W e i s e i Uh., f a s с i a t a Ws., v i 11 u 1 о s a Ws., C l a r a Ws. , 1 h e r i n g i Ws. , r o b u s t a Ws., v i r i d i с e p s Pic, c r e n a t u l a Uh., l u t e o n o t a t a Pic, P i c i Uh. 9(4) Zahn oben konvex. m i 1 i t a r i s Baly. 10(1) Hinterwinkel nicht zahnartig erweitert , fast rechtwinklig. v e n u s t a Chap. 85. P r o b a e n i a c r e n a t a Blanch. Die schwarze Mittelbinde der Decken ist oft mehr oder weniger unterbrochen. Auch aus Pa­ raguay : S. Bernardino (Fiebrig S), frisst an Blättern von Inga affinis, an Stengeln von Verbesina sordescens. ab. n i g r i с о 11 i s Uh. 3. p. 65 und 51. p. 57. Bisher nur aus Bra­ silien. Diese Aberration ist auf Stücke mit 4 braunroten Flecken auf dem Halsschild begründet. Der Schwund dieser Flecken macht weitere Fortschritte, sodass schliesslich das innere P a a r fehlt und das äussere gerade noch sichtbar ist. So 2 Stück, ab. n i g r i p e s Chap. Die helle Praeapikalbinde der Decken ist zuweilen stark rückgebildet. Stücke, bei denen sie nur durch einen kleinen Fleck auf der 1. Rippe angedeutet ist, stelle ich auch noch hierher. Je 1 St. aus Brasilien: Matto Grosso; Columbia: Hondo a Magda­ lena; P a r a g u a y : Asuncion. Fiebrig fand sie in S. Bernardino auf Blättern von Elephantopus; 10. I. Kopula; 27. II. Kopula an Arra­ bidea coleocalyx. Die Praeapikalbinde kann sich auch vergrös­ sern, sodass sie nach vorn an der Naht sich mit der gelbbraunen Mittelquerbinde verbindet. Bei ab. n i g r i p e s gibt es auch Stücke mit vorwiegend schwarzem Halsschild. Mit ab. n i g r i p e s ist ab. p r a e a p i c a l i s Pic (Mel. ex­ent. 62. 1933. p. 30) synonym. 86. P r o b a e n i a i n f i r m i o r W s . Ob Rasse von c r e n a t a Blanch.? 1 Typus. 1, Argentinien: Prov. Tucuman, Tapia, 600 m (G. A. Baer 1903). 3, Argentinien: Buenos Aires, S. Fernando (J. B. Daguerre , IV. 1937). Studienrat U h m a n n : Amerikanische Hispinen 339 87. P r o b a e n i a r u f i t a r s i s Pic (Mel. ex­ent. 62. 1933. p. 30—) ist nach einem vom Autor erhaltenen Stück eine unwichtige Aberration von P . ü г а у i Baly. Sie hat helle Tarsen u n d hel­ len Spitzenrand der Decken. Beide Färbungen kommen auch ge­ trennt bei einzelnen Stücken vor. 88. P r o b a e n i a t e s s e l a t a Ws. (Holotypus und 3 Stück) und P . n o b i l i s Chap. (4 Stück). Beide Arten sehen sich hin­ sichtlich der Zeichnung zum Verwechseln ähnlich. Bei n o b i l i s springen die Hinterwinkel der Decken stark vor, bei t e s s e l a t a ragen sie aus dem Seitenrand viel weniger vor. Bei n o b i l i s springt der Kopfschild recht stark beulig vor, seine Mittellinie ist sehr fein gekielt, bei t e s s e l a t a ist er unter den Fühlern ein­ gedrückt und vor dem Munde quadratisch erhaben, die Erhaben­ heit undeutlich gerunzelt, Mittellinie sehr fein gekielt. 89. P r o b a e n i a v e n u s t a Chap. Mir liegt ein ex­typis­Stück aus der Sammlung Chapuis im Brüssler Museum vor. In der Fär­ bung und Zeichnung der Oberseite stimmt es ganz mit dem Holoty­ pus von t e s s e l a t a W s . überein mit einer Ausnahme: bei v e ­ n u s t a ist der Seitenrand der Decken bis zur Mitte schmal metal­ lisch, während bei t e s s e l a t a dieser Saum hinter der Schulter unterbrochen ist. Die Decken von v e n u s t a haben keine vor­ springenden Hinterecken, der abgesetzte Deckenrand ist an den Hinterecken verrundet, fast rechtwinklig. Kopfschild beulig, mit sehr feinem Mittelkielchen. — Ob sich Übergänge zwischen beiden Arten finden werden? 90. P r o b a e n i a r u b i d a Chap. Von Weise zu U r o p l a t a gestellt. Mir liegt der fühlerlose Typus aus dem Museum zu Brüs­ sel vor. Mit diesem Stück stimmt ein aus coll. Spaeth mir über­ lassenes Stück meiner Sammlung fast überein. Bei diesem Stück aus Minas üe rae s springen die gerundeten Hinterecken der Decken e twas weiter nach aussen vor, und die Decken sind e twas breiter In den Hauptmerkmalen stimmen beide Stücke aber überein. Die Bezahnung der Vorderschienen ist schwach. Die Art unterschei­ det sich von allen anderen P r o b a e n i a ­ Arten durch ihre ein­ farbig rotbraune Oberseite (auch der Halsschild). Was Weise als r u b i d a (Ark. Zool. 14. 1921. p. 187) angesehen hat und von mir 68 p. 463 bei der Besprechung der Gattung H e p t a t o m a mit auf­ gezählt wird, ist eine neue Art, die allerdings zur kurzen Beschrei­ bung Chapuis' gut passt. — Was Spaeth in Ann. Nath. Mus. Wien 48. 1937. p. 161 — als r u b i d a bespricht, ist B a l i o s u s r u ­ b i g i n о s u s Chap. 91. P r o b a e n i a t i b i e l l a W s . ( U h m a n n i Pic, Brasilien: Jatahy, 1 Cotypus in meiner Sammlung). Auch Bolivia: Coroico. Brasilien: Matto Grosso und Corumba, je 1 St. 92. P r o b a e n i a f a s c i a t a W s . 1 Typus. Weise gibt in «Ge­ nera usw.» als Pat r i a Argentinien an. Die Art ist aus Brasilien beschrieben worden. — 1, Esp. Santo : Santa Leopoldina, 7,5 mm (coli. Moser). 1, P a r a g u a y ; S. Bernardino (Fiebrig S). SWO Festschrift für Prof. Dr. E m b r i k S t r a n d . Vol. V (1938) 93. P r o b a e n i a v i t t u l o s a W s . Neu für Bolivia: Mapiri (5 St.) u. Prov . Sara (1). Peru : Rio Того (3); Chanchamayo (2 St.). 94. P r o b a e n i a c l a r a W s . 1 Typus. 1, Paraguay , bei die­ sem Stück das Basalglied der Fühler rotgelb. In meiner Samm­ lung noch 1, Paraguay : S. Trinidad, IX. 1913, bei ihm Mittelbinde des Halsschildes und vordere Binde auf den Decken fast ganz ge­ schwunden, Fühler rostrot, Glied 2—5 geschwärzt . Bisher nur von Brasilien: Jatahy. 95. P r o b a e n i a j u c u n d a Chap, halte ich für eine U г о ­ p l a t a ( C o d i o h i s p a ) aus der Verwandtschaft der b i p u n c ­ t i с о 11 i s Chap, und s e r r u l a t a W s . Wie schon W e i s e , Verh. nat. Ver. Brünn 48. 1910. p. 147, schreibt, ist diese Art von den übrigen P г о b a e n i a ­ Arten recht abweichend wegen der 3 Längsbinden des Halsschildes und der Bewehrung der Vorder­ schenkel. Die Längsbinden des Halsschildes können nicht gattungs­ bestimmend sein, denn bei den unzweifelhaft zu U r o p l a t a ge­ hörenden Arten m a c u l i c o l l i s Ws. und К u n t z e n i (68. p. 457) haben die Flecken auf dem Halsschild das Bestreben zu 3 Längsbinden zusammenzufliessen. Die zuweilen undeutlichen Zähne der Vorderschenkel können kein Hindernis sein, j u c u n d a zu U r o p l a t a zu steilen, denn bei U. a r m a t a Baly, S t r a n d i Uh., 1 о n g i p e s Ws., D о n с к i e r i Pic findet sich diese P r o ­ b a e n i a ­ artige Bezähnung der Vorderschenkel ebenfalls, bei S t r a n d i manchmal undeutlich. — 10 St. in der Sammlung des Berliner Museums. Hinterwinkel der Decken gar nicht ausgezeich­ net, aber scharf stumpfwinklig, die Nahtecke weit nach hinten ge­ rückt. In Körperumriss und Bezähnung der Decken­Sei tenränder ganz der b i p u n c t i c o l l i s gleichend. 3. Rippe unregelmässig, mehr oder weniger unterbrochen. Das basale Stück nach aussen zur 4. Rippe sich hinziehend, das Spitzenstück mehr nach der 2. Rippe zu beginnend und am Ende mit der 4. Rippe deutlich ver­ einigt. Wenn die 3. Rippe vollständig wäre , würde sie von der Mitte ab eine S­förmige Schwingung machen, 3. und 4. Zwischen­ streif dadurch nicht mehr mit den regelmässigen Doppelreihen, in der Mitte nur 2 oder 3 Reihen. Weise meint (1. c ) , dass die Stücke mit deutlichem Vorderschenkel­Zahn cfcf, die mit nur angedeute­ tem 99 seien. Ich weiss nicht, worauf er seine Meinung stützt. A c a n t h o d e s Baly. Maulik hat in Bull. Ent. Res . XXI. 1930. p . 49 ff von A c a n t h o ­ d e s die neue Gattung C n e s t i s p a abgetrennt. Die bis jetzt bekannten Arten dieser Gattung unterscheiden sich von A c a n ­ t h o d e s nach Maulik in folgenden Punkten: 1. durch geringere Grösse, 2. durch anderen Fühlerbau (Fühler kürzer und mehr als dreiglie­ drig), 3. durch eine Skutellarreihe, Studienrat U h r a a n n : Amerikanische Hispinen 341 4. durch flacher ausgebreiteten Aussenwinkel der Decken, der nicht dornförmig ist. Unter anderem Fühlerbau meint Maulik auch, dass die Fühler nicht allseitig scharf zugespitzt sind. Zu C n e s t i s p a stellt er die neuen Arten D a r w i n i und a c u m i n a t a , ferner f 1 a v i p e s Baly, letztere habe ich nicht untersuchen können. Bei der Unter­ suchung meines Materials habe ich gefunden, dass die Trennung nach 3 Fühlergliedern oder mehr in obige beide Gattungen nicht ohne weiteres möglich ist. Ferner ist die Skutellarreihe bei den verschiedenen Arten nicht immer da. — Zweifellos zu A c a n t h o ­ d e s im Sinne Mauliks gehören: 1 e s e 1 e u с i Guer., D о n с к i e r i Ws., r u f a Pic. Klauenglied mit grossem Haftzahn. Bei А с a n ­ t h о d е s müssen bleiben S t r a n d i Uh. und t a r s a t a Baly. Beide haben zwar sehr gut getrennte Fühlerglieder 3—6, doch halte ich es nicht für rätlich, auf Grund dieses Merkmals a l l e i n eine neue Gattung aufzustellen, da oft Fühlerverschmelzungen vorkom­ men. In anderen wesentlichen Merkmalen stimmen beide Arten mit denen um 1 e s e 1 e u с i überein z. B. Fühlerspitze allseitig zugespitzt, kein Skutellarstreif. Bei S t r a n d i ist der Aussen­ winkel dornförmig erweitert , bei t a r s a t a ist er verflacht, ohne Kiel. Klauenglied bei S t r a n d i ohne Zähnchen, bei t a r s a t a mit zwei. Der 2. Zwischenstreif bei beiden Arten an der Schulter und hinter der Mitte mit Zusatzreihen; bei t a r s a t a alle Schen­ kel mit je einem spitzen Zahn. — Hieran schliesst sich 1 i m b a t а Ws. In der Fühlerbildung nähert sich diese Art der Gattung C n e s t i s p a , aber die Spitze bleibt wie bei obigen Arten allseitig zugespitzt, auch fehlt die Skutellarreihe. Aussenwinkel wie bei obigen Arten, aber flach wie bei t a r s a t a . 3. Zwischenstreif mit den üblichen Zusatzreihen, Klauenglied ohne Zähnchen. C n e s t i s p a D a r w i n i und a c u m i n a t a sind einander nahe verwandt und von den oben erwähnten Arten durch nicht allseitig zugespitztes Endglied der Fühler zu unterscheiden. Vielleicht ge­ hören die bei А с a n t h о d e s verbleibenden Arten neuen Gattun­ gen an. Es ist aber viel grösseres Material nötig, um die natür­ liche Verwandtschaft der einzelnen Arten zueinander zu erkennen. Übersicht über die mir bekannten A c a n t h o d e s ­ Arten und deren Verwandte. 1" Fühler allseitig spitz. Gattung A c a n t h o d e s Baly. 2"' Drei Fühlerglieder. 3. Zwischenstreif mit regelmässigen Dop­ pelreihen. Klauenglied mit Haftzahn. Ohne Skutellarreihe. 1 e s e 1 e u с i Guer, D о n с к i e r i Ws., r u f a Pic. 2" Mehr als drei Fühlerglieder, die Glieder ganz deutlich getrennt. 3. Streif mit Zusatzreihen. 3" Aussenwinkel der Decken mit gekieltem Zahn. Mit Skutellar­ reihe. S t r a n d i Uh. 3' Aussenwinkel mit flachem Zahn. Mit Skutellarpunkten. t a r s a t a Baly. 342 Festschrift für Prof. Dr. E m b r i k S t r a n d . Vol. V (1938) 2' Fühlerglieder 3—6 so nahe aneinander gerückt, dass die Glieder nicht mehr so deutlich getrennt sind. Ohne Skutellarreihe. Aus­ senwinkel in einen flachen Zahn erweitert . 1Ii m b a t a W s . Г Fühler nicht so. Glied 3—6 wie bei 1 i m b a t a. Gattung C n e s t i s p a Maul. D а r w i n i Maul., a c u m i n a t a Maul., R e i m о s e r i Sp. P e n t i s p a Chap. Auf die Inkonstanz der Skutellarreihe hat schon W e i s e hinge­ wiesen (Arch. Natg. 1905, p. 80 und Ann. Soc. Ent. Belg. LV, 1911, p. 72). 96. P e n t i s p a p a r u m p u n c t a t a W s . Holotypus. Von den Fühlern nur die beiden Basalglieder vorhanden. Mittelschienen mit spitzem Zahn an der Spitze. Klauenglied mit grossem Zahn vor jeder Klaue. 97. P e n t i s p a e x p l a n a t a Chap. Aberration. 1, Neu Gra­ nada (Columbia). Wie var. В bei Baly, Biol. Centr . Am. 6. Teil 2, 1886, p. 94, aber auch die Nahtlinie gelbbraun, sodass nur das Spitzenviertel dunkel ist. Klauenglied mit grossem Zahn vor jeder Klaue. 98. P e n t i s p a m о r i о F. Erster Zwischenraum viel breiter als die übrigen. Bei einem Stück von 6 Exemplaren aus Mexiko ist auch Glied 8 und 9 vom Endglied abgetrennt. Mit oder ohne Skutellarpunkt. Klauenglied wie bei 1 und 2. 99. P e n t i s p a F a i r m a i r e i Chap. Mir liegt ein von Chapuis best immtes Stück aus seiner Sammlung vor , das genau zur Be­ schreibung passt, und wahrscheinlich der einzige Typus ist. Der gelbbraune Schulterfleck ist fast rechteckig und erstreckt sich von der 3. Rippe über die 1. hinweg bis auf die 2. Punktreihe, am Ende des Fleckes in der Mitte der Naht wird die schwarze Nahtbinde sehr schmal und ist fast unterbrochen. Der Seitenrand ist also bis zur 3. Rippe schwarz (siehe 3. Helligkeitsstufe). Die Bezähnung des Hinterrandes zeigt ausser grossen auch kleinere Zähne, auf der linken Decke am Ende der 2. Rippe ist die Bezähnung unterbro­ chen. Unter dem nachstehend behandelten Material ist kein Stück, das mit diesem in der Färbung übereinstimmt. Diese Art hat eine veränderliche Färbung der Decken. Die 3 dun­ kelsten Stücke, die mir vorliegen, haben auf der Schulter zwischen der 2. und 3. Rippe nur einen schmalen, gelbbraunen, dreieckigen Fleck, der sich auf der 2. Rippe e twas weiter nach hinten bis zum Ende des Basaldrittels zieht. 2 Stück aus Mexiko (1. Helligkeits­ stufe). Bei der 2. Helligkeitsstufe bedeckt der gelbbraune Schulter­ fleck zunächst auch die 1. Rippe und erstreckt sich dort bis zur Deckenmitte, Stücke aus Mexiko und je 1 aus Guatemala und Hon­ duras. Bei diesen zahlreichen Stücken erweitert sich der Schulter­ fleck auch über die 1. Rippe hinaus nach der Naht zu. In einigen Fällen wird diese in der Deckenmitte fast erreicht, die Naht ist dort Studienrat U h n i a n n : Amerikanische Hispinen 343 nur noch schmal angedunkelt. Letztere Stücke sind P e n t i s p a s u b v i r e n s Chap. Den Typus aus Guatemala habe ich aus dem Brüssler Museum zugeschickt erhalten. Bei ihm ist im gelbbrau­ nen Basalfleck nur die Naht dunkel. Die Bezähnung des Decken­ hinterrandes ist unsymmetrisch, links ist die Zahnreihe einmal kurz unterbrochen, rechts ist sie fast regelmässig. Bei der 3. Helligkeitsstufe erweitert sich der Schulterfleck auch nach aussen, sodass er den Seitenrand erreicht. An letzterem bleibt ein kleiner Subhumeralfleck schwarz, der aber auch fehlen kann. Es ist dann die ganze Deckenbasis gelbbraun, ein schmaler Rand ums Schildchen und die Naht bleiben schwarz . Zuweilen wird auch die Naht hinterm Schildchen gelbbraun (4 St.). Diese Aber­ ration aus Mexiko. Stücke dieser Aberration sind der P e n t i s p a ' с 1 а г к е 11 а Baly, wie sie Baly in Biol. Centr.­Am. VI. 2. 1886, p. 94 —, t. 4. f. 7 beschreibt und abbildet, sehr ähnlich. — Zu dieser 3. Stufe ist das anfangs erwähnte Stück aus coli. Chapuis zu stel­ len ebenso R o d r i g u e z i Chap., von der mir ein ex­typis­Stück aus dem Brüssler Museum vorliegt. Bei diesem ist die Vorder­ hälfte der Decken mit Ausnahme der Naht und eines Subhumeral­ fleckes am Seitenrande gelbbraun. Die Zähne des Hinterrandes sind regelmässiger, auf der rechten Decke ist der übliche Zwischen­ raum durch Fehlen eines Zahnes angedeutet, eine Bildung, die auch bei meinem anderen Material vorkommt. So gefärbte Stücke sind in Anzahl im Berliner Museum vorhanden. Fühler der verschie­ denen Farb­Aberrationen ohne besondere Unterschiede. Alle Stücke ohne Skutellarreihe. Klauenglied wie bei 96 bezahnt. 1. Helligkeitsstufe: Ein schmaler, gelbbrauner, dreieckiger Schul­ terfleck vorhanden. 2. Helligkeitsstufe: Dieser Fleck auf die 1. Rippe und dort bis zur Deckenmitte ausgedehnt. Dieser Fleck nach der Naht zu ausgedehnt, hierher ab. s u b v i r e n s Chap. 3. Helligkeitsstufe: Dieser Fleck auch nach aussen bis zum Seiten­ rand ausgedehnt, ein Subhumeralfleck bleibt schwarz, Deckenbasis also gelbbraun, ab. R o d r i g u e z i Chap. Bleibt der Seitenrand schmal schwarz und ist der Schul­ terfleck rechteckig, dann N o m i n a t f o r m . 100. P e n t i s p a c l a r k e l l a Baly. 3, P a n a m a : Volcan de Chi­ riqui (Champion), als R o d r i g u e z i Chap, in der Sammlung. Die Nominatform gehört zur 3. Helligkeitsstufe. Abgesehen von der Färbung unterscheiden sich diese Stücke von den F a i r m a i r e i ­ Stücken aus Mexiko durch die nach der Spitze zu schwach erwei­ terten Decken. W i e auch die Figur bei B a l y (siehe oben) zeigt, sind die Decken von Hinterwinkel zu Hinterwinke! gemessen deut­ lich breiter wie von Schulter zu Schulter. Auch ist bei c l a r ­ k e l l a der Seitenrand am Hinterwinkel deutlich flach abgesetzt, der Hinterwinkel daher nicht so verrundet wie bei F a i r m a i r e i, sondern etwas vorspringend. Spitzenrand unregelmässig gezähnt, 344 Pestschrift für Prof. Dr. E m b r i k S t r a n d . Vol. V (1938) meist mit 3 deutlichen Lücken: einer gemeinsamen am Nahtwin­ kel und je einer beiderseits, bei F a i r m a i r e i ist die Zähnung viel regelmässiger, ohne so grosse Lücken. Färbung der Decken auch veränderlich, meist 2. Helligkeitsstufe der F a i m a i г е i. Solche Stücke aus Guatemala (1), Nicaragua (1) und in besonders grosser Zahl aus Costa­Rica. Bei 7 St. aus Costa Rica beobachtet man eine 4. Helligkeitsstufe: Decken ganz gelbbraun, nur Naht, Subhumeralfleck und Spitze schmal schwarz . — F a i r m a i r e i und с 1 а г к е 11 а sind bisher oft vermengt worden. Weise hat in der Berliner Sammlung kein Stück als c l a r k e l l a bezeichnet, sondern alle Stücke als F a i r m a i r e i bestimmt. Seine Notiz über F a i r m a i r e i Ann. Mus. Stor. N. Gen. II. 1906, p . 240 — be­ zieht sich auf c l a r k e l l a . Ein Belegstück in seiner Sammlung. In seiner Bemerkung im Arch. Natg. 87. 1921. A. p. 275 über die Bezähnung des Decken­Hinterrandes vermengt er beide Arten. Meine Minenbeschreibungen 48. p. 247 und 62. p. 65 gehören eben­ falls zu c l a r k e l l a . 101. P e n t i s p a b e a t a Baly. 4, Mexiko. Mit Skutellarpunkt. Der Scheibenfleck fehlt bei 3 Stück, bei einem ist nur ein schmaler Spitzensaum schwarz. Klauenglied mit grossem Zahn vor jeder Klaue. 102. P e n t i s p a C a n d e z e i Chap. 6, Mexiko. Verglichen mit 2 ex­typis aus Mus. Brüssel. 3. Fühlerglied fast so lang wie die beiden folgenden, 4—7 kurz, 6 am kürzesten, stark quer. Mit Sku­ tellarpunkt. Klauenglied mit grossem Zahn vor jeder Klaue. — Die Bemerkung Weise's, Verh. nat. Ver. Brünn 48. 1910. p. 159 über die Querleiste, die sich von der höchsten Stelle der Schulter an die 2. Rippe zieht und die 5. Punktreihe unterbricht, stimmt auch für die beiden ex­typis. Manchmal wird aber die Leiste schwach, in einem Falle ist sie nicht da. 103. P e n t i s p a C h e v r o l a t i Chap. 1, Guatemala: Duenas (G. C. Champion). Mir liegt ein ex­typis Stück aus dem Brüssler Museum von Guatemala vor. Die etwas gewölbten hellen Längs­ binden des Halsschildes sind fast vollständig punktiert. Auf den Decken ist ein dreieckiger Humeralfleck, dessen Spitze auf der 2. Rippe knapp vor ihrer Mitte liegt, gelbbraun. Mit je 2 Skutellarpunk­ ten. Aussenecke der Decken abgerundet, der Seitenrand dort und der Hinterrand flach abgesetzt, sodass er eine Punktre ihe t rägt , die e twas quer gezogen ist. Diese Reihe nimmt aber nicht die ganze abgesetzte Breite ein. Zähne des Hinterrandes ziemlich gleichmässig, kurz, so lang wie an der Basis breit. Klauenglied mit einem grossen Zahn vor jeder Klaue. 103a. P e n t i s p a C h e v r o l a t i Chap. a b . 2, Mexiko (coli. Clavareau und J. Flohr) und 1, Guatemala (coli. Moser). Der klei­ ne dreieckige Schulterfleck vergrössert sich nach aussen nach dem Seitenrand zu, auf der 4.—6. 'Punktreihe bedeckt er das Basal­ viertel, auf der 7. und 8. läuft er spitz nach der Mitte des Seiten­ Studienrat U h m a n п. — Dr. S z a I a i 345 randes zu. ­ ­ Ich glaube, dass diese Stücke zu einer Aberration von C h e v r o l a t i und nicht zu einer anderen Art gehören wegen der Bildung des Decken­Seitenrandes, die ganz mit dem ex­typis­ Stück, das leider keine Fühler hat, übereinstimmt. Auch sonst ist kein Unterschied im Körperbau zu sehen. 104. P e n t i s p a m e l a n u r a Chap. Mir liegt vor ein ex­typis­ Stück von Mexiko, 5,5 mm, Chapuis gibt 5 mm an. — Fühler von der Breitseite: 1. und 2. Glied kugelig, 3. länger als 2, e twa 1½ mal so lang wie breit, 4. === 5., jedes kürzer als 3, fast quer, 6. kür­ zer als 5, deutlich quer, 7. und 8. breiter als die vorhergehenden Glieder, 7. schwach quer, so lang wie 1, 8. dreimal so lang wie 7., 2.—6. Glied gerieft. — Mit Skutellarpunkt. Hinterrand fast re­ gelmässig gezähnt, Zähne kurz, so lang wie an der Basis breit. Decken nur schmal gerandet. Der schwarze Fleck bedeckt fast die ganze Spitzenhälfte, noch ein Skutellarfleck vorhanden. Mit diesem Stück stimmen 5 Stück aus Mexiko überein. Bei einem ist die ganze Naht schwarz . — Zu dieser Art stelle ich noch andere abweichende Stücke: 1) 2 Stück aus Texas : New Braunfels und Dallas. Diese sind kleiner (5 mm) und schlanker, das 4. Fühler­ glied gleich dem 3. Zwei ähnliche noch aus Mexiko (meine Samm­ lung), aber nur Enddrittel der Decken schwarz, der schwarze Naht­ saum in der Mitte unterbrochen. 2) 2 Stück aus Costa­Rica und l aus Nicaragua mit schwarzem Strich auf dem 3. Zwischenraum hinter der Schulter, Spitzenfleck die Hälfte oder kaum das End­ drittel bedeckend. Beschreibung einer ?Emys sp. aus dem Limnoquarzit vom Ratka'er Sarmatien (Ungarn). (Mit 3 Textfiguren). Von Dozent Dr. T. Szalai. Im Tokajer Gebirge, in der südwestlichen Ecke des vom 2Г­­­ 22° nördlichei Breite und 48"—49° Länge umgrenzten Quadrates l'egt Ratka . Die zu beschreibenden Reste sind in dem heute be­ reits aufgelassenen, am Ratka 'er Istenhegy liegenden Li­mnoquar­ zi t­Bergwerke zum Vorschein gekommen. Das Alter des Limno­ quarzites bestimmte Rozlozsnik (1.) als Sarmatien. «Eine bedeu­ tendere oberflächliche Verbreitung besitzen die Limnoquarzite» —• schreibt Rozlozsnik (1. p. 339) — «besonders östlich von Ratka. Die Bildung derselben wurde vielfach in das Pliozän versetzt . . . Die Limnoquarzite erweisen sich daher als die rhyolithische. vul­